DIY: Nachträglich Fliesen im Heizraum verlegt

Knapp zwei Jahre nach Einzug ist inzwischen die letzte Baustelle im Haus durch!

Fliesen fertig verfugt noch ohne Silikonfuge

Wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir das Thema Fliesen im Heizraum überhaupt noch angehen wollen, aber als ich gesehen habe, dass meine Kellerfliesen wohl nicht mehr hergestellt werden und nur ein Hagebaumarkt in der Pfalz noch einen Restbestand hat, habe ich spontan die Fliesen reserviert und dann im Drive-In mit dem Auto abgeholt. So schnell habe ich noch nie im Baumarkt eingekauft! Einfach alles in den Kofferraum packen und dann an der Ausfahrt bezahlen.

Hagebau DriveIn

Daheim angekommen ging’s auch direkt los mit dem Grundieren (Tiefengrund), Detail-Verlegeplan und Anzeichnen der Fliesen-Hauptachsen.

Meine Befürchtung, dass der Estrich im Heizraum nicht ganz so eben ist wie in den anderen Kellerräumen, hat sich leider bestätigt. Da es aber „nur“ der Heizraum ist, habe ich auf die Ausgleichsmasse verzichtet und auf eine gröbere Zahnung (8mm) und guten PCI Nanolight Flexkleber gesetzt. Hat prima funktioniert!

Eine Herausforderung waren aber dann die Übergänge zwischen Estrich und den Betonsockeln, auf denen die Wärmepumpe und der Warmwasser-Speicher stehen. Da der Estrich nicht von Schwörer eingebracht wurde, hat Schwörer die beiden Geräte auf Waschbeton-Platten gestellt – direkt auf die unebene Bodenplatte. Ergo gab’s Höhenunterschiede an der Fuge von +/- 5mm.

Um die Fliesen an diesen Stellen zu entkoppeln und die Höhenunterschiede auszugleichen, habe ich mit Fliesenkleber großflächig eine Rampe gespachtelt und ein Dehnungsfugenprofil rund um die beiden Sockel eingebaut. Um auch bei den Dehnungsprofilen ein durchgängiges Fliesenmuster zu bekommen, habe ich etwas mehr Zuschneide-Arbeit in Kauf genommen. Direkt unter der Wärmepumpe habe ich aber nicht mehr gefliest, soviel Aufwand wollte ich dann doch nicht im Heizraum treiben 😉

Der Estrichbauer hatte außerdem eine Bewegungsfuge zwischen den beiden Sockeln und den Wänden angelegt, natürlich weder parallel zu den Wänden noch gerade, sondern schief und quer durch den Raum. Da Temperatur und Luftfeuchte im Heizraum bisher sehr konstant waren, habe ich diese Fuge nicht in die Fliesenschicht übernommen, sondern vertraue auf den Flexkleber. Mal schauen, was die Langzeiterfahrung hier bringen wird. Noch bin ich aber zuversichtlich…

Da es für die Fliesen leider keinen fertigen Fliesensockel mehr gab, habe ich diesen aus normalen Fliesen selbst geschnitten – mal wieder mit der Flex + Absaughaube + Führungsschiene. Da die Fliesen komplett durchgefärbt sind und die Schnitte sehr gleichmäßig und sauber sind, fällt das überhaupt nicht auf und sieht auf jeden Fall besser als ohne Sockel aus. Zudem war die zusätzliche Zeit im Keller recht angenehm, da es draußen mit über 38°C mir einfach zu heiß für Gartenarbeit oder Freibad war 🙂

Bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hätte nicht gedacht, dass der Fliesenboden trotz hügeligem Estrich so eben geworden ist. Aber bin auch ein bisschen wehmütig, dass der Innenausbau jetzt komplett fertig ist. Jetzt geht’s also wieder im Garten weiter…

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Zwischenbericht und Wohngefühl

Immer wieder erreichen uns Mails von künftigen Bauherren, die sich nach dem Wohngefühl in einem Schwörer-Haus erkunden möchten.

