Rasenmäh-Roboter Gardena Sileno City

Leider ist mir beim letzten Mähen doch tatsächlich mein Einhell Akku-Rasenmäher* kaputt gegangen. Was ich aber auch irgendwie erwartet habe, da ich ihn die letzten 2 Jahre nicht gerade „sachgemäß“ mit Samthandschuhen angefasst habe, sondern auch die Wiese = Hoppelpiste hinter unserem Garten mitgemäht habe. Da kommt Plastik schnell an seine Grenzen.

Rasenmäher - Plastikteil zur Höhenverstellung der Hinterachse gebrochen

Das war jetzt aber auch wiederum die ideale Gelegenheit, um auf einen Mähroboter umzusteigen, da ein neuer Akku-Mäher mittlerweile kaum günstiger ist und ein Benziner für mich nicht in Frage kommt. Gesagt, getan, und direkt einen Gardena Sileno City* bestellt 😀

Die Installation ist wirklich kinderleicht und nach knapp 2h Kabel Verlegen, Einrichten der Mähzeiten und Laden des Akkus zieht er auch schon seine Runden durch den Garten. Zufälligerweise war auch schon eine freie Steckdose in der entsprechenden Ecke der Gartenhütte verfügbar. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… 😉

Gardena Sileno Smart

Die Begrenzungs und Leitkabel habe ich einfach auf dem Rasen verlegt und mit den mitgelieferten Ankern eingeschlagen. Da ich den Rasen noch vorher auf 25mm geschnitten hatte, sollten die bald unsichtbar überwachsen sein. Den Roboter habe ich auf 40mm Schnitthöhe eingestellt. Da das Begrenzungs-Kabel nicht eingegraben ist, kann ich in den nächsten Tagen noch kleinere Korrekturen vornehmen, wenn nötig.

Das Niederspannungskabel zur Ladestation, das momentan noch lose auf dem Rasen liegt, muss ich aber noch vernünftig in den Rasen eingraben. Die Stelle erreicht der Mähroboter ja nicht (wie man sieht, ist der Streifen mit 40-50cm für den Roboter zu schmal zum Durchfahren.).

Der neue Gardena Sileno City ist jedenfalls sehr schön unauffällig leise und macht auch sonst einen guten Eindruck beim Mähen nach dem Zufallsprinzip. Mal schauen, was die Langzeiterfahrung so bringen wird.

Leider ist unsere Rasenform nicht ideal für den Einsatz eines Mähroboters, da z.B. unser Rasen-Korridor hinter der Gartenhütte zu schmal ist und wir an manchen Stellen nur eine Metallrasenkante als Beetbegrenzung haben. Dort kann der Roboter also nicht bis an den Rand mähen, da er diese nicht überfahren sollte (sonst könnten die Messer beschädigt werden oder er könnte im Rindenmulch dahinter stecken bleiben).

Außerdem sind unsere Granitsteine am Rand nicht sonderlich eben. Hier wäre eine Rasenmähkante aus flachen Steinen ideal. Da ich aber an den Stellen auch schon öfter mit dem Rasenkantentrimmer nachhelfen musste, stört mich das also nicht sonderlich.

Eventuell ersetze ich den schmalen Streifen Rasen hinter der Gartenhütte noch durch Granit-Splitt, aber das eilt zum Glück ja nicht.

Direkt nachdem ich den Roboter installiert hatte, ging’s dann aber an die Reperatur des alten Mähers, da ich ihn ja noch für die Wiese hinter unserem Grundstück benutzen will.

Ich hätte zwar noch wenige Wochen Garantie gehabt, aber da man dem Mäher deutlich ansieht, dass er recht hart rangenommen wurde, wollte ich mir den Aufwand mit Einschicken und dann eventuell eine Garantie-Absage/Reperatur-Rechnung ersparen.

