Erfahrungsbericht Ofen Skantherm Emotion S

Einige Fragen haben uns zum Thema Ofen/Kamin erreicht. Natürlich haben wir ihn inzwischen in Betrieb genommen und nutzen ihn tatsächlich öfter als gedacht (so 2 mal pro Woche). In erster Linie aber nicht, weil wir frieren, sondern weil’s einfach so gemütlich ist.

Nach dem ersten Einbrennen (mindestens 4h, mit angelehnter Ofentür) hatte ich beim nächsten Betrieb ein Problem: sobald ich die Ofentür komplett geschlossen habe, ging die Flamme aus, Rauch bildete sich im Ofen. Komisch, trotz offener Zuluft. Also testweise den Metall-Schlauch von der Zuluft-Klappe zum Ofen abgezogen und Tür geschlossen ⇒ Flamme geht nicht aus.

Es hat dann noch einen Moment gedauert, bis ich bemerkt habe, dass einfach nur der Aufkleber auf der Zuluft-Klappe falsch herum aufgeklebt wurde: „auf“ ist in Wirklichkeit „zu“. Also Schlauch wieder drauf, Klappe auf „zu“ gestellt und schon funktioniert alles tadellos. Der Edelstahl-Außenkamin ist für meinen Geschmack etwas wuchtig ausgefallen, dafür zieht er tadellos.

Nach ein paar Versuchen haben wir auch schnell den Dreh mit dem richtigen Anfeuern (Holzmenge, Anzündholz und Anzünder) raus. Zum Anzünden verwende ich die EiFi Feuerbällchen (in Wachs getränkte, aufgewickelte Holzspäne)*. Verwendet man genügend Anfeuerholz und zündet das aufgeschichtete Holz von oben an, reicht ein Anzünder aus und es gibt wenig Ruß/Qualm. Sobald das Anfeuerholz gut brennt und das Holzscheit auch schon Feuer gefangen hat, kann man die Luftzufuhr drosseln und das Feuer brennt ohne weitere Eingriffe bis zum Nachlegen durch. Gut getrocknetes Holz ist natürlich die Voraussetzung.

Wenn wir den Ofen mit einem großen Holzscheit bestücken, brennt das Feuer nach dem Anzünden mit Zuluft auf geringster Stufe (und Tertiär-Zuluft/Scheibenspülung) ca. 45min. Die Raumtemperatur (60m² offenes Wohnzimmer/Küche) geht dabei pro Scheit um ca. 0.5°C nach oben. D.h. so nach 2h Kaminfeuer haben wir Abends mit dreimal Nachlegen von 22°C auf 24°C hochgeheizt (wir haben ca. 1.5m doppelwandiges Ofenrohr im Raum).

Der Kamin ist jedenfalls eins der Highlights im Haus und wir würden ihn auf keinen Fall wieder hergeben wollen. Es gibt nichts Angenehmeres und Gemütlicheres als die Strahlungswärme von einem Holzfeuer.

Verteilt man die Glut und legt Holz erst dann nach, wenn keine Flamme mehr brennt, riecht man so gut wie nichts während und nach dem Betrieb.

Der Unterdruckwächter arbeitet auch so, wie er soll. Beim Anfeuern geht er automatisch an (sobald mehr als ca. 40°C im Ofenrohr gemessen werden). Ist die Druckdifferenz zwischen Raum und Ofenrohr zu gering, wird die Lüftung ausgeschalten und geht automatisch wieder an, sobald die Druckdifferenz eine Zeit lang im grünen Bereich ist.

Feuert man richtig an, zieht der Kamin aber sehr schnell und die Lüftungsanlage bleibt an. Je nach Holzmenge liegt die Abgastemperatur nach dem Anfeuern dann so zwischen 180 und 200°C.

Bisher reinige ich nach jedem Gebrauch (also meist am nächsten Tag) den Ofen. Wir lassen über Nacht die Zuluft offen, d.h. am nächsten Morgen ist praktisch kaum noch Kohle übrig. Die Asche schiebe ich vorsichtig durch’s Gitter und entleere dann den Asche-Kasten (läßt sich einfach herausnehmen, mit Tragegriff).

Anschließend wird die Scheibe erst mit einem nassen Lappen grob gesäubert und dann via „Asche-Trick“ die Scheibenränder gereinigt. Dazu wird ein wenig weiße Asche vom Rost mit dem nassen Lappen aufgenommen und über die Scheibe gerieben, funktioniert dann wie ein Schmutzradierer. Dank der Scheibenspülung mit Luft während dem Betrieb setzt sich nur wenig Ruß auf der Scheibe ab. Speziell, wenn man die Holzscheite immer ganz nach hinten legt.

