Schwebende Bilderleisten

Passend zur Optik unseres Fußbodens bzw. unserer Treppe wollten wir einige Bilderleisten / Regalbretter in Eiche für das Treppenhaus und das Wohnzimmer selbst bauen.

 

Wegen der geplanten Längen von teilweise 2 Metern habe ich mich bewusst gegen Eichendielen am Stück entschieden und mir stattdessen eine Leimholzplatte aus keilgezinkter Eiche besorgt (2.6cm stark). Die Befürchtung war, dass das Holz auf die Länge zu stark arbeitet. Speziell im Treppenhaus, wo es nicht unerhebliche Schwankungen bei Temperatur und Luftfeuchte geben kann.

Die Aufhängung der Leisten sollte möglichst unsichtbar sein, daher habe ich mich bei der Konstruktion von der Ikea Lack Serie inspirieren lassen, so simpel wie genial.

Dazu habe ich alle ~30-40cm ein Loch (10mm Bohrer) etwa 8cm tief gebohrt. Ein Bohrständer ist hier äußerst empfehlenswert (ich bin von meinem WABECO 500/500* extrem begeistert).

Anschließend habe ich von dem Regalbrett eine ca. 2cm starke Leiste abgetrennt und in diese dann dann ca. 8cm lange Holzdübel (10mm Buche) eingeleimt. Vorher müssen aber noch ca. 3/10mm von den Dübeln abgeschliffen werden. Dazu einfach in die Bohrmaschine spannen, auf langsamer Drehzahl einige Sekunden laufen lassen und mit Schleifpapier bearbeiten (und mit der Schieblehre* die Dicke prüfen).

Dann in die Leiste leimen. Für den korrekten Winkel der Dübel am besten in das Gegenstück (Regalbrett) schieben und so den Leim trocknen lassen.

Dann noch von unten mit 3mm Bohrer durch das Regalbrett in die Dübellöcher bohren und die Bohrlöcher ansenken. Ich finde, hier lohnt sich die Anschaffung guter Kegelsenker*, wenn man ein perfektes Ergebnis haben möchte. Zudem wurden die Löcher für die Befestigung an der Wand vorgebohrt und gesenkt.

Um später ein möglichst spaltfreies Ergebnis an der Wand zu haben, empfehle ich, die Leiste samt Regalbrett vor der eigentlichen Montage schon zum ersten Mal zu verschrauben. Dazu am besten die Leiste und das Brett mit Schraubzwingen*  zusammen spannen und dann mit 3.5x16mm Spax* in die Dübel schrauben.

Anschließend habe ich die Leisten/Regalbretter im verschraubten Zustand zuerst gefräst (Abrundung an den sichtbaren Kanten, sowie zwei Vertiefungen in die Oberseiten mit Dreiecks-Querschnitt) und dann geschliffen (80/120/240 Korn).

Und für ein perfektes Lackierergebnis nebelfeucht abgewischt und nochmal mit 240er Papier die aufgestellten Fasern plangeschliffen und anschließend gründlich entstaubt.

Da unsere Treppenstufen matt lackiert sind, habe ich auch die Leisten mit mattem Sprüh-Klarlack* behandelt.

Die Oberfläche ist toll geworden und uns gefällt die Optik sehr gut. Bei den langen Regalleisten im Treppenhaus habe ich außerdem die Ecken abgenommen und zwei weitere (kurze) Holzdübel direkt am Rand platziert. Ein Spalt ist im montierten Zustand praktisch nicht zu erkennen, und die Schrauben von unten sind auch sehr dezent.

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Finale: Einbauschrank unter der Treppe

Nachdem wir immer wieder nach dem Einbauschrank gefragt wurden, wollen wir euch natürlich ein paar Fotos vom Endergebnis nicht vorenthalten.

Die Blenden gingen zum Glück einfacher (und schneller) als zunächst gedacht. Und um nicht nochmal eine ganze Platte MDF (6m²) dafür besorgen zu müssen, habe ich die MDF Reste von den Fronten zusammengefügt und damit praktisch alle MDF Reste verwerten können.

Wenn die Schnittkanten nicht sichtbar sein sollen, muss man diese natürlich sehr sauber verspachteln (und vorher leicht anfasen). Mit dem passenden MDF Spachtel* ist das aber überhaupt kein Problem.

