Einbau-Kleiderschrank – Fronten montiert

Es ging die Tage wieder gut voran und ich konnte mein Ziel, bis Juni mit den Fronten fertig zu sein, gerade so erreichen 🙂

Für die Fronten habe ich MDF in 19mm verwendet und kann das nur empfehlen, da sich MDF sehr schön verarbeiten und lackieren läßt. Die Kanten der Fronten habe ich mit der Fräse leicht abgerundet und die Scharniere habe ich in der neuen Variante von Ikea besorgt (jetzt mit Dämpfer im Topfscharnier integriert).

Für das Anzeichnen der Positionen für das Topfscharnier kann ich diese Schablone* hier uneingeschränkt empfehlen.

Nach einer ersten Passprobe und dem Einstellen aller Fronten/Scharniere, habe ich diese wieder demontiert und dann ging es auch schon an’s Lackieren. Nach 2 Schichten Grundierung kamen noch 3 Schichten PU-verstärkter, matter Acryl-Lack drauf. Immer mit händischem Zwischenschliff (240 Körnung), nebelfeucht abgewischt und die Farbe mit der Schaumstoffrolle aufgetragen und verschlichtet. Ging wunderbar und das Ergebnis ist eine tadellose, glatte Oberfläche.

Als ich dann die Griffe montieren wollte, gab’s noch eine neue Herausforderung, da die Spalte zu eng für diese waren. Sie passen zwar gut dazwischen, aber beim Öffnen der Türen reicht es leider nicht ganz und die Front schleift am Griff. Also kurz überlegt und entschlossen, die Griffe einzulassen.

Damit man die nötige Aussparung präzise fräsen kann, gibt es keinen Weg vorbei an einer Frässchablone. Ich glaube, ich habe mehr Zeit gebraucht, die Schablone zu bauen, als anschließend die 13 Griffe zu fräsen. Aber es lohnt sich!

Die Rundungen vom Fräser in den Ecken habe ich mit der Pendelhub-Stichsäge vorsichtig begradigt und mit der Feile geglättet.

Und weil’s so schön war, gleich nochmal die Vorderseite der Fronten geschliffen (dieses mal aber mit 400er Körnung) und nochmal lackiert. Mittlerweile habe ich ganz schön Übung im Umgang mit der Rolle, ging keine Stunde mehr 😉

Etwas knifflig war die Montage der Fronten für die Schubladen. Hier hatte ich im Vorfeld schon darauf geachtet, dass die Schubladen ca. 1mm tiefer als der Korpus liegen (beim Bohren der Lochleisten in den Korpussen).

Dann habe ich auf die Rückseite der Fronten extra starkes doppelseites Klebeband* aufgebracht und mit Keilen die Abstände zu den Nachbarfronten eingestellt, die Schublade vorsichtig angekippt und dann für ein paar Sekunden in der Mitte stark angedrückt.

Das Klebeband hält wirklich extrem stark, die Front konnte ich nach dem Andrücken keinen Millimeter mehr bewegen. Habe die Fronten aber trotzdem noch mit Schrauben von Innen durch die Schublade befestigt, natürlich mit Vorbohren und Senken. Wegen MDF habe ich die Schrauben außerdem vorsichtig von Hand angezogen, mit dem Akkuschrauber kann’s sonst passieren, dass die Schraube überdreht wird und nicht mehr richtig greift.

Jetzt ist also wieder ein großer Schritt geschafft! Fehlen nur noch die Blenden seitlich, unten und oben zur Treppe hin. Wie immer: Fortsetzung folgt 🙂

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Nächtes Update zum Einbau-Kleiderschrank

Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte:

Langsam aber stetig ging es Korpus um Korpus weiter und der „Rohbau“ ist jetzt also endlich fertig!

Die Korpusse sind alle komplett mit Rückwänden montiert, alle Kanten sind perfekt plan und alles im Wasser ausgerichtet und untereinander verschraubt. Die Genauigkeit der Zuschnitte dürfte dank Tischkreissäge unter 0.5mm liegen, auch die Gehrungen für die Korpusse mit Schräge sind perfekt geworden und die Schräge ist 100% parallel zum Treppenverlauf.