Da ich noch Metallblech in der Stärke 1mm übrig hatte, habe ich daraus 5 gleich große Stücke geschnitten, die ich in den 5mm dicken Spalt zwischen den beiden gebrochenen Plastikschienen geschoben habe. Zuerst habe ich durch das Plastik gebohrt und dann im Bohrständer durch die einzelnen Bleche, so dass dann beide Seiten mit jeweils 2 Maschinen-Schrauben verbunden wurden. Dann noch den Überstand der Bleche nach dem Verschrauben grob abgeflext und mit der Feile entgratet. Eine (einfachere?) Alternative wäre das Fixieren der Achse gewesen, aber so habe ich noch eine funktionierende Schnitthöhen-Einstellung.

Das Ganze macht einen recht stabilen Eindruck und hat auch schon den ersten härteren Einsatz auf der Wiese überstanden. Mal schauen, wie lang das jetzt so halten wird…

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Gartenbewässerung mit Zisterne – Frühjahrsputz und Upgrade

Mit den steigenden Temperaturen und wenig Regen in den letzten Tagen war’s also wieder an der Zeit, die Gartenbewässerung aus dem Winterschlaf zu holen.

Bin das Risiko eingegangen, die Tauchdruckpumpe* nicht aus der Zisterne über den Winter zu holen, sondern musste nur die Hunter-Kreisregner (MP Rotator* in Hunter Pro Spray 04*) wieder einsetzen. Hier hatte ich 2/3 der Regner über den Winter entfernt und durch die normalen Aufsatzkappen ersetzt, damit sich das Restwasser beim Gefrieren ausdehnen kann, ohne Rohre/Regner zu beschädigen.

Nachdem der Rückbau der Regner geschafft war, ging’s an die Zisterne selbst, also Einlaufkorb/Sieb sauber machen. Sonst war die Zisterne erfreulich sauber, wenn man mal vom Pollenfilm oben auf dem Wasser absieht.

Nach der Sichtprobe habe ich also die Sicherung wieder eingeschalten und wollte die Tauchdruck-Pumpe wie gewohnt über Domoticz starten. Aber es passierte: nichts.

Also ran an die Fehlersuche. Zuerst habe ich die Stromversorgung über die Gartenhütte/Unterverteiler geprüft, aber hier funktioniert alles tadellos, also muss es wohl oder über an der Pumpe liegen. Hatte sie’s doch nicht über den Winter geschafft? Rechtzeitig nach den 2 Jahren Garantie?

Also nochmal alles stromlos gemacht und die Pumpe nach oben geholt und gewartet. Äußerlich alles super, also wieder rein in die Zisterne und nochmal probiert. Und dieses Mal gehen die Pumpe samt Sprenger an…? Aber dann habe ich mich erinnert, dass der Wasserstandschalter der Pumpe schon früher mal Probleme gemacht. Und tatsächlich, das war der Übeltäter.

Abhilfe schafft eine einfache Konstruktion = Hack aus einem alten Plastik-Pflanztopf, mit dem ich den Schwimmer der Pumpe jetzt dauerhaft nach oben gebunden habe. Da bei mir die Pumpe auch über meinen eigenen Wasserstandssensor mit Ultraschallmodul* automatisch abgeschalten wird, geht das in Ordnung:

Um die Pumpe auszubauen, musste ich diese (umständlich) abschrauben, da sie fest mit dem DN25-Hauptrohr zum Verteiler verbunden war. Dabei war das Rohr auch noch (leicht) abgeknickt und die Pumpe stand schräg in der Zisterne, was natürlich nicht ideal ist.

Also habe ich mir 2m von einen sehr stabilen 1″ Saugschlauch von Hornbach als Meterware besorgt und außerdem noch Schnellkupplungen* mit Schraubanschlüssen* und einen Y-Verteiler, damit ich endlich auch noch die Wasserstockdose im Zisternendeckel anschließen konnte. Bin begeistert, wie leicht sich die Schnellkupplungen verbinden und lösen lassen, und trotz dem hohen Druck der Pumpe absolut dicht sind. Zwischen Pumpe und Schlauch hängt außerdem noch ein Rückschlagventil*, damit das Wasser aus den Schläuchen nicht wieder zurück durch die Pumpe in die Zisterne läuft.

Außerdem steht die Pumpe jetzt schön senkrecht im Pumpensumpf der Zisterne und lässt sich in Zukunft ohne größeren Aufwand zur Wartung oder über den Winter ausbauen.

