Neue Beete angelegt mit automatischer Bewässerung (Raspberry Pi)

Was gibt es Besseres, als seinen Urlaub mit Gartenarbeit zu verbringen? Ok, ein paar Tage Erholung fernab der Heimat haben wir uns auch gegönnt…

In den übrigen Tagen sind wir aber ganz gut voran gekommen:

  • 2 neue Beete angelegt, dazu
  • knapp 40m Rasenkante aus Granit-Pflastersteinen in Beton auf Split verlegt,
  • den Rasen entsprechend 15cm tief abgestochen,
  • 50m Premium-Perlschlauch* in Schlangenlinien um die bestehenden und die
  • vielen neuen großen und kleinen Pflanzen eingegraben (Weigelie, Flieder, Ahorn, Felsenbirne, Eibisch, Sonnenhut, Fetthenne, …) und anschließend
  • alles mit einer guten Schicht Rindenmulch abgedeckt.

Von den Granit-Pflastersteinen (9x9x9cm) habe ich knapp 400 Stück in 4 Fuhren vom Hornbach mit dem Auto besorgt, zusammen mit GaLa-Beton und Pflastersplit. Wenn man die Steine dann 2-3 Tage vor dem Einbau in den Rasen an Ort und Stelle legt, muss man den Verlauf nicht mehr anzeichnen 😉

Zwei Rasensprenger* musste ich außerdem an die Rasenkante versetzen. Da war es nochmal Glück im Unglück, dass ich beim Graben der Pflanzlöcher mit dem Erdlochbohrer doch tatsächlich eine Wasserleitung beschädigt habe, aber das Stück musste ich wegen dem Versetzen der Sprenger sowieso ausbauen.

Hier ein paar Impressionen der Arbeiten und vom Ergebnis:

Zusätzlich dazu kam dann der Raspberry Pi* in der Gartenhütte zum Einsatz. Also wurde die Unterverteilung neben dem FI und den Sicherungen noch um einen 24VAC Trafo* und ein 5VDC Netzteil* für den Raspberry Pi ergänzt. Ja, richtig gelesen, die Hunter Magnetspulen-Ventile* wollen tatsächlich 24V Wechselspannung (wie man an den zwei roten Anschluskabeln auch sehen kann).

Tutorials für GPIO/Releais-Steuerung gibt’s zuhauf im Netz, den Teil spare ich mir hier. Bei konkreten Fragen dürft ihr euch natürlich melden 😉

Über ein 8er Relais-Modul* für 250V kann ich jetzt die Gartenbeleuchtung, die Pumpe als auch die 4 Hunter-Ventile für die Bewässerung steuern. Aktuell habe ich die Sachen noch fliegend im Verteilerkasten verdrahtet, habe aber schon mit Eagle eine I/O Platine samt Spannungsteiler / Pull-Ups entworfen, die ich dann in guter alter DIY Manier selbst ätzen und bestücken werde.

Dann kommt der Raspberry Pi samt Verkabelung und Platinen/Module in ein eigenes Gehäuse und neben der Relais-Steuerung gibt’s dann noch:

Über Domoticz und DynDNS (NoIP) kann ich jetzt von überall aus die Bewässerung steuern, den GPIO Status sehen und später dann auch die Sensoren (Füllstand, Temperatur, …) ablesen und loggen.

Und weil nach all den Aktionen noch Zeit übrig war, habe ich anschließend die Terasse und die Mülltonnenbox gekärchert und anschließend geölt. Für die Mülltonnenbox habe ich jetzt das gleiche Öl wie für die Gartenhütte verwendet und innen die Konstruktion mit Hilfe von zusätzlichen Querstreben noch ein bisschen verstärkt. Vorher war’s noch etwas wackelig, jetzt ist die Box sehr stabil.

Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr noch, unser Beton-Teil der Eingangsüberdachung mit Holz zu verkleiden – natürlich farblich passend zur Mülltonnenbox.

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DIY: Eingangspodest mit integriertem Schuhabstreifer

Die letzen Tage konnte ich mich endlich unserem Hauseingang widmen und habe in guter alter DIY Manier eine Trittstufe vor der Haustür erstellt. Wie man hier schön am Vorher/Nachher-Vergleich sehen kann, wurde das auch allerhöchste Zeit 🙂

Wir wollten unbedingt einen integrierten Schuhabstreifer mit herausnehmbarer, gummierter Einlage haben. Die Optik ist uns sehr wichtig und daher war die Lösung von ACO praktisch alternativlos. Nicht ganz günstig, aber Preis/Leistung sind dank sehr guter Verarbeitung angemessen.