Um das zu schaffen, habe ich mir vor dem Zuschnitt aus übrigen Multiplex-Leisten Templates gebaut und mich langsam an das finale Maß rangetastet, bis alles perfekt gestimmt hat. Erst dann habe ich mit der gleichen Einstellung der Säge das „richtige“ Korpusteil zugeschnitten.

Das war bis hier hin ganz schön viel Arbeit, aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist IMHO ziemlich gut geworden 🙂

Werde nach der Montage aber nochmal die vorderen Multiplex-Kanten mit 240er Schleifpapier anschleifen und diese nochmal alle in einem Durchgang ölen, um die Farbunterschiede zu minimieren.

Die nächste Aufgabe ist jetzt also das Herstellen der Fronten für die 6 Schubladen und die 7 Türen. Dafür habe ich mir bereits 19er MDF besorgt und werde sie dann mit dem gleichen matt-weißen PU Lack wie auch die Setzstufen behandeln. Natürlich nach voriger Grundierung.

Die Griff-Frage ist inzwischen auch entschieden, wir haben uns kleine, unauffällige weiße Griffe* besorgt.

Danach kommen dann noch die Blenden zwischen Wand und Treppenstufen dran, und eine Sockelleiste, evtl. noch mit integriertem LED Strip. Damit ich diesen noch nachträglich an den Bewegungsmelder* und Dimmer* anschließen kann, habe ich vor der finalen Montage der Korpusse bei der Elektroinstallation natürlich noch Öffnungen für die Elektroinstallation/Steckdose mit einer 80er Lockreissäge in die Rückwände gemacht:

Detail Anschluss Netzteil und Dimmer für LED Stripes mit Wartungsöffnungen.jpg

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Rasenmäh-Roboter Gardena Sileno City

Leider ist mir beim letzten Mähen doch tatsächlich mein Einhell Akku-Rasenmäher* kaputt gegangen. Was ich aber auch irgendwie erwartet habe, da ich ihn die letzten 2 Jahre nicht gerade „sachgemäß“ mit Samthandschuhen angefasst habe, sondern auch die Wiese = Hoppelpiste hinter unserem Garten mitgemäht habe. Da kommt Plastik schnell an seine Grenzen.

Rasenmäher - Plastikteil zur Höhenverstellung der Hinterachse gebrochen

Das war jetzt aber auch wiederum die ideale Gelegenheit, um auf einen Mähroboter umzusteigen, da ein neuer Akku-Mäher mittlerweile kaum günstiger ist und ein Benziner für mich nicht in Frage kommt. Gesagt, getan, und direkt einen Gardena Sileno City* bestellt 😀

Die Installation ist wirklich kinderleicht und nach knapp 2h Kabel Verlegen, Einrichten der Mähzeiten und Laden des Akkus zieht er auch schon seine Runden durch den Garten. Zufälligerweise war auch schon eine freie Steckdose in der entsprechenden Ecke der Gartenhütte verfügbar. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… 😉

Gardena Sileno Smart

Die Begrenzungs und Leitkabel habe ich einfach auf dem Rasen verlegt und mit den mitgelieferten Ankern eingeschlagen. Da ich den Rasen noch vorher auf 25mm geschnitten hatte, sollten die bald unsichtbar überwachsen sein. Den Roboter habe ich auf 40mm Schnitthöhe eingestellt. Da das Begrenzungs-Kabel nicht eingegraben ist, kann ich in den nächsten Tagen noch kleinere Korrekturen vornehmen, wenn nötig.

Das Niederspannungskabel zur Ladestation, das momentan noch lose auf dem Rasen liegt, muss ich aber noch vernünftig in den Rasen eingraben. Die Stelle erreicht der Mähroboter ja nicht (wie man sieht, ist der Streifen mit 40-50cm für den Roboter zu schmal zum Durchfahren.).

Der neue Gardena Sileno City ist jedenfalls sehr schön unauffällig leise und macht auch sonst einen guten Eindruck beim Mähen nach dem Zufallsprinzip. Mal schauen, was die Langzeiterfahrung so bringen wird.