Nach rund zwei Monaten Wohnen möchten wir also hier mal ein Update geben.

Die meisten Eigenleistungen im Haus sind inzwischen fertig, hier und da fehlen nur noch Kleinigkeiten. Und die summieren sich natürlich immer noch ganz schön, so dass uns eigentlich nie langweilig wird.

Das „Ferienhaus“-Gefühl ist mittlerweile komplett dem Alltag gewichen. Aber wir genießen nach wie vor die vielen kleinen aber auch großen Vorzüge unseres neuen Hauses.

Jeder hat seine „Lieblingsecke“ gefunden und die Einrichtung wächst Stück für Stück und wir können uns um die schönen Dinge kümmern (Möbel, Lampen, Dekoration, …).

Jetzt, wo die Temperaturen langsam sinken und einstellig werden, haben wir zum ersten Mal die Heizung angeschalten. Zuerst nur im Bad (ein warmer Fliesenboden ist schon was Tolles!), dann auch mal in den anderen Räumen. Der Parkett wird auch sehr schnell warm. Jetzt bei 10-12°C Außentemperatur mussten wir die Heizung wieder runterdrehen, da es sehr schnell über 24°C im Haus hatte.

Die Lüftung ist definitiv ein weiteres Highlight, das wir nicht mehr vermissen möchten. Haben mal testweise unseren alten CO2-Warner aufgebaut. In unserer alten Wohnung (auch Neubau, hohe Wärmedämmung, keine Lüftung) kamen wir nicht selten mehrmals pro Tag über die 2000ppm. Jetzt haben wir eigentlich nie über 800ppm, selbst bei Besuch (also viele „Verbraucher“) und mittlerer Lüftungsstufe. Die Luftfeuchte liegt meistens zwischen 45 und 50% (aktuell noch wenige Pflanzen, kein Aquarium o.Ä.).

Sehr zufrieden sind wir auch mit unserer Fenster-Planung und den Funk-Rollläden. Die Zentral-Steuerung fehlt zwar noch, aber der Komfort-Gewinn ist trotzdem schon sehr hoch. Tagsüber bekommen wir sehr viel Licht. Und das auch über Nordseiten-Fenster, bei denen wir gar nicht damit gerechnet haben. Sonnen-Reflexion via Nachbar-Fassade sei Dank.

So langsam wird es außerdem Zeit, unseren Ofen einzuweihen. Der steht jetzt schon seit knapp 2 Monaten im Wohnzimmer, noch in Folie verpackt. Es war bisher einfach noch zu warm für 4h Einbrennen. Holz haben wir aber schon besorgt – und von unseren Nachbarn bekommen, vielen Dank 🙂

An unserer „Feldrandlage“ schätzen wir sehr die nächtliche Ruhe. Außerdem hat man direkt die Natur vor der Nase. So können wir z.B. beim Frühstücken einen Rotmilan beobachten, den Fernblick von unserem Schlafzimmer aus genießen und Spaziergänge/Joggen sind natürlich auch prima.

Die Kinder können direkt vor dem Haus spielen und man kann auch mal mit den Nachbarn ringsum spontan Bänke aufbauen und zusammen die Herbstsonne genießen.

Rechtzeitig zu den kälteren Temperaturen wurde außerdem unsere Sockeldämmung angebracht und hoffentlich bald verputzt und gestrichen. Danach steht dann auch schon der Landschafts-Bauer in den Startlöchern, um die Einfahrt/Eingang zu pflastern und den Garten schonmal grob zu modellieren (Hangbefestigung und Terrassenaufschüttung). Hoffentlich klappt das noch vor dem Wintereinbruch, dann wären wir erstmal mit dem Gröbsten dieses Jahr durch.