Wir haben uns für die schwere Wanne mit Stahlzarge in 75×50* entschieden und dazu die passende schwarze Gummi-Matte* bestellt.

Für die Einfassung hatte ich mir bei Hornbach die doppelt gefasten Bordsteine besorgt, wir waren dann aber mit der Optik nicht zufrieden und haben kurzerhand den Entschluss gefasst, den Rahmen in Sichtbeton selber zu gießen.

Damit später das Pflaster wieder reinpasst und ich nicht zuviele Steine schneiden muss, haben wir entsprechend die Position des „L“ vermessen und dann wurde auch schon die Schalung gebaut.

Dazu kam erstmal das alte Pflaster raus. Um spätere Puzzle-Spiele zu verkürzen, habe ich es einfach 1:1 ein paar Meter weiter wieder aufgebaut.

Für die Schalung hatte ich praktischerweise noch zwei 25er OSB Platten übrig, die ich mit Schrauben und Metallwinkeln verbunden habe. Die sichtbare Seite habe ich innen noch mit weiß lackierter HDF (3mm) verkleidet und für die Fase eine 14mm Dreiecksleiste angeleimt.

Damit es keine Betonwülste gibt, habe ich alles auf Gehrung gesägt und damit fugenlos verbunden (auch den Übergang zwischen Dreiecksleiste und HDF-Platte). Es gibt einfach nichts über eine gute Tauchsäge* samt Führungsschiene*, damit ging der Schalungsbau trotz der vielen 45°-Gehrungsschnitte keine Stunde.

Damit die beiden Schalungsteile auch überall exakt 6cm voneinander entfernt sind und beim Befüllen und Verdichten nicht auseinanderdriften, habe ich noch 6 Klammern aus Holz gebaut. Sehr praktisch, wie sich herausgestellt hat. Beim Verdichten und Glattstreichen lassen sie sich hin- und herschieben.

Wer noch nie mit Beton gearbeitet hat, sollte nicht unterschätzen, welches Gewicht/Kräfte auf die Schalung später wirken. Daher muss die Schalung unbedingt fest stehen, am besten verkeilt, und sehr stabil gebaut werden.

Nach der ersten Volumen-Berechnung kam heraus, dass ca. 3.5 Säcke Zement benötigt werden (ein 25kg Sack ergibt ca. 13l Beton). Zwecks gleichmäßiger Optik sollte die ganze Menge Zement auf einmal angerührt werden. Von Hand, also mittels Schaufel, ist das praktisch nicht zu bewerkstelligen. Hier hat sich also wieder einmal die Anschaffung eines Rührwerks* sehr gelohnt.

Beim ersten Betonieren hatte ich auf eine Armierung verzichtet, das hat sich später dann als Fehler rausgestellt. Beim Ausschalen ist der Beton leider am Eck komplett durchgerissen.

Also mit dem Vorschlaghammer alles wieder platt gemacht und dann beim zweiten Versuch eine Armierung eingebaut:

Beim Beton habe ich den GaLa-Beton von Hornbach genommen, da er eine feinere Körnung als normaler Trockenbeton hat. Sehr wichtig ist das sehr gründliche Verdichten mittels Holzlatten und das anschließende Vibrieren/Hämmern, um Luftblasen zu minimieren. Nach dem gründlichen Glätten der Oberfläche wurde der noch feuchte Beton mit einer Plastikplane abgedeckt und täglich (bei den warmen Temperaturen) mittels Zerstäuber feuch gehalten und nach 5 Tagen ausgeschalt.

Das Ergebnis gefällt uns sehr gut. Zur besseren Haltbarkeit haben wir den Beton anschließend noch mit Verkieselung imprägniert*.

Innen habe ich dann noch eine Betonschürze angebracht und dann kamen auch schon ca. 15cm Betonrecycling/Mineralgemisch (0-32mm) rein, die ich mit dem Handstampfer gründlich verdichtet habe.