Die neue Installation mit Y-Verteilung hat jetzt neben den beiden Hauptfunktionen (Wasser aus der Zisterne entweder in die Bewässerung oder in die Wassersteckdose pumpen) auch noch ein nettes neues Feature: ich kann auch über die Wassersteckdose via Wasserhahn in die Gartenbewässerung einspeisen, ohne die Pumpe zu benutzen. Wenn also die Zisterne leer ist (was im Sommer oft vorkommt), muss ich das Wasser nicht erst in die Zisterne laufen lassen und dann per Pumpe in die Bewässerung speisen, sondern kann direkt bewässern. Der Wasserdruck/Menge aus der Steckdose ist natürlich geringer als von der Pumpe, aber die Überdeckung der Kreisregner reicht trotzdem.

Eventuell baue ich trotzdem noch eine (einfachere) Frischwassereinspeisung direkt in das Fallrohr neben dem Außenwasserhahn ein. Damit kann ich die Zisterne für den Sommerurlaub mit Frischwasser komplett füllen, um dann aus der Ferne bewässern zu können, Domoticz mit Raspberry Pi* sei dank 🙂

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Neue Beete angelegt mit automatischer Bewässerung (Raspberry Pi)

Was gibt es Besseres, als seinen Urlaub mit Gartenarbeit zu verbringen? Ok, ein paar Tage Erholung fernab der Heimat haben wir uns auch gegönnt…

In den übrigen Tagen sind wir aber ganz gut voran gekommen:

  • 2 neue Beete angelegt, dazu
  • knapp 40m Rasenkante aus Granit-Pflastersteinen in Beton auf Split verlegt,
  • den Rasen entsprechend 15cm tief abgestochen,
  • 50m Premium-Perlschlauch* in Schlangenlinien um die bestehenden und die
  • vielen neuen großen und kleinen Pflanzen eingegraben (Weigelie, Flieder, Ahorn, Felsenbirne, Eibisch, Sonnenhut, Fetthenne, …) und anschließend
  • alles mit einer guten Schicht Rindenmulch abgedeckt.

Von den Granit-Pflastersteinen (9x9x9cm) habe ich knapp 400 Stück in 4 Fuhren vom Hornbach mit dem Auto besorgt, zusammen mit GaLa-Beton und Pflastersplit. Wenn man die Steine dann 2-3 Tage vor dem Einbau in den Rasen an Ort und Stelle legt, muss man den Verlauf nicht mehr anzeichnen 😉

Zwei Rasensprenger* musste ich außerdem an die Rasenkante versetzen. Da war es nochmal Glück im Unglück, dass ich beim Graben der Pflanzlöcher mit dem Erdlochbohrer doch tatsächlich eine Wasserleitung beschädigt habe, aber das Stück musste ich wegen dem Versetzen der Sprenger sowieso ausbauen.

Hier ein paar Impressionen der Arbeiten und vom Ergebnis:

Zusätzlich dazu kam dann der Raspberry Pi* in der Gartenhütte zum Einsatz. Also wurde die Unterverteilung neben dem FI und den Sicherungen noch um einen 24VAC Trafo* und ein 5VDC Netzteil* für den Raspberry Pi ergänzt. Ja, richtig gelesen, die Hunter Magnetspulen-Ventile* wollen tatsächlich 24V Wechselspannung (wie man an den zwei roten Anschluskabeln auch sehen kann).

Tutorials für GPIO/Releais-Steuerung gibt’s zuhauf im Netz, den Teil spare ich mir hier. Bei konkreten Fragen dürft ihr euch natürlich melden 😉

Über ein 8er Relais-Modul* für 250V kann ich jetzt die Gartenbeleuchtung, die Pumpe als auch die 4 Hunter-Ventile für die Bewässerung steuern. Aktuell habe ich die Sachen noch fliegend im Verteilerkasten verdrahtet, habe aber schon mit Eagle eine I/O Platine samt Spannungsteiler / Pull-Ups entworfen, die ich dann in guter alter DIY Manier selbst ätzen und bestücken werde.