Leider ist unsere Rasenform nicht ideal für den Einsatz eines Mähroboters, da z.B. unser Rasen-Korridor hinter der Gartenhütte zu schmal ist und wir an manchen Stellen nur eine Metallrasenkante als Beetbegrenzung haben. Dort kann der Roboter also nicht bis an den Rand mähen, da er diese nicht überfahren sollte (sonst könnten die Messer beschädigt werden oder er könnte im Rindenmulch dahinter stecken bleiben).

Außerdem sind unsere Granitsteine am Rand nicht sonderlich eben. Hier wäre eine Rasenmähkante aus flachen Steinen ideal. Da ich aber an den Stellen auch schon öfter mit dem Rasenkantentrimmer nachhelfen musste, stört mich das also nicht sonderlich.

Eventuell ersetze ich den schmalen Streifen Rasen hinter der Gartenhütte noch durch Granit-Splitt, aber das eilt zum Glück ja nicht.

Direkt nachdem ich den Roboter installiert hatte, ging’s dann aber an die Reperatur des alten Mähers, da ich ihn ja noch für die Wiese hinter unserem Grundstück benutzen will.

Ich hätte zwar noch wenige Wochen Garantie gehabt, aber da man dem Mäher deutlich ansieht, dass er recht hart rangenommen wurde, wollte ich mir den Aufwand mit Einschicken und dann eventuell eine Garantie-Absage/Reperatur-Rechnung ersparen.

Da ich noch Metallblech in der Stärke 1mm übrig hatte, habe ich daraus 5 gleich große Stücke geschnitten, die ich in den 5mm dicken Spalt zwischen den beiden gebrochenen Plastikschienen geschoben habe. Zuerst habe ich durch das Plastik gebohrt und dann im Bohrständer durch die einzelnen Bleche, so dass dann beide Seiten mit jeweils 2 Maschinen-Schrauben verbunden wurden. Dann noch den Überstand der Bleche nach dem Verschrauben grob abgeflext und mit der Feile entgratet. Eine (einfachere?) Alternative wäre das Fixieren der Achse gewesen, aber so habe ich noch eine funktionierende Schnitthöhen-Einstellung.

Das Ganze macht einen recht stabilen Eindruck und hat auch schon den ersten härteren Einsatz auf der Wiese überstanden. Mal schauen, wie lang das jetzt so halten wird…

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Gartenbewässerung mit Zisterne – Frühjahrsputz und Upgrade

Mit den steigenden Temperaturen und wenig Regen in den letzten Tagen war’s also wieder an der Zeit, die Gartenbewässerung aus dem Winterschlaf zu holen.

Bin das Risiko eingegangen, die Tauchdruckpumpe* nicht aus der Zisterne über den Winter zu holen, sondern musste nur die Hunter-Kreisregner (MP Rotator* in Hunter Pro Spray 04*) wieder einsetzen. Hier hatte ich 2/3 der Regner über den Winter entfernt und durch die normalen Aufsatzkappen ersetzt, damit sich das Restwasser beim Gefrieren ausdehnen kann, ohne Rohre/Regner zu beschädigen.

Nachdem der Rückbau der Regner geschafft war, ging’s an die Zisterne selbst, also Einlaufkorb/Sieb sauber machen. Sonst war die Zisterne erfreulich sauber, wenn man mal vom Pollenfilm oben auf dem Wasser absieht.

Nach der Sichtprobe habe ich also die Sicherung wieder eingeschalten und wollte die Tauchdruck-Pumpe wie gewohnt über Domoticz starten. Aber es passierte: nichts.

Also ran an die Fehlersuche. Zuerst habe ich die Stromversorgung über die Gartenhütte/Unterverteiler geprüft, aber hier funktioniert alles tadellos, also muss es wohl oder über an der Pumpe liegen. Hatte sie’s doch nicht über den Winter geschafft? Rechtzeitig nach den 2 Jahren Garantie?

Also nochmal alles stromlos gemacht und die Pumpe nach oben geholt und gewartet. Äußerlich alles super, also wieder rein in die Zisterne und nochmal probiert. Und dieses Mal gehen die Pumpe samt Sprenger an…? Aber dann habe ich mich erinnert, dass der Wasserstandschalter der Pumpe schon früher mal Probleme gemacht. Und tatsächlich, das war der Übeltäter.