Mit etwas Geduld war dann auch schon bald die Schuhabstreifer-Wanne richtig positioniert und für den Ablauf das Mineralgemisch durch Drainagekies ersetzt worden.

Da die Wanne etwas höher als das Pflaster ist, musste ich die Höhe vom Mineralgemisch dort entsprechend niedriger machen und in Pflastersplit (2-5mm) setzen. Nachdem das alles gepasst hat, wurde der Rest Pflastersplit eingebracht und erstmal grob die Höhe eingestellt.

Schuhabsteifer-Wanne eingebaut

Dann ging’s auch schon mit dem Puzzeln und Zuschneiden weiter. Um saubere Schnitte zu bekommen (und nach einem ersten vermurksten Freihand-Schnitt) habe ich wieder die gleiche Technik wie beim Zuschneiden der Feinsteinfliesen verwendet: 125er Flex* mit Absaughaube* + Industriesauger*, Diamant-Scheibe*. Dank der Absaughaube läßt sich die Flex wunderbar z.B. an einer Wasserwaage entlang führen, die ich mit Einhandzwingen* samt Pflaster-Stein fixiert habe. Und dank Staubsauger ist ein (fast) staubfreies Schneiden möglich.

Das einzige Manko an der Lösung ist die Schnitt-Tiefe von maximal ~28mm. So musste ich die Pflastersteine jeweils von beiden Seiten schneiden und dann an dem verbleibenden 5mm Steg brechen. Ging zwar etwas langsamer, aber dafür sind die Schnitte sauber und schön gerade. In 6h war alles erledigt, d.h. der Pflastersplitt auf die richtige Höhe gebracht und mit Wasserwaage+Kelle abgezogen, die Steine verlegt und mit Gummi-Verlegehammer* festgeklopft, sowie die Fugen mit Sand verfüllt.

Die beiden Fugen seitlich zum Betonteil und hinten zur Hauswand muss ich noch verschließen. Schätzungsweise mache ich das mit einem Kern aus Styropor und grauem Bau-Silikon.

Hier noch ein paar Impressionen vom heutigen Ergebnis.

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Auf den Hund gekommen: Zaun und Hecke

Seit letzten Dezember hat unsere Alarmanlage ein Upgrade bekommen: eine total pfiffige und verspielte Labrador-Podenco-Mischlingshündin aus dem Tierschutz (www.hundepfoten-in-not.de).

Und damit wir sie bei den tollen Temperaturen der letzten Wochen entspannt in den Garten lassen können, war als erstes Outdoor-Projekt dieses Jahr der Zaun samt Hecke dran.

Der Zaun sollte maximal 120cm hoch und möglichst stabil aber trotzdem unauffällig und haltbar sein. Mit den Kriterien gibt es eigentlich kaum eine Alternative zum guten alten Doppelstab-Mattenzaun. Die nur feuerverzinkte Variante ist am Günstigsten, fällt bei Bepflanzung wegen hohem Kontrast aber zu stark auf. Das dafür ideale Grün gefällt uns aber auch nicht so gut, daher blieb nur Anthrazit übrig.

Die Recherche ergab, dass es zwei verschiedene Matten-Konstruktionen gibt: verschweißte, verzinkte Drähte mit Pulverbeschichtung oder verschweißte Drähte, die anschließend tauchbadverzinkt und dann pulverbeschichtet werden. Letztere sollen haltbarer sein, also haben wir diese Variante samt Pfosten, Tor und Zubehör bei mycamas online bestellt.

Davor hatten wir ein Höhenprofil von unseren Grundstücksgrenzen erstellt. Dazu haben wir eine Maurerschnur (stark) gespannt und mit der Schnurwasserwaage ins Wasser gesetzt. Anschließend haben wir von der Schnur Meter für Meter nach unten auf den Boden gemessen und dann mit Adobe Illustrator den Zaunverlauf modelliert. Nach 1-2h war dann auch schon die ideale Verteilung und Höhenverlauf der Matten gefunden und wir haben zusammen mit den Nachbarn das Material für 50m Zaun bestellt.

Zaunverlauf

Da auch noch die ideale Zeit für eine Heckenbepflanzung ist und es im Frühjahr günstige Wurzelware gibt, haben wir auch gleich noch 30 Heckenpflanzen (oval-blättriger Liguster, halb winterhart, 150cm mit jeweils 8 Trieben) online bei Terra Pflanzenhandel bestellt.