Dann kommt der Raspberry Pi samt Verkabelung und Platinen/Module in ein eigenes Gehäuse und neben der Relais-Steuerung gibt’s dann noch:

Über Domoticz und DynDNS (NoIP) kann ich jetzt von überall aus die Bewässerung steuern, den GPIO Status sehen und später dann auch die Sensoren (Füllstand, Temperatur, …) ablesen und loggen.

Und weil nach all den Aktionen noch Zeit übrig war, habe ich anschließend die Terasse und die Mülltonnenbox gekärchert und anschließend geölt. Für die Mülltonnenbox habe ich jetzt das gleiche Öl wie für die Gartenhütte verwendet und innen die Konstruktion mit Hilfe von zusätzlichen Querstreben noch ein bisschen verstärkt. Vorher war’s noch etwas wackelig, jetzt ist die Box sehr stabil.

Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr noch, unser Beton-Teil der Eingangsüberdachung mit Holz zu verkleiden – natürlich farblich passend zur Mülltonnenbox.

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DIY: Eingangspodest mit integriertem Schuhabstreifer

Die letzen Tage konnte ich mich endlich unserem Hauseingang widmen und habe in guter alter DIY Manier eine Trittstufe vor der Haustür erstellt. Wie man hier schön am Vorher/Nachher-Vergleich sehen kann, wurde das auch allerhöchste Zeit 🙂

Wir wollten unbedingt einen integrierten Schuhabstreifer mit herausnehmbarer, gummierter Einlage haben. Die Optik ist uns sehr wichtig und daher war die Lösung von ACO praktisch alternativlos. Nicht ganz günstig, aber Preis/Leistung sind dank sehr guter Verarbeitung angemessen.

Wir haben uns für die schwere Wanne mit Stahlzarge in 75×50* entschieden und dazu die passende schwarze Gummi-Matte* bestellt.

Für die Einfassung hatte ich mir bei Hornbach die doppelt gefasten Bordsteine besorgt, wir waren dann aber mit der Optik nicht zufrieden und haben kurzerhand den Entschluss gefasst, den Rahmen in Sichtbeton selber zu gießen.

Damit später das Pflaster wieder reinpasst und ich nicht zuviele Steine schneiden muss, haben wir entsprechend die Position des „L“ vermessen und dann wurde auch schon die Schalung gebaut.

Dazu kam erstmal das alte Pflaster raus. Um spätere Puzzle-Spiele zu verkürzen, habe ich es einfach 1:1 ein paar Meter weiter wieder aufgebaut.

Für die Schalung hatte ich praktischerweise noch zwei 25er OSB Platten übrig, die ich mit Schrauben und Metallwinkeln verbunden habe. Die sichtbare Seite habe ich innen noch mit weiß lackierter HDF (3mm) verkleidet und für die Fase eine 14mm Dreiecksleiste angeleimt.

Damit es keine Betonwülste gibt, habe ich alles auf Gehrung gesägt und damit fugenlos verbunden (auch den Übergang zwischen Dreiecksleiste und HDF-Platte). Es gibt einfach nichts über eine gute Tauchsäge* samt Führungsschiene*, damit ging der Schalungsbau trotz der vielen 45°-Gehrungsschnitte keine Stunde.

Damit die beiden Schalungsteile auch überall exakt 6cm voneinander entfernt sind und beim Befüllen und Verdichten nicht auseinanderdriften, habe ich noch 6 Klammern aus Holz gebaut. Sehr praktisch, wie sich herausgestellt hat. Beim Verdichten und Glattstreichen lassen sie sich hin- und herschieben.

Wer noch nie mit Beton gearbeitet hat, sollte nicht unterschätzen, welches Gewicht/Kräfte auf die Schalung später wirken. Daher muss die Schalung unbedingt fest stehen, am besten verkeilt, und sehr stabil gebaut werden.