Innentüren eingebaut – Holz- und Betonwände

Eine Innentür einzubauen ist eigentlich keine große Sache, zumindest wenn die Wandöffnung der DIN entspricht und man die Zarge einfach mit Montageschaum einbauen kann.

Bei den Holzwänden in EG und DG war das ganze aber etwas aufwändiger, als ursprünglich angenommen. Im Schwörer-Portal und Blog gibt’s ein paar gute Hinweise, wie die Türen eingebaut werden, und vom Bauleiter haben wir auch noch eine umfangfreichere Anleitung bekommen.

Trotzdem habe ich für die erste Tür in etwa 4-5 Stunden gebraucht. Das Ausstemmen der Bandtaschen war jedenfalls schnell erledigt. Zuerst habe ich dazu die beiden Stellen von der Zarge auf die Wand übertragen und mit dem Stechbeitel ca. 2.5cm tief den Holzbalken ausgestemmt. Anschließend noch mit der Stichsäge die Holzwerkstoffplatte eingeschnitten.

Dabei hat sich dann rausgestellt, dass die Türöffnung (Höhe) zu klein für die Zarge ist. Der Balken (siehe Foto) hatte immer die richtige Höhe, die Holzwerkstoffplatte und Rigipsplatte standen aber teilweise ca. 4-5cm über, so dass hier die Stichsäge ran musste (bei jeder Tür). Teilweise musste ich bis zu 3cm wegschneiden und hatte dann auch noch ziemlich viele Klammern im Weg (Rigips auf Holzplatte), so dass ich bei 6 Türen das ein oder andere Sägeblatt verheizt habe…

Bei der ersten Tür (Badezimmer) war außerdem der Abstand Tür->Wand zu klein und die Fliesen nicht im Wasser verlegt (der Fliesenleger musste eine 2cm Fuge am Rand überbrücken und hat die unteren 2 Fliesenreihen leicht gekippt eingebaut). So musste ich die Zarge im unteren Bereich zusägen (auch siehe Foto).

Absolute Kaufempfehlung kann ich für das Montageset von Wolfcraft aussprechen. Es hat gerade noch zwischen Türöffnung und Zarge gepasst (1cm Spiel) und ich konnte damit die zusammengebaute Zarge perfekt ausrichten und fixieren. So kann man vor dem Verschrauben/Schäumen das Türblatt einhängen und prüfen, ob alles passt.

Und auch beim Verleimen und Transportieren der Zarge sind die Spanner auch schon vor dem Einbau eine große Hilfe.

Als die Zarge also fertig ausgerichtet war, habe ich die seitlichen Dichtungen gelöst (geht am besten mit einem dünnen Spachtel). Habe links und rechts jeweils 4 SPAX (4.5×60) diagonal unter die Dichtung eingeschossen. Dabei muss man sehr aufpassen, dass der Winkel der Schraube nicht zu flach oder zu steil ist.

Zu flach -> die Schraube ist nicht tief genug im Holzbalken. Zu steil -> es gibt durch den Schraubenkopf eine sichtbare Delle in der Zarge.

Die Drückergarnitur zu montieren war recht einfach. Es ist wichtig, sehr genau beim Bohren/Anzeichnen zu arbeiten. Unbedingt vorsichtig von beiden Seiten bohren, sonst gibt es garantiert Probleme mit dem Drücker/Schloss.

Nach der zweiten Tür ging’s dann recht routiniert weiter, so dass ich pro Zarge & Tür nur noch ca. 2h gebraucht habe (inkl. Ausstemmen/Sägen).

Deutlich einfacher war dann das Einbauen der Kellertüren – dank Betonwände. Hier hatte ich für die 4 Türen knappe 6h gebraucht – wenn man die Trockenzeit des Zargenschaums nicht mitrechnet. Vor dem Schäumen habe ich die Wand und die Zarge innen leicht mit einem Zerstäuber mit Wasser befeuchtet, damit quillt der Schaum besser auf.