Die Blende zwischen Treppenstufen und Schrank ist ein einfaches „L“, auch aus MDF, das ich an der Rückseite mit Holzklötzchen (einer pro Korpus) versehen habe und dann mittels Verschraubung von unten durch den Korpus befestigt habe. Details dazu siehe Fotos:

Eine Herausforderung waren aber dann die spitzen Winkel an den großen Tür-Fronten oben. Denn kaum war die Blende montiert, ließen sich die Türen nicht mehr schließen… das hatte ich nicht bedacht! Zum Glück ließ sich das Problem kurzerhand mit dem Schwingschleifer lösen, indem ich von der Innenseite einfach Material von der Innenecke abgetragen habe 🙂

Außerdem kamen noch ein paar Schubladen und Auszüge dazu, so dass das Innenleben nun komplett ist.

Wieder um viele Holzwerken-Erfahrung reicher ging es auch schon an die nächsten (eher kleinenren) Projekte, und Weiteres ist aktuell auch schon in Planung.

Neben mehreren Metern floating shelves für das Treppenhaus (Eiche massiv), will ich die Sockelleiste der Küchenschränke aus Holz bauen (und den Plastik-Murks von Ikea ersetzen), sowie ein Schrank/Regal-System für die Vorratskammer. Als weiteres Großprojekt gibt’s dann außerdem noch ein Sideboard für’s Wohnzimmer, schätzungsweise mit integrierter Soundbar (DIY). Der Weihnachtsurlaub will ja schließlich sinnvoll genutzt werden 😉

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Einbau-Kleiderschrank – Fronten montiert

Es ging die Tage wieder gut voran und ich konnte mein Ziel, bis Juni mit den Fronten fertig zu sein, gerade so erreichen 🙂

Für die Fronten habe ich MDF in 19mm verwendet und kann das nur empfehlen, da sich MDF sehr schön verarbeiten und lackieren läßt. Die Kanten der Fronten habe ich mit der Fräse leicht abgerundet und die Scharniere habe ich in der neuen Variante von Ikea besorgt (jetzt mit Dämpfer im Topfscharnier integriert).

Für das Anzeichnen der Positionen für das Topfscharnier kann ich diese Schablone* hier uneingeschränkt empfehlen.

Nach einer ersten Passprobe und dem Einstellen aller Fronten/Scharniere, habe ich diese wieder demontiert und dann ging es auch schon an’s Lackieren. Nach 2 Schichten Grundierung kamen noch 3 Schichten PU-verstärkter, matter Acryl-Lack drauf. Immer mit händischem Zwischenschliff (240 Körnung), nebelfeucht abgewischt und die Farbe mit der Schaumstoffrolle aufgetragen und verschlichtet. Ging wunderbar und das Ergebnis ist eine tadellose, glatte Oberfläche.

Als ich dann die Griffe montieren wollte, gab’s noch eine neue Herausforderung, da die Spalte zu eng für diese waren. Sie passen zwar gut dazwischen, aber beim Öffnen der Türen reicht es leider nicht ganz und die Front schleift am Griff. Also kurz überlegt und entschlossen, die Griffe einzulassen.

Damit man die nötige Aussparung präzise fräsen kann, gibt es keinen Weg vorbei an einer Frässchablone. Ich glaube, ich habe mehr Zeit gebraucht, die Schablone zu bauen, als anschließend die 13 Griffe zu fräsen. Aber es lohnt sich!

Die Rundungen vom Fräser in den Ecken habe ich mit der Pendelhub-Stichsäge vorsichtig begradigt und mit der Feile geglättet.

Und weil’s so schön war, gleich nochmal die Vorderseite der Fronten geschliffen (dieses mal aber mit 400er Körnung) und nochmal lackiert. Mittlerweile habe ich ganz schön Übung im Umgang mit der Rolle, ging keine Stunde mehr 😉

Etwas knifflig war die Montage der Fronten für die Schubladen. Hier hatte ich im Vorfeld schon darauf geachtet, dass die Schubladen ca. 1mm tiefer als der Korpus liegen (beim Bohren der Lochleisten in den Korpussen).

Dann habe ich auf die Rückseite der Fronten extra starkes doppelseites Klebeband* aufgebracht und mit Keilen die Abstände zu den Nachbarfronten eingestellt, die Schublade vorsichtig angekippt und dann für ein paar Sekunden in der Mitte stark angedrückt.