Nach der ersten Volumen-Berechnung kam heraus, dass ca. 3.5 Säcke Zement benötigt werden (ein 25kg Sack ergibt ca. 13l Beton). Zwecks gleichmäßiger Optik sollte die ganze Menge Zement auf einmal angerührt werden. Von Hand, also mittels Schaufel, ist das praktisch nicht zu bewerkstelligen. Hier hat sich also wieder einmal die Anschaffung eines Rührwerks* sehr gelohnt.

Beim ersten Betonieren hatte ich auf eine Armierung verzichtet, das hat sich später dann als Fehler rausgestellt. Beim Ausschalen ist der Beton leider am Eck komplett durchgerissen.

Also mit dem Vorschlaghammer alles wieder platt gemacht und dann beim zweiten Versuch eine Armierung eingebaut:

Beim Beton habe ich den GaLa-Beton von Hornbach genommen, da er eine feinere Körnung als normaler Trockenbeton hat. Sehr wichtig ist das sehr gründliche Verdichten mittels Holzlatten und das anschließende Vibrieren/Hämmern, um Luftblasen zu minimieren. Nach dem gründlichen Glätten der Oberfläche wurde der noch feuchte Beton mit einer Plastikplane abgedeckt und täglich (bei den warmen Temperaturen) mittels Zerstäuber feuch gehalten und nach 5 Tagen ausgeschalt.

Das Ergebnis gefällt uns sehr gut. Zur besseren Haltbarkeit haben wir den Beton anschließend noch mit Verkieselung imprägniert*.

Innen habe ich dann noch eine Betonschürze angebracht und dann kamen auch schon ca. 15cm Betonrecycling/Mineralgemisch (0-32mm) rein, die ich mit dem Handstampfer gründlich verdichtet habe.

Mit etwas Geduld war dann auch schon bald die Schuhabstreifer-Wanne richtig positioniert und für den Ablauf das Mineralgemisch durch Drainagekies ersetzt worden.

Da die Wanne etwas höher als das Pflaster ist, musste ich die Höhe vom Mineralgemisch dort entsprechend niedriger machen und in Pflastersplit (2-5mm) setzen. Nachdem das alles gepasst hat, wurde der Rest Pflastersplit eingebracht und erstmal grob die Höhe eingestellt.

Schuhabsteifer-Wanne eingebaut

Dann ging’s auch schon mit dem Puzzeln und Zuschneiden weiter. Um saubere Schnitte zu bekommen (und nach einem ersten vermurksten Freihand-Schnitt) habe ich wieder die gleiche Technik wie beim Zuschneiden der Feinsteinfliesen verwendet: 125er Flex* mit Absaughaube* + Industriesauger*, Diamant-Scheibe*. Dank der Absaughaube läßt sich die Flex wunderbar z.B. an einer Wasserwaage entlang führen, die ich mit Einhandzwingen* samt Pflaster-Stein fixiert habe. Und dank Staubsauger ist ein (fast) staubfreies Schneiden möglich.

Das einzige Manko an der Lösung ist die Schnitt-Tiefe von maximal ~28mm. So musste ich die Pflastersteine jeweils von beiden Seiten schneiden und dann an dem verbleibenden 5mm Steg brechen. Ging zwar etwas langsamer, aber dafür sind die Schnitte sauber und schön gerade. In 6h war alles erledigt, d.h. der Pflastersplitt auf die richtige Höhe gebracht und mit Wasserwaage+Kelle abgezogen, die Steine verlegt und mit Gummi-Verlegehammer* festgeklopft, sowie die Fugen mit Sand verfüllt.

Die beiden Fugen seitlich zum Betonteil und hinten zur Hauswand muss ich noch verschließen. Schätzungsweise mache ich das mit einem Kern aus Styropor und grauem Bau-Silikon.

Hier noch ein paar Impressionen vom heutigen Ergebnis.

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Auf den Hund gekommen: Zaun und Hecke

Seit letzten Dezember hat unsere Alarmanlage ein Upgrade bekommen: eine total pfiffige und verspielte Labrador-Podenco-Mischlingshündin aus dem Tierschutz (www.hundepfoten-in-not.de).

Und damit wir sie bei den tollen Temperaturen der letzten Wochen entspannt in den Garten lassen können, war als erstes Outdoor-Projekt dieses Jahr der Zaun samt Hecke dran.