Der Liguster kam schon zwei Tage später im Paket bei uns zuhause an, gleichzeitig mit der Speditionslieferung für den Zaun. Eigentlich wollte ich zuerst den Zaun bauen und erst dann die Hecke angehen. Damit die Pflanzen/Wurzeln aber nicht austrocknen, habe ich sie doch vorgezogen und noch am gleichen Tag bei leichtem Regen eingepflanzt.

Der Regen während dem Einpflanzen war zwar für mich nicht das ideale Wetter, aber für die Pflanzen natürlich umso besser. Während die erste Charge Pflanzen in Eimern vorgewässert wurde, habe ich einen 10m langen Pflanzgraben (30cm breit, 40cm tief) entlang der Grundstücksgrenze (Maurerschnur) ausgehoben und schnell noch ein paar Sack Pflanzerde vom Hornbach besorgt.

Den Pflanzgraben habe ich dann im Drittelmix mit Pflanzerde, Humus vom Kompostplatz und mit Aushub gefüllt und mit der Gartenkralle* gut zerkleinert und vermischt.

Die Liguster-Pflanzen habe ich im Abstand von 30cm gesetzt, d.h. pro Pflanze den Abstand zum Vorgänger gemessen, von Hand ein Pflanzloch in die gelockerte Erde gegraben, die Pflanze eingesetzt, mit Erde aufgefüllt, kräftig am Stamm gerüttelt (um Hohlräume an den Wurzeln zu vermeiden) und die Erde um die Pflanze mit Gefühl angedrückt und anschließend vorsichtig mit den Füßen verdichtet.

Die Oberkante des Pflanzgraben habe ich ein bisschen tiefer als das umliegende Niveau gemacht, so kann man sich den Gießrand sparen. Anschließend wurde natürlich kräftig mit Zisternenwasser gegossen (eher geflutet), damit die Erde um die Wurzeln gut eingeschlämmt wird.

Einen Tag später habe ich dann einen kräftigen Rückschnitt auf ca. 80cm Höhe gemacht und auch die unteren Seitentriebe stark eingekürzt. Das tut im ersten Moment zwar weh, aber schon nach 2 Wochen sind die Pflanzen gut angewachsen und fangen an, kräftig Neutriebe und Blätter zu bilden.

Um später noch bequem zwischen der Gartenhütte und Hecke vorbeizukommen (Hütte hat ca. 1.3m Grenzabstand), habe ich die Heckenpflanzen mit einem Abstand von nur 30cm zum geplanten Zaunverlauf gesetzt. Ob das eine gute Idee war, wird sich in den kommenden Jahren dann zeigen. Der empfohlene Abstand ist eher 50cm aufwärts.

Beim Zaun sollte man mit dem Tor anfangen. Hier ist Präzision gefragt, entsprechend viel Zeit sollte man sich beim Ausrichten nehmen. Ich habe erst das Tor zusammengebaut und beide Torpfosten inkl. Tor gleichzeitig aufgestellt und ausgerichtet.

Dazu musste ich erst die Löcher für die Pfosten graben, was wegen der Schicht verdichtetem Betonrecycling um die Wasserschüttbausteine (schwarzwälder Granit) an der Stelle keine leichte Aufgabe war. Aber nach 2-3h war dann alles bereit für’s Betonieren. Gerade bei dem Pfosten, der das Tor trägt, sollte man nicht an Beton sparen.

Für’s Fixieren und Ausrichten ist die Kombination Holzlatten und Pfostenwasserwaage* eine sehr große Hilfe. Die Holzlatten werden zuerst durch die Matten über Kreuz geführt, dann in den Boden gedrückt und anschließend mit der Matte verkeilt. Bei mir ließen sich die Latten dank passender Breite perfekt mit der Matte verkeilen. Ansonsten kann man einfach mit Draht oder Kabelbindern nachhelfen.

Ein Tip für’s Tor: die Schrauben in der Mittelposition fixieren, so hat man zu beiden Seiten noch Spiel, um das Tor später für den Schließmechanismus noch anpassen zu können.

Und falls man das Tor so wie wir an einem leichten Gefälle montieren muss, unbedingt darauf achten, dass man es hoch genug setzt, um es später vollständig öffnen zu können.