Das Klebeband hält wirklich extrem stark, die Front konnte ich nach dem Andrücken keinen Millimeter mehr bewegen. Habe die Fronten aber trotzdem noch mit Schrauben von Innen durch die Schublade befestigt, natürlich mit Vorbohren und Senken. Wegen MDF habe ich die Schrauben außerdem vorsichtig von Hand angezogen, mit dem Akkuschrauber kann’s sonst passieren, dass die Schraube überdreht wird und nicht mehr richtig greift.

Jetzt ist also wieder ein großer Schritt geschafft! Fehlen nur noch die Blenden seitlich, unten und oben zur Treppe hin. Wie immer: Fortsetzung folgt 🙂

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Vorbereitung Einbauschrank: Treppe geschlossen

Es wurde Zeit unser Garderoben-Provisorium aus 3 alten Schränken im Kellerflur / Eingangsbereich anzugehen.

Um unsere komplette Garderobe inkl. Schuhe und allerlei Hunde-Zubehör sauber und geschlossen unterbringen zu können, planen wir aktuell einen Einbauschrank unter unserer Kellertreppe als nächstes DIY Projekt.

Wie man auf den Bildern sehen kann, wollen wir nicht die komplette Tiefe der Treppe ausnutzen. Die Korpusse wollen wir selbst bauen, uns aber an den Ikea-Maßen orientieren, damit wir das Innenleben wie Schubladen, Regalböden, etc. aus der Ikea PAX Serie (wieder)verwenden können.

Da wir eine offene Treppe vom Keller ins Erdgeschoss haben, musste diese als erster Schritt geschlossen werden. Hier ein paar Impressionen, inkl. Ergebnis:

Dieses Projekt war natürlich wieder ein idealer Anlass, den Werkzeug-Fuhrpark zu erweitern, schließlich müssen die Deckbretter ja präzise zugesägt und gebohrt werden! 😉

Und da ich schon immer eine Tischkreissäge haben wollte, wurde nach ausgiebiger Recherche die Makita 2704 TKS* angeschafft. Ein absoluter Heimwerker-Traum! Trotz dem recht günstigen Preis ist die Präzision gigantisch. Der Parallelanschlag läßt sich perfekt ausrichten und ~2/10mm Genauigkeit sind machbar. Später werde ich mir für die Tischkreissäge noch einen Sägeschlitten bauen und ein Inlay für die Fräse samt Lift in die ausziehbare Tischverbreiterung.

Makita 2704 Tischkreissäge auf fahrbarem Unterschrank

Für perfekt gerade Bohrungen und bestmögliche Flexibilität kam dann noch der WABECO Säulen-Bohrständer mit 50cm Ausleger* dazu. Der hat sich schon sehr, sehr bewährt. Sowohl für ultra-filigrane Bohrarbeiten z.B. für meine selbst geätzten Platinen (mit 0.8mm VHM Speerbohrer) als auch für Serienbohrungen, wo es auf die richtige Bohrtiefe ankommt. Die 32 Dübellöcher für den fahrbaren Unterschrank für die Tischkreissäge gingen damit sehr flott!

Damit das Holz nicht zu stark arbeitet und die Deckbretter mit möglichst unauffälligen Fugen angebracht werden können, habe ich mich für MDF 18mm entschieden. Werde für die Korpusse das gleiche Material verwenden. Habe also eine 6m² große Platte beim örtlichen Holzgroßhandel (Kuhmann & Dill) für einen super Preis bekommen, inkl. Transportzuschnitt. Hätte nicht gedacht, dass das günstiger als Hornbach & Co wird, und zudem bekommt man auch noch einen super Service. Die sehen mich bestimmt bald wieder 😉

Der feine Zuschnitt inkl. der Gehrungen für die Treppenbretter ging auch sehr flott. Da die Treppenstufen abgerundet sind, habe ich noch in jedes Deckbrett eine passende Aussparung gesägt, damit es später keine sichtbare Fuge zwischen Deckbrett und Treppenstufe gibt. Bei den ersten Tauchschnitten mit der Tischkreissäge (also ohne Spaltkeil) waren die Knie schon etwas weich 😉 Bei sowas ist allergrößte Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten. Aber das Ergebnis überzeugt! Zudem geht sowas mit Tauchschnitt mit deutlich weniger Staub (und viel schneller!) als mit der Oberfräse.