Abhilfe schafft eine einfache Konstruktion = Hack aus einem alten Plastik-Pflanztopf, mit dem ich den Schwimmer der Pumpe jetzt dauerhaft nach oben gebunden habe. Da bei mir die Pumpe auch über meinen eigenen Wasserstandssensor mit Ultraschallmodul* automatisch abgeschalten wird, geht das in Ordnung:

Um die Pumpe auszubauen, musste ich diese (umständlich) abschrauben, da sie fest mit dem DN25-Hauptrohr zum Verteiler verbunden war. Dabei war das Rohr auch noch (leicht) abgeknickt und die Pumpe stand schräg in der Zisterne, was natürlich nicht ideal ist.

Also habe ich mir 2m von einen sehr stabilen 1″ Saugschlauch von Hornbach als Meterware besorgt und außerdem noch Schnellkupplungen* mit Schraubanschlüssen* und einen Y-Verteiler, damit ich endlich auch noch die Wasserstockdose im Zisternendeckel anschließen konnte. Bin begeistert, wie leicht sich die Schnellkupplungen verbinden und lösen lassen, und trotz dem hohen Druck der Pumpe absolut dicht sind. Zwischen Pumpe und Schlauch hängt außerdem noch ein Rückschlagventil*, damit das Wasser aus den Schläuchen nicht wieder zurück durch die Pumpe in die Zisterne läuft.

Außerdem steht die Pumpe jetzt schön senkrecht im Pumpensumpf der Zisterne und lässt sich in Zukunft ohne größeren Aufwand zur Wartung oder über den Winter ausbauen.

Die neue Installation mit Y-Verteilung hat jetzt neben den beiden Hauptfunktionen (Wasser aus der Zisterne entweder in die Bewässerung oder in die Wassersteckdose pumpen) auch noch ein nettes neues Feature: ich kann auch über die Wassersteckdose via Wasserhahn in die Gartenbewässerung einspeisen, ohne die Pumpe zu benutzen. Wenn also die Zisterne leer ist (was im Sommer oft vorkommt), muss ich das Wasser nicht erst in die Zisterne laufen lassen und dann per Pumpe in die Bewässerung speisen, sondern kann direkt bewässern. Der Wasserdruck/Menge aus der Steckdose ist natürlich geringer als von der Pumpe, aber die Überdeckung der Kreisregner reicht trotzdem.

Eventuell baue ich trotzdem noch eine (einfachere) Frischwassereinspeisung direkt in das Fallrohr neben dem Außenwasserhahn ein. Damit kann ich die Zisterne für den Sommerurlaub mit Frischwasser komplett füllen, um dann aus der Ferne bewässern zu können, Domoticz mit Raspberry Pi* sei dank 🙂

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Update zum Einbauschrank unter der Treppe

Da sich die Anfragen zu unserem Einbauschrank unter der Treppe in letzter Zeit häufen, will ich mal ein kleines Update geben: ja, wir sind immer mal wieder dazugekommen und mittlerweile sind auch schon ein paar Korpusse entstanden.

Korpusse mit Licht und Spiegel

Beim Material haben wir uns auf 18mm starke Birke-Multiplex (S/BB) geeinigt, die Rückseiten wurden mit 3mm HDF in weiß geschlossen. Für die offenen Korpusse (Kleiderstange und ein Regal) haben wir 28mm starke Eiche (stabverleimtes Vollholz) verwendet, beides auf K240 geschliffen und mit neutralem Öl zweifach behandelt.

Der große offene Korpus hat zudem eine Spiegelrückwand und integrierte LED Lichtleisten bekommen. Dank Bewegungssensor leuchtet das Licht, solange sich jemand im Flur aufhält.

Die Höhen der Korpusse sind natürlich individuell auf die Treppe abgestimmt, die Breiten, Tiefe und Lochleisten-Raster aber von Ikea Pax übernommen, so dass wir hier das volle Ikea Sortiment wie Schubladen und Auszüge aber auch die Scharniere verwenden können.