Damit ich beim Zaunbau schnell vorankomme, habe ich mir den deutlich teureren Fix-GaLa-Beton gegönnt. Der ist nicht nur anmischfrei (d.h. man kann den Beton direkt im Erdloch mit Wasser anmachen), sondern fängt bereits nach 10min mit dem Abbinden an. Leicht belastbar ist er schon nach 1h, ausgehärtet nach einem Tag.

Die Pfostenlöcher sollten so tief sein, dass der Pfosten auf einer ca. 10cm starken Kiesschicht steht. Um den Pfosten herum sollten mindestens 15cm Beton sein, und die Beton-Höhe sollte mindestens 30cm betragen. Der Beton wird in 10cm Schichten in das Loch gefüllt, mit etwas Wasser begossen („erdfeucht“), mit der Kelle vermischt und mit einer Holzlatte verdichtet. Den Beton oben glattstreichen, bevor er mit dem Abbinden anfängt.

Für eine möglichst leichte Optik habe ich keinen speziellen Eckpfosten verwendet, sondern wollte die Matten biegen. Das ging erstaunlich unkompliziert: zuerst werden an der Biegestelle 3-4cm der zweite Drahtlage innen mit der Flex entfernt. Zum Biegen habe ich zwei Latten mit Zwingen verbunden und die Matte zu zweit gebogen. Dabei steht idealerweise einer auf der Matte, während der Zweite biegt.

Anschließend müssen natürlich die Schnitt- und Biegeflächen (der Lack platzt dort beim Biegen auf) mit Sprühlack wieder versiegelt werden.

Das Einhängen und Ausrichten der folgenden Matten samt Pfosten war dann ein Kinderspiel. Zuerst wird im richtigen Abstand (2.50m) das nächste Loch gegraben. Das geht extrem einfach und schnell mit einem (manuellen) Erdlochbohrer*.

Selbst durch extrem verdichteten Lehm geht der Bohrer wie durch Butter und man braucht keine 5min, um ein 60cm tiefes Loch zu graben. Habe das Loch aber noch mit einer kleinen Schaufel rechteckig ausgestochen und wiederum mit dem Erdlochbohrer die Erde nach oben transportiert.

Anschließend wird der Pfosten provisorisch mit der Matte verbunden und an dem vorigen Pfosten eingehängt. Dank sehr stabiler Fixierung der vorigen Matten mittels Holzlatten und der schnellen Abbindung des Fix-Betons muss man keine Zwangspausen einlegen. Am ersten Arbeitstag waren trotz Tor schon knapp 8m Zaun fertig. Am zweiten Tag kamen dann nochmal weitere 10m inkl. zweiter gebogenen Ecke dazu.

Für einen harmonischen Zaunverlauf am Hang (d.h. möglichst wenige und gleichmäßige Stufen) haben wir unten mit 1.20m Matten begonnen und sind dann in 1.00m Matten übergegangen.

Und damit der Rasen später einfach gemäht werden kann, sprich nicht in den Zaun wächst, habe ich auch hier wieder vorher 30cm breit den Rasen entfernt. Der Graben wird später mit Erde und anschließend mit Rindenmulch gefüllt und mit einer Metallrasenkante oder Rasenmähkante (Steine) zum Rasen hin begrenzt.

Nach insgesamt 3 Tagen waren wir dann mit dem Zaun soweit durch. Das Ergebnis gefällt uns sehr gut. Der Zaun ist unauffälliger geworden, als wir gedacht hatten.

Hier noch ein paar Impressionen vom Zaun und Garten, inkl. Blüte der Kupfer-Felsenbirne:

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Endspurt Außenanlage

Etwa 2 Monate sind seit dem letzten Update vergangen und wir haben trotz Urlaub und einigen Dienstreisen viele Dinge erledigen können, die wir vor ein paar Monaten erst für nächstes Frühjahr angepeilt hatten.

So sieht jetzt nicht nur der Rasen schon sehr gut aus, sondern wir haben auch den Rest der Außenanlage fast fertig gestellt.

Neben dem Rohbau der Gartenhütte (dazu später in einem eigenen Artikel mehr) ist jetzt auch der Bereich vor und neben dem Haus fertig angelegt.

Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1.000 Worte:

Zuerst haben wir etwa 4 Tonnen Wasserschütt-Bausteine (Schwarzwälder Granit) in der Größe 30-50cm benutzt, um den Gartenweg grob einzufassen und das Gefälle neben dem Haus mit 3 Stufen zu entschärfen. Dazu mussten wir die extrem verdichtete Lehm/Kies-Mischung mit dem Pickel aufbrechen, Stein für Stein mit der Wasserwaage setzen und anschließend in Unkrautvlies gesetzt und die Steine der Treppenstufen mit Beton verstärkt.

Dann kam eine ca. 7-10cm starke Schicht aus Beton-Recycling als Untergrund für den Weg drauf und als Oberschicht dann etwa 5cm stark passenden Splitt vom Eingangsbereich unten über den Weg bis hoch vor die Terrasse (auch schwarzwälder Granit in 8-16mm) verteilt. Als Trittstufen vor der Terrasse haben wir flache Wasserbausteine benutzt und natürlich (fast) überall unter dem Splitt Unkrautvlies verlegt.

 

Fortsetzung – Rasen

Wie versprochen mal wieder ein Zwischenstand des Rasens nach weiteren 3 Wochen.

Habe nochmal eine Packung Starter-Dünger von Wolf verteilt und viele Eimer Unkraut gezupft und die Disteln mit einem Unkrautstecher entfernt.

Damit das restliche Unkraut dem Rasen nicht zu viel Licht und Nährstoffe nimmt, habe ich 1-2 mal pro Woche gemäht.

Die kahlen Stellen habe ich immer wieder mal vorsichtig die Oberfläche mit einer Hacke gelockert, direkt nach dem Lockern (1-2 Tage später) sind auch dort dann Grashalme gesprossen.

Im Beet nebenan haben wir Phacelia ausgesät, damit sich da kein Unkraut breit macht und der Boden verbessert wird.

Insgesamt sieht es mittlerweile deutlich besser aus, als befürchtet 🙂

Rasen anlegen – 1. Versuch

Wie auch bei vielen anderen Dingen rund um das Thema Eigenleistung hat sich auch beim Rasen herausgestellt, dass deutlich mehr Zeit für die Vorbereitung investiert werden muss, als ursprünglich gedacht.

Wie schon früher erwähnt, mussten wir erstmal unseren schweren Lehmboden auflockern, um für Durchlüftung zu sorgen und Staunässe zu vermeiden, beides wichtige Voraussetzungen für einen schönen Rasen.

Dazu haben wir in zwei Durchgängen insgesamt auf unsere +/- 100m² Rasenfläche 10t Sand und ca. 5 m³ Humus verteilt und in die ersten 10-15cm Lehmboden untergegraben.

Speziell beim zweiten Durchlauf habe ich nochmal die gesamte Fläche mit dem Spaten umgegraben, und dann die umgegrabenen Lehmbrocken erst mit der Gartenkralle grob und anschließend nochmal mit der Bodenfräse fein zerkleinert.

Dabei wollte mich der Wettergott wohl auf die Probe stellen, denn an den 3-4 Tagen, die ich insgesamt daran gearbeitet habe, war von sengender Hitze mit 34°C und heftigen Regenschauern alles dabei. Nach einem Regenguss kommt man selbst mit Gummistiefeln nur noch sehr schwer durch den aufgeweichten und aufgegrabenen Lehmboden durch. Zum Glück hat auch mal ein Nachbar mit angepackt, das hat der Arbeitsmoral sehr geholfen.

Nach diesem enormen Kraftakt kann ich nur empfehlen, so etwas mit mehreren Helfern zu machen, oder sich gleich eine starke und schwere Benzin-Bodenfräse auszuleihen…

Das Nivellieren und Ebnen geht am besten mit einem großen Rasen-Rechen* und einer Rasenwalze*, die mit Wasser oder Sand befüllt wird. Je öfter man das Walzen und Rechen wiederholt, desto ebener wird die Fläche.

Da das Gelände vom ersten Durchgang schon relativ gut modelliert war, haben insgesamt 3 Durchgänge gereicht, um ein ziemlich gutes Ergebnis zu erreichen.

Nachdem ich also dachte, dass ich mit Walzen fertig bin, kam auch schon der nächste Platzregen. Und dieses Mal so stark, dass es Auswaschungen gab und die vorher schön ebene Fläche eher wieder einer Hügellandschaft glich.