Für die perfekte Einstellung des Sägeblatts sowohl für 90° als auch alle anderen Zwischenwinkel kann ich eine digitale & feststellbare Schmiege* sehr empfehlen. Damit konnte ich den Winkel zwischen Wange und Treppenstufe super einfach direkt auf das Sägeblatt der Tischkreissäge übertragen.

Für die Bohrungen habe ich mir eine Schablone zum Anzeichnen gebaut und dann mit dem neuen Bohrständer* gebohrt und die Löcher für die Schrauben angesenkt, damit die Schraubköpfe später bündig mit der Oberfläche sind und mit weißen Abdeckkappen speziell für Torx-Schrauben* sehr unauffällig versteckt werden können.

Habe mir dazu auch noch einen Satz hochwertige Kegel-Senker* besorgt. Die Löcher sind absolut perfekt geworden, keinerlei Ausfransungen (mit minimaler Drehzahl arbeiten!).

Schließlich wurden noch die Kanten der Bretter gebrochen. Das ging mit meinem neuen Taschenhobel* super einfach. Absolute Kaufempfehlung, am besten die Variante mit Griff nehmen, liegt super in der Hand und ist rasiermesserscharf. Geht viel besser und sauberer als mit Schleifpapier.

Damit später kein Luftstau unter der Treppe ist, habe ich in das unterste = unauffälligste & normalerweise unsichtbare Deckbrett ein Lüftungsgitter* eingebaut.

Als nächster Schritt war dann also die Lackierung dran.

Habe mich für den seidenmatten Acryl-Lack auf Wasserbasis von Hornbach entschieden, da ich auf normalem Leimholz damit auch schon sehr gute Ergebniss hinbekommen habe. Da MDF etwas anspruchsvoller beim Lackieren ist, habe ich die Bretter sehr fein mit meinem Makita Schwingschleifer* vorgeschliffen (80, 120 und 240er Körnung), natürlich mit angeschlossenem Industriesauger (der feine MDF Staub sollte nicht eingeatmet werden).

Dann kamen zwei Schichten Grundierung und dann zwei Schichten Lack drauf, immer dazwischen mit 240er nach der Trocknung geschliffen und mit einem Microfasertuch den Staub entfernt.

Habe mit dieser Vorbereitung und einer Lackierwalze von Hornbach hervorragende Ergebnisse erzielt. Wichtig ist, die Schichten möglichst dünn hinzubekommen. Die Deckung nach der ersten Lackschicht ist schon sehr gut, habe aber zwecks Robustheit noch eine zweite Lackschicht aufgebracht. Wichtig ist, schnell zu arbeiten, den Lack gleichmäßig aufzubringen und die Fläche einheitlich zu verschlichten (nach dem Lackauftrag nochmal mit der Rolle über die ganze Breite mit wenig Druck in einem Zug fahren, immer in die gleiche Richtung, die Bahnen leicht überlappen).

Vor jedem Verschließen der Lackdose unbedingt den Dosenrand außen und Innen mit Zewa sauber wischen, dann gibt’s später beim erneuten Öffnen keine Bröckchen im Lack.

Habe die Lackierwanne und die Rolle immer gleich nach Gebrauch mit Klarsichtsfolie luftdicht abgedeckt/eingewickelt, dann muss man nicht bei jeder Lackschicht alles wieder auswaschen (spart Zeit und Lack).

Der letzte Schritt, die Montage, war dann innerhalb weniger Minuten erledigt, inkl. Vorbohren und 4 Schrauben pro Deckbrett.

Nachdem aber das zweite Deckbrett angeschraubt war, wollte ich die Sache mal testen und bin drübergelaufen: es knackt und knarzt…

Die Ursache war schnell gefunden: ich hatte zwischen Deckbrett und der darüberliegenden Treppenstufe nur einen 0.5mm Spalt gelassen. Das war viel zu wenig, denn die 4.5cm starken, massiven Treppenstufen aus Eiche bewegen sich in der Mitte tatsächlich bis zu 2mm!

Also nochmal alle Bretter um 1.5mm in der Höhe gekürzt und die (leicht) ausgefranste Schnittkante nachlackiert. Jetzt passt alles, keine Geräusche mehr beim Drüberlaufen.

Alles in allem war das ganze doch recht aufwändig. Speziell mit der mindestens 12-stündigen Wartezeit pro Farbschicht hat sich das ganze Projekt ein paar Wochen hingezogen.