Der Zaun sollte maximal 120cm hoch und möglichst stabil aber trotzdem unauffällig und haltbar sein. Mit den Kriterien gibt es eigentlich kaum eine Alternative zum guten alten Doppelstab-Mattenzaun. Die nur feuerverzinkte Variante ist am Günstigsten, fällt bei Bepflanzung wegen hohem Kontrast aber zu stark auf. Das dafür ideale Grün gefällt uns aber auch nicht so gut, daher blieb nur Anthrazit übrig.

Die Recherche ergab, dass es zwei verschiedene Matten-Konstruktionen gibt: verschweißte, verzinkte Drähte mit Pulverbeschichtung oder verschweißte Drähte, die anschließend tauchbadverzinkt und dann pulverbeschichtet werden. Letztere sollen haltbarer sein, also haben wir diese Variante samt Pfosten, Tor und Zubehör bei mycamas online bestellt.

Davor hatten wir ein Höhenprofil von unseren Grundstücksgrenzen erstellt. Dazu haben wir eine Maurerschnur (stark) gespannt und mit der Schnurwasserwaage ins Wasser gesetzt. Anschließend haben wir von der Schnur Meter für Meter nach unten auf den Boden gemessen und dann mit Adobe Illustrator den Zaunverlauf modelliert. Nach 1-2h war dann auch schon die ideale Verteilung und Höhenverlauf der Matten gefunden und wir haben zusammen mit den Nachbarn das Material für 50m Zaun bestellt.

Zaunverlauf

Da auch noch die ideale Zeit für eine Heckenbepflanzung ist und es im Frühjahr günstige Wurzelware gibt, haben wir auch gleich noch 30 Heckenpflanzen (oval-blättriger Liguster, halb winterhart, 150cm mit jeweils 8 Trieben) online bei Terra Pflanzenhandel bestellt.

Der Liguster kam schon zwei Tage später im Paket bei uns zuhause an, gleichzeitig mit der Speditionslieferung für den Zaun. Eigentlich wollte ich zuerst den Zaun bauen und erst dann die Hecke angehen. Damit die Pflanzen/Wurzeln aber nicht austrocknen, habe ich sie doch vorgezogen und noch am gleichen Tag bei leichtem Regen eingepflanzt.

Der Regen während dem Einpflanzen war zwar für mich nicht das ideale Wetter, aber für die Pflanzen natürlich umso besser. Während die erste Charge Pflanzen in Eimern vorgewässert wurde, habe ich einen 10m langen Pflanzgraben (30cm breit, 40cm tief) entlang der Grundstücksgrenze (Maurerschnur) ausgehoben und schnell noch ein paar Sack Pflanzerde vom Hornbach besorgt.

Den Pflanzgraben habe ich dann im Drittelmix mit Pflanzerde, Humus vom Kompostplatz und mit Aushub gefüllt und mit der Gartenkralle* gut zerkleinert und vermischt.

Die Liguster-Pflanzen habe ich im Abstand von 30cm gesetzt, d.h. pro Pflanze den Abstand zum Vorgänger gemessen, von Hand ein Pflanzloch in die gelockerte Erde gegraben, die Pflanze eingesetzt, mit Erde aufgefüllt, kräftig am Stamm gerüttelt (um Hohlräume an den Wurzeln zu vermeiden) und die Erde um die Pflanze mit Gefühl angedrückt und anschließend vorsichtig mit den Füßen verdichtet.

Die Oberkante des Pflanzgraben habe ich ein bisschen tiefer als das umliegende Niveau gemacht, so kann man sich den Gießrand sparen. Anschließend wurde natürlich kräftig mit Zisternenwasser gegossen (eher geflutet), damit die Erde um die Wurzeln gut eingeschlämmt wird.

Einen Tag später habe ich dann einen kräftigen Rückschnitt auf ca. 80cm Höhe gemacht und auch die unteren Seitentriebe stark eingekürzt. Das tut im ersten Moment zwar weh, aber schon nach 2 Wochen sind die Pflanzen gut angewachsen und fangen an, kräftig Neutriebe und Blätter zu bilden.