Den Karton der Zarge kann man außerdem prima benutzen, um die Zarge vor dem aufquellenden Schaum zu schützen. Der ausgetretene Schaum kann nach dem Trocknen einfach mit einem Cutter abgeschnitten werden, bevor die Zargenbekleidung aufgesteckt wird.

Unebenheiten die Zweite und 12 LED Spots

Leider hat sich beim ausführlichen Prüfen des Trocken-Estrich dann auch im Erdgeschoss herausgestellt, dass es noch einen recht großen Bereich gibt, der mit bis zu 6mm Höhenunterschied alles andere als belagsreif ist (5x1m).

Also recherchiert, was zu tun ist und einen weiteren Besuch beim Hornbach absolviert und zwei Sack selbstnivellierende Ausgleichsmasse à 25kg besorgt. Vorher muss der Trocken-Estrch natürlich noch grundiert werden und gut durchtrocknen.

Über diese Zwangspause haben sich meine Knie doch recht gefreut (trotz Knieschoner gehen 2 Tage Parkett-Verlegen nicht spurlos an den Knien vorbei…) und ich konnte die Trocknungs-Zeit der Grundierung nutzen, um die 9+3 LED Spots mit Hilfe von Maurerschnur zu vermessen, anzuzeichnen und zu bohren.

Bei 11 von 12 Löchern hat das auch super geklappt und die Kabel-Schleife war an der richtigen Stelle zu finden. Nur bei einem war noch eine Holzlatte von der Deckenabhängung im Weg. Da es in der Nähe Nachbar-Latten gibt, die auch die Rigipsplatte tragen, bin ich das Risiko eingegangen und habe ihn durchgesägt:

Sonst aber vollkommen problemlos und einfach machbar. Die benötigte Lichtmenge, Verteilung, Winkel etc. hatten wir vorher sehr genau geplant und verschiedene LEDs und Fassungen ausprobiert. Schlussendlich haben wir uns für den GX53 Sockel* entschieden (230V), der mit einer 7W LED von LE bestückt wird.

Doch zurück zur Ausgleichsmasse: hatte beim ersten Versuch nur 10kg angerührt, was natürlich nicht gereicht hat. Außerdem hatte ich die empfohlene Wassermenge verwendet – obwohl in einigen Rezensionen schon gewarnt wurde, dass die Masse dann nicht optimal verläuft. Das kann ich jetzt auch bestätigen – musste mittels Kelle nachhelfen und habe dann sofort „nass in nass“ die gleiche Menge nochmal mit etwas mehr Wasser angerührt, verteilt, mit der Richtlatte glattgezogen und mit einem Handbesen entlüftet:

Nach einem Tag Trockenzeit hatte ich dann einen schön ebenen Boden. Hat sich also absolut gelohnt! Damit die Ausgleichsmasse noch vollständig trocknen und erhärten kann (2-3 Tage bei sommerlichen Temperaturen), wurden als nächstes die Türen im Obergeschoss eingebaut.

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Parkett im OG und eine Überraschung

Direkt nach dem Küchenaufbau ging es an das Verlegen vom Fertigparkett im Obergeschoss. Wir haben uns für eine leicht weiß geölte Eiche-Landhausdiele entschieden und sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. In Kombination mit einer sehr guten Trittschalldämmung für Fußbodenheizung (Haro Silent Energy DS) war es kein Hexenwerk, das gesamte Obergeschoss (3 Zimmer und Flur) in etwa 2 Tagen zu verlegen. Je verwinkelter der Raum, d.h. je mehr Dielen man zurechtsägen muss, desto länger dauert das ganze. Hatte mir zum Glück vorher einen Plan gemacht, so dass der Fugenverlauf zwischen Flur und den Türen einheitlich ist. Dazu muss man speziell beachten, dass man meistens nicht mit einer ganzen Dielenbreite im Raum beginnen kann.