Hätten wir also schon bei der Bemusterung bei SchwörerHaus gewusst, dass die Treppe später geschlossen sein sollte, hätten wir das natürlich auch gleich so bestellen können…

Als nächstes geht’s jetzt also an die Korpusse – Fortsetzung folgt 🙂

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Neue Beete angelegt mit automatischer Bewässerung (Raspberry Pi)

Was gibt es Besseres, als seinen Urlaub mit Gartenarbeit zu verbringen? Ok, ein paar Tage Erholung fernab der Heimat haben wir uns auch gegönnt…

In den übrigen Tagen sind wir aber ganz gut voran gekommen:

  • 2 neue Beete angelegt, dazu
  • knapp 40m Rasenkante aus Granit-Pflastersteinen in Beton auf Split verlegt,
  • den Rasen entsprechend 15cm tief abgestochen,
  • 50m Premium-Perlschlauch* in Schlangenlinien um die bestehenden und die
  • vielen neuen großen und kleinen Pflanzen eingegraben (Weigelie, Flieder, Ahorn, Felsenbirne, Eibisch, Sonnenhut, Fetthenne, …) und anschließend
  • alles mit einer guten Schicht Rindenmulch abgedeckt.

Von den Granit-Pflastersteinen (9x9x9cm) habe ich knapp 400 Stück in 4 Fuhren vom Hornbach mit dem Auto besorgt, zusammen mit GaLa-Beton und Pflastersplit. Wenn man die Steine dann 2-3 Tage vor dem Einbau in den Rasen an Ort und Stelle legt, muss man den Verlauf nicht mehr anzeichnen 😉

Zwei Rasensprenger* musste ich außerdem an die Rasenkante versetzen. Da war es nochmal Glück im Unglück, dass ich beim Graben der Pflanzlöcher mit dem Erdlochbohrer doch tatsächlich eine Wasserleitung beschädigt habe, aber das Stück musste ich wegen dem Versetzen der Sprenger sowieso ausbauen.

Hier ein paar Impressionen der Arbeiten und vom Ergebnis:

Zusätzlich dazu kam dann der Raspberry Pi* in der Gartenhütte zum Einsatz. Also wurde die Unterverteilung neben dem FI und den Sicherungen noch um einen 24VAC Trafo* und ein 5VDC Netzteil* für den Raspberry Pi ergänzt. Ja, richtig gelesen, die Hunter Magnetspulen-Ventile* wollen tatsächlich 24V Wechselspannung (wie man an den zwei roten Anschluskabeln auch sehen kann).

Tutorials für GPIO/Releais-Steuerung gibt’s zuhauf im Netz, den Teil spare ich mir hier. Bei konkreten Fragen dürft ihr euch natürlich melden 😉

Über ein 8er Relais-Modul* für 250V kann ich jetzt die Gartenbeleuchtung, die Pumpe als auch die 4 Hunter-Ventile für die Bewässerung steuern. Aktuell habe ich die Sachen noch fliegend im Verteilerkasten verdrahtet, habe aber schon mit Eagle eine I/O Platine samt Spannungsteiler / Pull-Ups entworfen, die ich dann in guter alter DIY Manier selbst ätzen und bestücken werde.

Dann kommt der Raspberry Pi samt Verkabelung und Platinen/Module in ein eigenes Gehäuse und neben der Relais-Steuerung gibt’s dann noch:

Über Domoticz und DynDNS (NoIP) kann ich jetzt von überall aus die Bewässerung steuern, den GPIO Status sehen und später dann auch die Sensoren (Füllstand, Temperatur, …) ablesen und loggen.

Und weil nach all den Aktionen noch Zeit übrig war, habe ich anschließend die Terasse und die Mülltonnenbox gekärchert und anschließend geölt. Für die Mülltonnenbox habe ich jetzt das gleiche Öl wie für die Gartenhütte verwendet und innen die Konstruktion mit Hilfe von zusätzlichen Querstreben noch ein bisschen verstärkt. Vorher war’s noch etwas wackelig, jetzt ist die Box sehr stabil.

Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr noch, unser Beton-Teil der Eingangsüberdachung mit Holz zu verkleiden – natürlich farblich passend zur Mülltonnenbox.

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DIY: Nachträglich Fliesen im Heizraum verlegt

Knapp zwei Jahre nach Einzug ist inzwischen die letzte Baustelle im Haus durch!