Da hat mich dann spätestens die Motivation verlassen, so dass ich nur noch einmal mit dem Rechen und der Walze drüber bin und mich mit dem Gedanken angefreundet habe, dass ein Rasen ja nicht um jeden Preis eben sein muss…

Bevor wir den Rasen säen können, mussten wir auch noch die Metall-Rasenkante* setzen, was wir dann zu zweit im Lehm-Matsch überraschend schnell und gut hinbekommen haben: erst angezeichnet, mit dem Spaten einen schmalen Graben ausgehoben und dann die Rasenkante erst daneben zusammengebaut (Klammern) und dann auf einmal eingesetzt und mit Holzlatte und Hammer die restlichen Zentimeter in den Boden getrieben. Rundungen gehen am einfachsten, gerade Abschnitte haben wir mit einer langen Richtlatte ausgerichtet beim Einhämmern. Bisher macht die Rasenkante einen sehr guten Eindruck. Bin mal gespannt, wie das nach einem Jahr (Winter/Frost) aussieht.

Und dann war es endlich soweit: mit dem elektrischen Hand-Streuer* habe ich erst den Starter-Dünger* ausgebracht und dann direkt danach den (Premium-)Rasensamen*. Die ganze Fläche wurde dann noch ein letztes Mal feierlich gewalzt und so oft wie möglich/nötig über die Hunter-Bewässerung feucht gehalten.

Doch es sollte alles nicht so einfach werden… denn schon 3 Tage nach der Aussaat gab es so heftige Niederschläge, dass es fast den gesamten Rasensamen und die Düngerperlen den leicht schrägen Hang runtergeschwemmt und auch wieder für eine Hügellandschaft gesorgt hat. Das ist sehr frustrierend, wenn man so viel Handarbeit vorher investiert hat.

Wir haben uns dann entschieden, erstmal nicht gleich mit neuem Samen nachzusäen, sondern wollten erst mal abwarten, ob überhaupt etwas keimt. Aber schon nach knapp einer Woche waren im unteren Bereich schon sehr viele einzelne Grashalme zu sehen, also haben wir die gleiche Menge Dünger und Rasen nachgekauft und nochmal auf die gesamte Fläche verteilt.

Das Ergebnis heute nach knapp 3 Wochen sieht lustig aus: wir haben 2m² schön dichten und grünen Rasen, eben dort, wo es den ganzen Dünger und Samen hingeschwemmt hat. Aber auf dem Rest der Fläche wächst aktuell mehr Unkraut als Rasen.

Wir üben uns also erstmal weiter in Geduld, immerhin sieht man auf der restlichen Fläche auch schon die später nachgesäten Halme sprießen, vielleicht wird der Rasen dort ja auch noch ein bisschen dichter…

In ein paar Wochen gibt’s also wieder ein Update, ob wir tatsächlich so etwas wie einen Rasen oder eher eine Unkraut-Wiese angelegt haben 😉

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Der Garten nimmt Formen an

Gerade mal 4 Wochen sind seit dem letzten Post vergangen und doch hat sich in unserem Garten sehr viel getan. Leider hat das Wetter selten mitgemacht, so dass die meisten Arbeiten bei Regen stattgefunden haben.

Aber jetzt der Reihe nach… um ein Gefühl für unsere Garteneinteilung zu bekommen, haben wir uns Kreidespray besorgt und die Rasenkante eingezeichnet und die genau Position für den Baum bestimmt.

Dann ging’s auch schon zur örtlichen Baumschule, wo wir spontan fündig geworden sind: eine Kupfer-Felsenbirne, nicht ganz 4m hoch. Eigentlich ist die Felsenbirne ein Strauch, man kann sie aber auch als Hochstamm in Form bringen. Jedenfalls passt sie sehr gut zu unserem Klima und Boden, blüht schön weiß und wechselt im Herbst zu einem sehr intensiven Rot. Also reserviert und eine Woche später liefern lassen.

Kurze Zeit später war er dann auch schon eingegraben und zur Stabilisierung haben wir noch ein Gestell aus Pfählen gebaut und den Baum mit Kokos-Schnur festgebunden.

Über unseren GaLa-Bauer haben wir außerdem nochmal 3t Natursteine liefern und einbauen lassen (schwarzwälder Granit). Da wir für die Hangabsicherung doch nicht so viele Steine benötigt haben, konnten wir den Rest um die Felsenbirne herum anordnen.