Hatte mir noch von Metabo eine Kappsäge besorgt, die war wirklich jeden Cent wert. Das Ablängen geht deutlich schneller und sauberer als mit der Stichsäge.

Die Vorbereitung der Räume (unsere Maler haben doch recht viel Spachtel und Farbkleckse hinterlassen) und das Auslegen und Verkleben der Trittschalldämmung dauerte bei mir länger als das eigentliche Verlegen.

Beim Parkett gibt es nur wenige Dinge zu beachten: es muss genügend Abstand zu festen Bauteilen gelassen werden (ca.10 mm), der Dielenversatz muss mindestens 30cm sein und Reststücke kürzer als 30cm sollten nicht verwendet werden.

Schmale Dielen (z.B. beim Raum-Anfang oder Ende) habe ich außerdem mit der Nachbar-Reihe verleimt.

Dank wildem Verband (der in Echt lange nicht so stark auffällt wie auf meinen Zeichnungen/Plänen) ist außerdem der Verschnitt minimal. Ab und an musste ich eine Diele aussortieren, da die Oberfläche zu rauh oder beschädigt war, aber das waren auf 40 Pakete vielleicht 2-3 Stück.

Nicht zu unterschätzen ist auch das Thema Dehnungsfugen und Übergangs-/Abschlussleisten. Da die Profile leider nicht rechtzeitig gekommen sind, musste ich mich an den Profil-Zeichnungen orientieren, um genügend Abstand zwischen den Räumen/Dielen zu lassen. Die Montage im Nachhinein hat dann auch ganz gut geklappt. Wegen der Aufbauhöhe (14.5mm) habe ich mich für die Profi-Tec Master von Prinz entschieden (Edelstahl poliert), mit dem höheren Basis-Profil. Das Basis-Profil wird dabei mit dem Untergrund verschraubt oder geklebt, und das Deko-Profil geclipst, also ohne sichtbaren Schraubköpfe. Sieht sehr edel aus und passt farblich perfekt zum Parkett.

Nachdem die ersten beiden Räume fertig verlegt waren, gab’s dann doch leider noch eine Überraschung: 3-4 Dielen bewegen sich beim Drüberlaufen.

In der Verlege-Anleitungen ist angegeben, dass Unebenheiten bis 3mm (auf 2m Länge) erlaubt sind. In dem Raum gab’s die auch (trotz Ausgleichsmasse von Schwörer), da die Fugen der Beton-Fertigteile leider nicht besonders sauber ausgeführt wurden.

Hatte also einfach darüber verlegt und gehofft, dass sich das Wippen beim Gehen nach ein paar Tagen bessert.

Da das aber leider nicht der Fall war (und die Zeit knapp, unser Bauleiter in Urlaub und der Trupp nebenan schon abgezogen), habe ich den spontanen Entschluss gefasst: der Boden muss nochmal raus.

Gesagt, getan. Dank Klick-System (und nur wenigen Verleimungen) war das Parkett schnell wieder draußen. Die Trittschalldämmung habe ich einfach wie einen Teppich zur Seite hin aufgerollt. Nach genauer Prüfung mit Wasserwaage und Richtlatte und einer einzelnen Diele war dann auch schnell das Problem gefunden. Die Ursache für das Wippen waren nicht die grob verspachtelten Fugen (ca. 3mm Unebenheiten), sondern die Ausgleichsmasse!

Weder der Trupp noch ich hatten bemerkt, dass das kleine Beton-Teil vor dem bodentiefen Fenster nach oben gedrückt wurde. D.h. mit der Ausgleichsmasse wurde eine Steigung zum Fenster hin eingebaut. Die ist mir vor dem Verlegen nicht aufgefallen. Und das auf eine Länge von ca. 1m. Da die Dielen aber 2m lang sind, gab es also einen Hohlraum vor dem Fenster, der beim Betreten für die Bewegung der Dielen gesorgt hat.