Fliesen fertig verfugt noch ohne Silikonfuge

Wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir das Thema Fliesen im Heizraum überhaupt noch angehen wollen, aber als ich gesehen habe, dass meine Kellerfliesen wohl nicht mehr hergestellt werden und nur ein Hagebaumarkt in der Pfalz noch einen Restbestand hat, habe ich spontan die Fliesen reserviert und dann im Drive-In mit dem Auto abgeholt. So schnell habe ich noch nie im Baumarkt eingekauft! Einfach alles in den Kofferraum packen und dann an der Ausfahrt bezahlen.

Hagebau DriveIn

Daheim angekommen ging’s auch direkt los mit dem Grundieren (Tiefengrund), Detail-Verlegeplan und Anzeichnen der Fliesen-Hauptachsen.

Meine Befürchtung, dass der Estrich im Heizraum nicht ganz so eben ist wie in den anderen Kellerräumen, hat sich leider bestätigt. Da es aber „nur“ der Heizraum ist, habe ich auf die Ausgleichsmasse verzichtet und auf eine gröbere Zahnung (8mm) und guten PCI Nanolight Flexkleber gesetzt. Hat prima funktioniert!

Eine Herausforderung waren aber dann die Übergänge zwischen Estrich und den Betonsockeln, auf denen die Wärmepumpe und der Warmwasser-Speicher stehen. Da der Estrich nicht von Schwörer eingebracht wurde, hat Schwörer die beiden Geräte auf Waschbeton-Platten gestellt – direkt auf die unebene Bodenplatte. Ergo gab’s Höhenunterschiede an der Fuge von +/- 5mm.

Um die Fliesen an diesen Stellen zu entkoppeln und die Höhenunterschiede auszugleichen, habe ich mit Fliesenkleber großflächig eine Rampe gespachtelt und ein Dehnungsfugenprofil rund um die beiden Sockel eingebaut. Um auch bei den Dehnungsprofilen ein durchgängiges Fliesenmuster zu bekommen, habe ich etwas mehr Zuschneide-Arbeit in Kauf genommen. Direkt unter der Wärmepumpe habe ich aber nicht mehr gefliest, soviel Aufwand wollte ich dann doch nicht im Heizraum treiben 😉

Der Estrichbauer hatte außerdem eine Bewegungsfuge zwischen den beiden Sockeln und den Wänden angelegt, natürlich weder parallel zu den Wänden noch gerade, sondern schief und quer durch den Raum. Da Temperatur und Luftfeuchte im Heizraum bisher sehr konstant waren, habe ich diese Fuge nicht in die Fliesenschicht übernommen, sondern vertraue auf den Flexkleber. Mal schauen, was die Langzeiterfahrung hier bringen wird. Noch bin ich aber zuversichtlich…

Da es für die Fliesen leider keinen fertigen Fliesensockel mehr gab, habe ich diesen aus normalen Fliesen selbst geschnitten – mal wieder mit der Flex + Absaughaube + Führungsschiene. Da die Fliesen komplett durchgefärbt sind und die Schnitte sehr gleichmäßig und sauber sind, fällt das überhaupt nicht auf und sieht auf jeden Fall besser als ohne Sockel aus. Zudem war die zusätzliche Zeit im Keller recht angenehm, da es draußen mit über 38°C mir einfach zu heiß für Gartenarbeit oder Freibad war 🙂

Bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hätte nicht gedacht, dass der Fliesenboden trotz hügeligem Estrich so eben geworden ist. Aber bin auch ein bisschen wehmütig, dass der Innenausbau jetzt komplett fertig ist. Jetzt geht’s also wieder im Garten weiter…

Garten und kleines Rasenpflege HowTo

Exakt ein Jahr ist es her, als wir mit der Anlage des Gartens inkl. Rasen angefangen haben. Daher möchte ich euch mit dem 100. Post hier auf dem Blog mal ein kleines Update zeigen.

Da ich auch immer mal wieder per Mail angefragt wurde, wie ich den Rasen denn so pflege und welche Geräte ich empfehle, möchte ich euch hier auch mal meine Erfahrung und Tipps weitergeben.

Aber zuerst mal ein kleiner Vergleich von Juni 2016 zu Juni 2017:

Und jetzt zum Rasen: für mich hat sich die Kombination Akku-Rasenmäher, kabelgebundener Vertikutierer und Akku-Rasenkantentrimmer sehr bewährt.