Als nächstes kam das Fundament für die Gartenhütte dran, das wir aus Beton-Schalungssteinen (25cm hoch, 17,5cm breit) hergestellt haben. Dafür habe ich ca. 30cm ausgehoben und 10cm mit Betonrecycling gekoffert/verdichtet, so dass das Fundament ca. 3-5cm höher als der Rasen sein wird.

Hierbei mussten natürlich zahlreiche Wasserleitungen und Kabel durch Leerrohre nach draußen geführt werden, da die Gartenhütte die Verteilstation für die Gartenbewässerung als auch Elektrik (Pumpe, Beleuchtung, Sensoren für Bewässerung, …) sein wird.

Zwischendrin habe ich außerdem immer mal wieder die Wildnis im hinteren Bereich des Gartens bekämpft. Also (fast immer bei Regen) Schubkarrenweise Unkraut, Gebüsch und Wurzeln ausgegraben und den Boden gelockert. Bei Regen und Lehmboden absolut keine angenehme Aufgabe. Also besser immer mal wieder nur ein bisschen, oder auch mal was Schönes machen, wie z.B. ein Blumen-Beet anlegen 😉

Sobald das fertig war, ging’s dann endlich an die automatische Bewässerung.

Diese habe ich selbst geplant (von Hunter gibt’s dazu einen sehr detaillierten Planungsleitfaden im Netz) und mich für 4 Bewässerungs-Zonen entschieden:

  1. der vordere Rasen,
  2. der hintere Rasen um die Gartenhütte herum
  3. Tropfschlauch für Hecken und Beete
  4. Microbewässerung für Hochbeete und Topfpflanzen

Sowie noch eine Leitung für eine Wassersteckdose, falls man im hinteren Bereich des Gartens doch mal händisch Wasser braucht (vorne ist schon eine Wasser-Steckdose im Zisternendeckel integriert).

Der vordere Rasen wird mit den klassischen MP Rotatoren „Kopf-über-Kopf“ abgedeckt, am Rand habe ich mich für die speziellen Side-Strips entschieden (rechteckige Regnerfläche). Um ein optimales Ergebnis/Radius zu erreichen, habe ich die Pro Spray 04 mit integrierter Druckbegrenzung auf 2.8 Bar verbaut.

Die gesamten Hunter-Teile inkl. Verteilschiene und Magnetventile habe ich in den USA gekauft, dort kosten Hunter-Produkte teilweise nur 20% von den hier üblichen Preisen. Wegen hohem Porto, Zoll/MwSt lohnt sich das aber nur bei einer Großbestellung.

Nachdem die Lieferung dann nach 3 Wochen endlich da war (davon fast 2 im Zoll), ging es wieder an’s Graben für ingesamt 75m PE Rohr (1 Zoll). Das Verlegen an sich ist ein Kinderspiel und macht mit einer Rohrschere richtig Spaß. Habe über ebay die ganzen Verbinder, Winkel, T-Stücke, … recht günstig erstanden, habe aber trotzdem erstklassige Ware bekommen. Man braucht etwas Kraft, aber dann ist alles 100% dicht.

Die Versenkregner (1/2 Zoll Innengewinde) habe ich über die Hunter Swing-Joints (sehr empfehlenswert!) entweder an spezielle T-Stücke oder an Endstücke angeschlossen. Mit dem Swing läßt sich die Höhe und Position super einfach einstellen.

Nachdem die beiden Hauptkreisläufe fertig und einzeln gestetet waren, wurde also wieder alles zugeschüttet.

Beim Ausheben der Rohrleitungsgräben ist mir die (stellenweise zu) dünne Sand/Humus-Schicht aufgefallen. Also nochmal 6t Sand bestellt und etliche Fahrten zur Kompostierungsanlage unternommen, um nochmal 5cm Sand/Humusgemisch im Garten zu bekommen.

Dann endlich heute bei etwas besserem Wetter das Finale: habe die einzelnen Kreisläufe über die Magnetventile & Verteiler angeschlossen und noch die automatische Pumpensteuerung (Druckschalter) eingebaut, angeschlossen und siehe da: alles funktioniert tadellos 🙂

Das war jetzt die letzte große Aktion vor dem Rasen-Einsäen…