Um später noch bequem zwischen der Gartenhütte und Hecke vorbeizukommen (Hütte hat ca. 1.3m Grenzabstand), habe ich die Heckenpflanzen mit einem Abstand von nur 30cm zum geplanten Zaunverlauf gesetzt. Ob das eine gute Idee war, wird sich in den kommenden Jahren dann zeigen. Der empfohlene Abstand ist eher 50cm aufwärts.

Beim Zaun sollte man mit dem Tor anfangen. Hier ist Präzision gefragt, entsprechend viel Zeit sollte man sich beim Ausrichten nehmen. Ich habe erst das Tor zusammengebaut und beide Torpfosten inkl. Tor gleichzeitig aufgestellt und ausgerichtet.

Dazu musste ich erst die Löcher für die Pfosten graben, was wegen der Schicht verdichtetem Betonrecycling um die Wasserschüttbausteine (schwarzwälder Granit) an der Stelle keine leichte Aufgabe war. Aber nach 2-3h war dann alles bereit für’s Betonieren. Gerade bei dem Pfosten, der das Tor trägt, sollte man nicht an Beton sparen.

Für’s Fixieren und Ausrichten ist die Kombination Holzlatten und Pfostenwasserwaage* eine sehr große Hilfe. Die Holzlatten werden zuerst durch die Matten über Kreuz geführt, dann in den Boden gedrückt und anschließend mit der Matte verkeilt. Bei mir ließen sich die Latten dank passender Breite perfekt mit der Matte verkeilen. Ansonsten kann man einfach mit Draht oder Kabelbindern nachhelfen.

Ein Tip für’s Tor: die Schrauben in der Mittelposition fixieren, so hat man zu beiden Seiten noch Spiel, um das Tor später für den Schließmechanismus noch anpassen zu können.

Und falls man das Tor so wie wir an einem leichten Gefälle montieren muss, unbedingt darauf achten, dass man es hoch genug setzt, um es später vollständig öffnen zu können.

Damit ich beim Zaunbau schnell vorankomme, habe ich mir den deutlich teureren Fix-GaLa-Beton gegönnt. Der ist nicht nur anmischfrei (d.h. man kann den Beton direkt im Erdloch mit Wasser anmachen), sondern fängt bereits nach 10min mit dem Abbinden an. Leicht belastbar ist er schon nach 1h, ausgehärtet nach einem Tag.

Die Pfostenlöcher sollten so tief sein, dass der Pfosten auf einer ca. 10cm starken Kiesschicht steht. Um den Pfosten herum sollten mindestens 15cm Beton sein, und die Beton-Höhe sollte mindestens 30cm betragen. Der Beton wird in 10cm Schichten in das Loch gefüllt, mit etwas Wasser begossen („erdfeucht“), mit der Kelle vermischt und mit einer Holzlatte verdichtet. Den Beton oben glattstreichen, bevor er mit dem Abbinden anfängt.

Für eine möglichst leichte Optik habe ich keinen speziellen Eckpfosten verwendet, sondern wollte die Matten biegen. Das ging erstaunlich unkompliziert: zuerst werden an der Biegestelle 3-4cm der zweite Drahtlage innen mit der Flex entfernt. Zum Biegen habe ich zwei Latten mit Zwingen verbunden und die Matte zu zweit gebogen. Dabei steht idealerweise einer auf der Matte, während der Zweite biegt.

Anschließend müssen natürlich die Schnitt- und Biegeflächen (der Lack platzt dort beim Biegen auf) mit Sprühlack wieder versiegelt werden.

Das Einhängen und Ausrichten der folgenden Matten samt Pfosten war dann ein Kinderspiel. Zuerst wird im richtigen Abstand (2.50m) das nächste Loch gegraben. Das geht extrem einfach und schnell mit einem (manuellen) Erdlochbohrer*.

Selbst durch extrem verdichteten Lehm geht der Bohrer wie durch Butter und man braucht keine 5min, um ein 60cm tiefes Loch zu graben. Habe das Loch aber noch mit einer kleinen Schaufel rechteckig ausgestochen und wiederum mit dem Erdlochbohrer die Erde nach oben transportiert.