Anschließend sprühe ich ein wenig Ofenreiniger (Schaum)* auf den ausgewaschenen Lappen und reibe damit die Scheibe ein. Nach kurzer Einwirkzeit wische ich die Scheibe mit einem Zewa sauber und poliere die Schlieren weg. Danach sieht die Scheibe wieder aus wie neu.

Der Emotion S von Skantherm hat für uns also die perfekte Größe/Leistung und dank der ovalen Form können wir überall vom Wohnzimmer und auch von der Küche aus auf’s Feuer blicken.

Zudem hat er auch vergleichsweise geringe Emissionswerte und einen hohen Wirkungsgrad.

Der Outletstore Karlsruhe hat übrigens ein gutes Video zu dem Ofen gemacht. Dort haben wir ihn auch gekauft und  können auch den Montage-Service uneingeschränkt empfehlen.

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Zwischenbericht und Wohngefühl

Immer wieder erreichen uns Mails von künftigen Bauherren, die sich nach dem Wohngefühl in einem Schwörer-Haus erkunden möchten.

Nach rund zwei Monaten Wohnen möchten wir also hier mal ein Update geben.

Die meisten Eigenleistungen im Haus sind inzwischen fertig, hier und da fehlen nur noch Kleinigkeiten. Und die summieren sich natürlich immer noch ganz schön, so dass uns eigentlich nie langweilig wird.

Das „Ferienhaus“-Gefühl ist mittlerweile komplett dem Alltag gewichen. Aber wir genießen nach wie vor die vielen kleinen aber auch großen Vorzüge unseres neuen Hauses.

Jeder hat seine „Lieblingsecke“ gefunden und die Einrichtung wächst Stück für Stück und wir können uns um die schönen Dinge kümmern (Möbel, Lampen, Dekoration, …).

Jetzt, wo die Temperaturen langsam sinken und einstellig werden, haben wir zum ersten Mal die Heizung angeschalten. Zuerst nur im Bad (ein warmer Fliesenboden ist schon was Tolles!), dann auch mal in den anderen Räumen. Der Parkett wird auch sehr schnell warm. Jetzt bei 10-12°C Außentemperatur mussten wir die Heizung wieder runterdrehen, da es sehr schnell über 24°C im Haus hatte.

Die Lüftung ist definitiv ein weiteres Highlight, das wir nicht mehr vermissen möchten. Haben mal testweise unseren alten CO2-Warner aufgebaut. In unserer alten Wohnung (auch Neubau, hohe Wärmedämmung, keine Lüftung) kamen wir nicht selten mehrmals pro Tag über die 2000ppm. Jetzt haben wir eigentlich nie über 800ppm, selbst bei Besuch (also viele „Verbraucher“) und mittlerer Lüftungsstufe. Die Luftfeuchte liegt meistens zwischen 45 und 50% (aktuell noch wenige Pflanzen, kein Aquarium o.Ä.).

Sehr zufrieden sind wir auch mit unserer Fenster-Planung und den Funk-Rollläden. Die Zentral-Steuerung fehlt zwar noch, aber der Komfort-Gewinn ist trotzdem schon sehr hoch. Tagsüber bekommen wir sehr viel Licht. Und das auch über Nordseiten-Fenster, bei denen wir gar nicht damit gerechnet haben. Sonnen-Reflexion via Nachbar-Fassade sei Dank.

So langsam wird es außerdem Zeit, unseren Ofen einzuweihen. Der steht jetzt schon seit knapp 2 Monaten im Wohnzimmer, noch in Folie verpackt. Es war bisher einfach noch zu warm für 4h Einbrennen. Holz haben wir aber schon besorgt – und von unseren Nachbarn bekommen, vielen Dank 🙂

An unserer „Feldrandlage“ schätzen wir sehr die nächtliche Ruhe. Außerdem hat man direkt die Natur vor der Nase. So können wir z.B. beim Frühstücken einen Rotmilan beobachten, den Fernblick von unserem Schlafzimmer aus genießen und Spaziergänge/Joggen sind natürlich auch prima.

Die Kinder können direkt vor dem Haus spielen und man kann auch mal mit den Nachbarn ringsum spontan Bänke aufbauen und zusammen die Herbstsonne genießen.

Rechtzeitig zu den kälteren Temperaturen wurde außerdem unsere Sockeldämmung angebracht und hoffentlich bald verputzt und gestrichen. Danach steht dann auch schon der Landschafts-Bauer in den Startlöchern, um die Einfahrt/Eingang zu pflastern und den Garten schonmal grob zu modellieren (Hangbefestigung und Terrassenaufschüttung). Hoffentlich klappt das noch vor dem Wintereinbruch, dann wären wir erstmal mit dem Gröbsten dieses Jahr durch.

Bemusterung – Zweiter Teil

Zwei Wochen sind jetzt seit der Bemusterung vergangen und wir sind auch schon in der dritten Runde beim Bemusterungsprotokoll.