Also: Flex mit Diamant-Scheibe geschnappt und das kurze Beton-Teil vor dem Fenster ca. 2-3mm runtergeschliffen. Anschließend mit dem Schwingschleifer geglättet und gleich noch alle Beton-Fugen eben geschliffen.

Das war nicht nur sehr anstrengend, sondern hat auch unglaubliche Mengen an Staub verursacht! Ohne Augen- & Atemschutz ist das nicht machbar. Innerhalb Sekunden ist der ganze Raum vernebelt, so dass ich immer wieder Pausen zum Lüften und Staubsaugen machen musste.

Im ersten Moment war das natürlich sehr ärgerlich, aber Schwörer hat sich hier kulant gezeigt. Und ich bin sehr froh, dass ich das noch repariert habe. Klar, man könnte wohl damit leben, dafür würde man sich jedes Mal beim Drüberlaufen ärgern.

Also lieber den Untergrund vor dem Verlegen sehr genau prüfen – das hätte mir wohl einen halben Tag Aufwand erspart.

Wie wichtig das Prüfen ist, wird sich auch noch im Erdgeschoss zeigen. Fortsetzung folgt 😉

Hausübergabe

Die Hausübergabe hat sich als recht unspektakulär herausgestellt, dauerte aber trotzdem (mit ein paar kleinen Unterbrechungen) knappe 4 Stunden, bis Haus & Keller von innen und außen komplett besichtigt waren. Hierbei wurden auch viele (technische) Details erklärt und unser Bauleiter hat alle unsere Fragen geduldig beantwortet.

Hier und da gab’s kleine Mängel, die festgehalten wurden und noch später entweder vom Bautrupp nebenan (DHH) oder vom Kundendienst behoben werden. Etwas Verzögerung gab es noch durch die Malerarbeiten (Keller/Eingangsbereich).

Ein paar Gutschriften werden wir noch bekommen, z.B. für die Lichtschacht-Aufsätze, die wir nicht benötigt haben und die somit an Schwörer zurück gehen.

Recht kurzfristig vor der Übergabe musste auch noch eine Unebenheit im Obergeschoss  ausgebessert werden, da gab’s eine ca. 1 x 1m große Delle im Beton-Boden (Fertigteil). Hier wurden einfach die ca. 3mm mit einem Fließspachtel ausgeglichen.

Alles in allem sind wir äußerst zufrieden, unser Bautrupp hat uns ein tolles Haus gestellt, bisher gab es wirklich nur Kleinigkeiten zu bemängeln, wie z.B. die Tapezier- & Malerarbeiten. Der erste Maler-Trupp hatte sehr viel Tempo gemacht, um das Pensum noch rechtzeitig zu schaffen, dafür gab’s dann jetzt relativ viel auszubessern (um die Schalter herum wurde nicht sauber gearbeitet, an der Treppe musste die Tapete nochmal komplett neu gemacht werden, etc.).

Nach der Unterschrift unter dem Protokoll sind wir jetzt also tatsächlich Hausbesitzer (aka Eigenheim-Spießer) 🙂

Woche 6 bis Woche 8

Die Zeit vergeht wie im Flug – nach etwas mehr als 8 Wochen Innenausbau haben wir unseren fleißigen und sympathischen Montagetrupp verabschiedet und haben unsere endgültigen Schlüssel erhalten.

Auf diesem Weg nochmals vielen, vielen Dank für eure gigantische Leistung und super Arbeit!
Obwohl doch einige Feiertage dazwischen kamen und unser Trupp zwischendurch sogar auf einer anderen Baustelle aushelfen musste, konnte der Innenausbau fast vollständig in der angepeilten Zeit durchgezogen werden.

Auch wenn der Trupp jetzt abgezogen ist, müssen ein paar Dinge noch geregelt werden: so konnten die Maler z.B. nicht den Eingangsbereich fertig tapezieren und streichen, und für das Bad wurden nicht genügend Wandfliesen geliefert. Also müssen die Maler und der Fliesenleger nochmal anrücken, und die Hausübergabe verzögert sich daher leider.