Anschließend wird der Pfosten provisorisch mit der Matte verbunden und an dem vorigen Pfosten eingehängt. Dank sehr stabiler Fixierung der vorigen Matten mittels Holzlatten und der schnellen Abbindung des Fix-Betons muss man keine Zwangspausen einlegen. Am ersten Arbeitstag waren trotz Tor schon knapp 8m Zaun fertig. Am zweiten Tag kamen dann nochmal weitere 10m inkl. zweiter gebogenen Ecke dazu.

Für einen harmonischen Zaunverlauf am Hang (d.h. möglichst wenige und gleichmäßige Stufen) haben wir unten mit 1.20m Matten begonnen und sind dann in 1.00m Matten übergegangen.

Und damit der Rasen später einfach gemäht werden kann, sprich nicht in den Zaun wächst, habe ich auch hier wieder vorher 30cm breit den Rasen entfernt. Der Graben wird später mit Erde und anschließend mit Rindenmulch gefüllt und mit einer Metallrasenkante oder Rasenmähkante (Steine) zum Rasen hin begrenzt.

Nach insgesamt 3 Tagen waren wir dann mit dem Zaun soweit durch. Das Ergebnis gefällt uns sehr gut. Der Zaun ist unauffälliger geworden, als wir gedacht hatten.

Hier noch ein paar Impressionen vom Zaun und Garten, inkl. Blüte der Kupfer-Felsenbirne:

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Endspurt Außenanlage

Etwa 2 Monate sind seit dem letzten Update vergangen und wir haben trotz Urlaub und einigen Dienstreisen viele Dinge erledigen können, die wir vor ein paar Monaten erst für nächstes Frühjahr angepeilt hatten.

So sieht jetzt nicht nur der Rasen schon sehr gut aus, sondern wir haben auch den Rest der Außenanlage fast fertig gestellt.

Neben dem Rohbau der Gartenhütte (dazu später in einem eigenen Artikel mehr) ist jetzt auch der Bereich vor und neben dem Haus fertig angelegt.

Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1.000 Worte:

Zuerst haben wir etwa 4 Tonnen Wasserschütt-Bausteine (Schwarzwälder Granit) in der Größe 30-50cm benutzt, um den Gartenweg grob einzufassen und das Gefälle neben dem Haus mit 3 Stufen zu entschärfen. Dazu mussten wir die extrem verdichtete Lehm/Kies-Mischung mit dem Pickel aufbrechen, Stein für Stein mit der Wasserwaage setzen und anschließend in Unkrautvlies gesetzt und die Steine der Treppenstufen mit Beton verstärkt.

Dann kam eine ca. 7-10cm starke Schicht aus Beton-Recycling als Untergrund für den Weg drauf und als Oberschicht dann etwa 5cm stark passenden Splitt vom Eingangsbereich unten über den Weg bis hoch vor die Terrasse (auch schwarzwälder Granit in 8-16mm) verteilt. Als Trittstufen vor der Terrasse haben wir flache Wasserbausteine benutzt und natürlich (fast) überall unter dem Splitt Unkrautvlies verlegt.

 

Fortsetzung – Rasen

Wie versprochen mal wieder ein Zwischenstand des Rasens nach weiteren 3 Wochen.

Habe nochmal eine Packung Starter-Dünger von Wolf verteilt und viele Eimer Unkraut gezupft und die Disteln mit einem Unkrautstecher entfernt.

Damit das restliche Unkraut dem Rasen nicht zu viel Licht und Nährstoffe nimmt, habe ich 1-2 mal pro Woche gemäht.

Die kahlen Stellen habe ich immer wieder mal vorsichtig die Oberfläche mit einer Hacke gelockert, direkt nach dem Lockern (1-2 Tage später) sind auch dort dann Grashalme gesprossen.

Im Beet nebenan haben wir Phacelia ausgesät, damit sich da kein Unkraut breit macht und der Boden verbessert wird.

Insgesamt sieht es mittlerweile deutlich besser aus, als befürchtet 🙂