Wie versprochen haben wir die erste Version schon nach einer Woche von Schwörer erhalten: 60 Seiten mit allen Details der Bemusterung, Hinweise, und natürlich auch die Gutschriften/Aufpreisen zum Original-Vertrag. Entsprechend braucht man natürlich Zeit, alles Punkt für Punkt durchzugehen und zu prüfen. Natürlich gibt es hier und da etwas zu korrigieren, außerdem hatten wir auch mehr bemustert, um uns später noch entscheiden zu können. Wir haben großen Respekt vor unserem Ausstattungsberater, der unsere Änderungswünsche geduldig entgegen genommen und wirklich alle Punkte in der nächsten Version vollständig berücksichtigt hat! Was nicht zu 100% klar war, wurde per Anruf geklärt – besser kann es nicht laufen!

Nachdem inzwischen auch unsere DHH-Nachbarn ihren Bemusterungstermin hinter sich gebracht haben (auch SchwörerHaus), konnten wir uns auch recht schnell auf einheitliche Dachziegel und Fassadenfarbe/Putztechnik einigen – auch wenn das natürlich wieder einen (überschaubaren) Aufpreis bedeutet hat, z.B. für engobierte Dachziegel in Weinrot oder einen feineren Reibeputz (den wir wohl aber sowieso genommen hätten).

Das Fliesen-Thema hat uns nach der Bemusterung immer noch nicht logsglassen, also haben wir uns nochmal ausführlich im lokalen Fliesenstudio umgeschaut, haben neue Muster besorgt und daraufhin ein paar Änderungen in der Bemusterung vornehmen lassen: die Bodenfliesen in der Küche beschaffen und verlegen wir jetzt doch selbst, da der Aufpreis sonst zu hoch geworden wäre (teure Fliese in großem Format bedeutet auch einen höheren Verlegepreis). Im Bad sind wir auf andere Boden- und Wandfliesen umgeschwenkt, lassen aber alles von Schwörer ausführen (außer Waschtisch+Armatur und Zubehör).

Beim Thema Ofen gab’s jetzt auch eine letzte Änderung: die Zuluft holen wir jetzt doch nicht über die Kellerdecke/Kelleraußenwand, sondern über die Wohnzimmerwand. Das wird dann auch von Schwörer eingebaut und wir sind mit dem Aufstellen des Ofens flexibler, da wir kein Loch mehr in der Kellerdecke haben.

Nachdem das auch vom Schornsteinfeger abgesegnet wurde, haben wir den Ofen gleich bestellt und freuen uns, wieder einen Punkt abgehakt zu haben. Zudem gab’s einen überzeugenden Messe-Rabatt und zwei Freikarten für die Inventa – so gab’s den Ofen inklusive doppelwandigem Ofenrohr, Lieferung, Montage und Zubehör für einen Preis, den wir bisher nur für den Ofen selbst kalkuliert haben. So darf’s gerne weitergehen 🙂

Vielen Dank an den Outletstore Kaminöfen in Karlsruhe!

Von der Treppe haben wir mittlerweile auch die Detailpläne und 3D Ansichten bekommen, so dass wir sie millimetergenau in SketchUp nachbauen und in unser Hausmodell einsetzen konnten (Trittstufen in Wildeiche, Setzstufen lassen wir weg und machen sie bei der KG/EG Treppe später selbst).

Da wir später evtl. noch eine Schiebetür für die Treppe einbauen möchten, ist uns dann auch gleich noch aufgefallen, dass die Treppe zu weit in den Raum ragt und somit die Deckenöffnung korrigiert werden muss. Sobald das geändert ist, sind dann auch die Dehnungsfuge im Parkett und das Anschlussprofil zur Treppe auf gleicher Höhe.

Inzwischen ist das Bemusterungsprotokoll also so gut wie bereit für die Unterschrift. Und damit steht dann auch unser Gesamtpreis für Haus und Keller fest und wir können die Finanzierungsbestätigung für den Restpreis (Hauspreis minus Kellerpreis minus Anzahlung) an unsere Bank zur Unterschrift weiterreichen.

Der Aufpreis zum Werkvertrag, der in unserem Fall bei ziemlich genau 10% liegt, kam jetzt im Wesentlichen durch den Keller (weiße Wanne) und die Fenster zustande: mehr Fensterfläche insgesamt und die Rahmen in Holz statt Kunststoff. Zudem haben wir jetzt doch für alle Rollläden den Elektroantrieb inkl. Funksteuerung (einzeln und in Gruppen, von Somfy) aufgemustert.