Der Akku-Rasenmäher Einhell GE-CM 43 Li im Kit* hatte für mich damals das beste Preis/Leistungs-Verhältnis, speziell im Vergleich zu den Bosch-Akkumähern.

Mit den beiden Akkus à 4 Ah kann ich meine ~150m² Rasen ca. 3 bis 4 mal mähen, bevor ich die Akkus wieder mit den 2 Ladegeräten (sehr praktisch!) laden muss – je nach Schnitthöhe.

Und mit 43cm Breite und dem großen Fangkorb geht das Mähen sehr, sehr schnell. Kein störendes Kabel im Weg und die Akkus lassen sich vielseitig auch in der kompletten Einhell Geräteserie nutzen.

So habe ich mir auch für die Rasenkante den passenden Akku-Trimmer Einhell GE-CT 18 Li* besorgt und werde mir später für die Hecke wohl auch die passende Akku-Heckenschere Einhell GE-CH 1846 Li* gönnen.

Beim Vertikutierer bin ich dann auch bei Einhell geblieben und habe lange überlegt, ob es das Modell mit Akku oder der Kabelgebundene werden soll.

Habe mich letztendlich gegen das Akku-Modell entschieden, da:

  • der Stromverbrauch beim Vertikutieren sehr viel höher ist als beim Mähen, d.h. ich befürchtet habe, dass ich mit einer Akku-Ladung nicht die ganze Fläche auf einen Rutsch schaffe, und
  • ich direkt nach dem Vertikutieren bzw. Lüften dann mähen will, ich aber wohl dazwischen erst eine 4h-Zwangspause mit Laden hätte, und schließlich auch weil
  • ich vielleicht 4-5 mal pro Jahr den Vertikutierer benutze: Vertikutieren im Frühjahr und Herbst und dazwischen 2-3mal Lüften.

Habe die Entscheidung nicht bereut, zumal für den etwas günstigeren Preis gegenüber dem Akku-Modell auch noch das nötige Zubehör beim Einhell GE-SA 1435* dabei ist (Fangkorb und Lüfterwalze).

Direkt nach dem Vertikutieren/Lüften benutze ich den Akku-Mäher, um den „zerzausten“ Rasen wieder glatt zu bekommen und auch den rausgezogenen Rasenfilz komfortabel mit dem Rasenmäher aufzunehmen.

Als Schnitthöhe nehme ich die meiste Zeit 35mm, nur bei sehr heißen Temperaturen schneide ich den Rasen auf 45mm, dann trocknet er nicht so schnell aus.

Alle 6-8 Wochen bekommt der Rasen dann auch noch eine Portion Dünger, so 3kg von dem günstigen Hornbach Rasendünger. Anfangs hatte ich den teuren Langzeit-Dünger von Wolf* benutzt, konnte aber keinen wesentlichen Unterschied feststellen.

Den Dünger verteile ich mit Hilfe des elektrischen Wolf Handstreuers* schön gleichmäßig und auch sehr schnell. Den Streuer hatte ich auch schon zum Einsäen benutzt (Premium-Rasen Schatten & Sonne*).

Anschließend wird sehr ausgiebig bewässert (so 500l auf 150m²) bzw. ich bringe den Dünger kurz vor angekündigtem Regen aus.

Größere Unkräuter wie Löwenzahn habe ich mit einem Unkrautstecher* entfernt und die Löcher anschließend mit Rasenerde aufgefüllt und Turbo-Nachsaat von Wolf*reingestreut. So schließt sich das Loch sehr schnell mit Rasen. Wenn man das nicht tut, hat man nach ein paar Tagen wieder das nächste Unkraut an der gleichen Stelle, ich spreche aus Erfahrung 😉

Das alles hat sich bisher sehr bewährt und ich bin positiv überrascht, wie schön der Rasen nach einem Jahr aussieht. Und das, obwohl ich im ersten Jahr mehr Unkräuter als Rasen hatte.

Ich habe komplett auf jegliche Form von chemischer Unkrautbekämpfung verzichtet. Wenn man regelmäßig mäht, vertikutiert und düngt, verschwinden die allermeisten Unkräuter von selbst. Das Geld für Unkrautvernichter kann man sich also getrost sparen und schont dabei auch noch die Umwelt (Bienen, Bodenlebewesen, Insekten, …).

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