Außerdem gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die noch behoben werden müssen. Z.B. haben wir die falschen Raumthermostate eingebaut bekommen (normal statt in der Steckdosen/Schalter-Serie), in den Fensterrahmen und der Treppenwange sind ein paar Macken und die Maler müssen noch die ein oder andere Stelle ausbessern. Schließlich fehlt auch noch unser Treppengeländer im OG.

Hoffentlich wird das alles bald erledigt, dann kann endlich die offizielle Hausübergabe stattfinden.

Toll fanden wir, dass unser Trupp auf viele Details geachtet hat und mit uns sehr oft Rücksprache gehalten hat, sobald es fragen zur Ausführung gab, sei es bei der Platzierung des Außenwasserhahns, der Positionen der Wannen- und Duschbrause, Lampen, etc.

Wir waren die Zeit auch noch mit Organisieren und den gefühlt endlosen Paket-Lieferungen und Speditions-Terminen beschäftigt. Kurz bevor das Gerüst abgebaut wurde, haben wir außerdem noch schnell alle Fenster von außen und innen gereinigt (Kärcher Fenstersauger, sehr empfehlenswert!).

Die letzten Tage wurde es etwas hecktisch, aber am Tag der Abreise gab’s noch eine Einweisung in die Haustechnik (Wärmepumpe durch Firma Buderus, Lüftung/WGT, …) und unser Bauleiter hat den BlowerDoor-Test durchgeführt. Da ich gerade zufällig vor Ort war, konnte ich zuschauen und mich über das sehr gute Ergebnis freuen (0.6), das offizielle Protokoll bekommen wir noch zugeschickt.

Neben dem üblichen Papierkram haben wir auch noch alle nötigen Unterlagen für den Schornsteinfeger bekommen, die für die Abnahme von Ofen und Kamin benötigt werden.

Jetzt, da wir das Haus also (fast) für uns haben, können wir Vollgas bei unseren Eigenleistungen geben.

Als erste Aktion haben wir mit dem Spachteln und Tapezieren einer Wohnzimmerwand begonnen. Die haben wir bei Schwörer rausgenommen, um sie mit Renoviervlies (statt Rauhfaster) zu tapzieren – was sich bei 32°C im Haus als nicht die beste Idee rausgestellt hat 😉 Der Kleister war schneller trocken, als wir die Tapete an die Wand bringen konnten. So mussten wir am nächsten Tag nochmal die Ränder und ein paar kleinere Blasen mit Kleister in einem weiteren Arbeitsgang unterspritzen. Jetzt sieht das Ergebnis aber gut aus, kleinere Spalte zwischen den Tapetenbahnen haben wir zugespachtelt und weiß gestrichen, bevor dann später eine Kreidefarbe drauf kommt (von VIA).

Am heißesten Tag der Woche haben wir außerdem unsere Fliesen abeholgt: 20m² 60x60cm Beton-Fliesen für den Küchenboden, um den Ofen und für die Gästetoilette (Boden+Vorsatzwand), sowie 5m² 30x8cm Wandfliesen (FAP Boston) in der Gästetoilette.

Wir konnten es natürlich nicht lassen, gleich mal ein paar Fliesen auszulegen, um die Optik und das Verlegemuster vor Ort zu testen. Die Bodenfliesen sind jedenfalls der nächste größere Punkte auf der Eigenleistungs-ToDo-Liste…

Da jetzt aber endlich die Lüftungsanlage und die Funk-Rollläden fertig installiert sind, ist das Klima im Haus deutlich besser – nur noch ca. 25° bei 36°C Außentemperatur.

Die VarioWave verdunkeln jedenfalls überraschend gut, hier hatten nach der Bemusterung ein bisschen Bedenken.