Der größte Posten bei den Fenstern waren jedoch die innenliegenden Rollläden für die Fenster im DG. Da wir einen etwas ungünstige Kniestock-Höhe dank Bebauungsplan haben und trotzdem stehend aus den Fenstern schauen möchten, verzichten wir damit auf die Rollläden-Kästen und haben uns für einen im Fensterglas integrierten Rollladen entschieden (Vario Wave von Consafis). Hierbei gehen einem zwar etwa 5cm Fensterglas am oberen Rand verloren, aber verglichen mit einem normalen Rollladenkasten kann man das Fenster deutlich höher setzen:

Der Rest der Mehrkosten verteilt sich auf viele kleinere Posten, die aber in Summe natürlich schnell im höheren vierstelligen Bereich liegen. Das sind z.B. schönere Griffe an den Fenstern und Hauseingangstür, eine Regenwasserklappe in der Regenrinne, eine Verstärkung in der Decke für die Dunstabzugshaube, ein zusätzlicher Balken in der Außenwand für die nachträgliche Befestigung einer Markise, dezentere Auslässe für die Lüftungsanlage, optisch in das Steckdosen/Schalterprogramm integrierte Thermostate, ein moderneres Bedienteil für die Lüftung mit LCD Display, Wasserfilter und Druckminderer, usw.

Letzten Endes haben wir jetzt aber etwas mehr als unsere Wunsch-Ausstattung bemustert. Das war mit unserem vorher gesetzten Limit aber nur möglich, indem wir mehr in Eigenleistung machen werden. In den letzten Tagen haben wir also viele Stunden über unseren Excel-Tabellen für die Zeit- und Materialplanung gesessen. Nur so kann man die Kosten in etwa im Blick behalten und abschätzen, wie viel Zeit man für den Innenausbau so rechnen muss.

Zusammenfassend beschreibt dieses Foto unseren Gemütszustand nach der Bemusterung jedenfalls am besten (im Musterhaus in Hohenstein, inkl. Zitat):

Diese Woche haben wir außerdem die Terminplanung bei Schwörer kontaktiert: am Plan hat sich bisher nichts geändert, d.h. Schwörer rechnet damit, dass das Baustellengespräch gegen Ende Februar stattfindet, der Keller soll gegen Ende März und das Haus dann Ende April / Anfang Mai kommen. Und wir können es kaum noch erwarten, die Vorfreude auf den Baubeginn ist riesig!

Schornsteinfeger & Ofenplanung

Diese Woche hatten wir außerdem das Vorgespräch mit unserem zuständigen Schornsteinfeger – direkt auf dem Grundstück. Neben den gesetzlichen Auflagen hat er uns einige Tips zum Ofen/Kamin gegeben. Wir hatten uns schon letztes Jahr für den Emotion S von Skantherm entschieden, insbesondere nachdem wir ihn live in einer Austellung sehen konnten:

Die Verbrennungszuluft wird hierbei über die Kellerdecke/Außenwand geholt. Da wir den Ofen wohl nicht über Schwörer einbauen lassen können (unser Wunschmodell hat Schwörer leider nicht im Programm), müssen wir uns auch selbst um die Abdichtung der Kernbohrung im Keller und den Lichtschacht kümmern. Wir werden hier eine Wanddurchführung mit Doppelklappe und thermischer Entkopplung besorgen und selbst einbauen.

Wer also sein Schwörer/Fertig-Haus mit einem (raumluftunabhängigen) Ofen und Lüftungsanlage plant, der sollte trotz externer Verbrennungsluftzufuhr den Unterdruckwächter (bei uns LEDA LUC) bemustern. Bei uns ist er jedenfalls Pflicht.

Der Boden-Bereich um den Ofen sollte zur Seite mindestens 30cm und nach vorne (ab Glasplatte) mindestens 50cm feuerfest sein, muss also entweder mit einer Metall/Glas-Platte abgedeckt werden oder z.B. aus Fliesen bestehen.
Da wir im Wohnzimmer Parkett verlegen werden und uns die Platten nicht wirklich gefallen, werden wir wohl Fliesen verlegen. Dann gibt’s auch keine Stolperkante und die Fliesen sind auch einfacher zu reinigen.

Außerdem sollte man berücksichtigen, dass um den Ofen auch noch nach Vorne, zur Seite und nach Hinten Mindestabstände zu brennbaren Materialien eingehalten werden müssen (Wände, Sofa, Gardinen, …). Diese Abstände stehen im Datenblatt des Ofens und des Ofenrohrs. Bei uns muss damit der Ofen ca. 20cm vor der Wand aufgestellt werden und auch das (doppelwandige) Ofenrohr muss mit einem Mindestabstand von ca. 30cm zur Decke nach Draußen geführt werden. Das Ofenrohr sollte auch als Heizkörper verstanden werden. Je länger das also im Innenraum ist, desto mehr Wärme wird abgegeben.