Im unteren Bereich der Korpusse kommen jeweils zwei Schubladen übereinander, der Rest bekommt einflügelige Türen mit Auszügen für Schuhe oder Kleiderstangen dahinter.

 

In die Unterseite der Korpusse habe ich außerdem jeweils zwei von oben verstellbare Füße* eingebaut, damit sie sich beim finalen Aufbau später ausrichten lassen.

Bei den LED Strips* habe ich dieses Mal zur etwas teureren Variante gegriffen. Das Licht ist sehr farbneutral, hell und sehr schön und läßt sich in Kombination mit einem passenden Dimmer* perfekt einstellen. Mit 8mm Breite passen sie auch perfekt in die Micro-LED Profile*. Damit ich später eventuell noch weitere LEDs im Schrank verbauen kann, habe ich das LED-Netzteil* entsprechend etwas größer als jetzt benötigt dimensioniert.

Damit ich an die ganze Installation/Steckdose auch später noch drankomme, wird eine entsprechende Öffnung in einen der unteren Korpusse gesägt. Da Schubladen davor sind, ist das nicht sichtbar.

Der flache und somit recht unauffällige Radar-Bewegungsmelder* wird am Schluss im Bodenbereich in eine der Blenden eingebaut und läßt sich so auch noch gut später justieren (Helligkeitsgrenze, Leuchtdauer und Empfindlichkeit).

Der Werkzeug-Fuhrpark hat natürlich auch wieder das ein oder andere Update bekommen. Meine Highlights sind zum einen die Absaugung mit Fliehkraftabscheider („Dust Commander“ oder Zyklon)* auf Stahleimer* und Schlauch samt Adaptern* sowie die Dübel- und Lochreihen-Schablone von Wolfcraft*.

Hat man sowas mal in seinem Besitz, fragt man sich schnell, wie man vorher nur ohne auskommen konnte. Oder eher noch, warum man sich das nicht schon viel früher angeschafft hat.

Informationen zu einer guten Absaug-Anlage findet man zuhauf im Netz. Dass das System aber so gut funktioniert, hätte ich nicht gedacht! Angeschlossen an meinen starken Kärcher MV6 Premium* und z.B. die Tischkreissäge gibt’s so gut wie keinen Holzstaub mehr beim Sägen. Und im Staubsauger selbst kommt nichts (!) an. Ohne Abscheider war der Filter im Staubsauger nach kürzester Zeit dicht und die Saugleistung hat sehr schnell abgenommen. Das ist jetzt Vergangenheit, denn ich konnte viele Meter Multiplex am Stück zusägen und auch die Falze mit Tauchschnitten fräsen und hatte im Staubsauger selbst nicht ein Korn und im Raum nur eine handvoll Späne zusammengefegt. Das finde ich sensationell, nicht nur weil das ständigen Saubermachen der Werkstatt entfällt, sondern auch wegen der Gesundheit (Stichwort Staublunge und trockene Augen).

Die Dübelleiste von Wolfcraft* funktioniert auch überraschend gut. Habe nach etwas Eingewöhnung noch nie auch nur annähernd so schnell und trotzdem absolut perfekte Dübelverbindungen hinbekommen! Auch die 32er Lochreihen gehen sehr schnell von der Hand, ohne dass man beim Verstellen des Schlittens den Akkuschrauber ablegen muss. Absolut empfehlenswert dazu ist ein guter Satz Holzbohrer (mit gutem Span-Abtransport)* und natürlich ein, oder besser noch zwei Sätze Tiefenstops für die Bohrer*. Da die Bohrlöcher in den Stirnseiten i.d.R. tiefer sein müssen, ist man mit zwei gleichen Bohrern und zwei Tiefenstops deutlich schneller unterwegs, wenn man nur den Bohrer wechseln und nicht jedes Mal die Bohrtiefe neu einstellen muss. Eine Markierung am Bohrer mit einem Klebebandstreifen tut’s aber natürlich auch.

Damit ich die Korpusse später wieder problemlos abbauen/zerlegen kann, habe ich sie nicht verleimt sondern sie neben den 3-4 Dübeln pro Verbindung auch noch mit 2-3 speziellen Korpusschrauben (Confirmat)* zusätzlich verschraubt. Da die Schraubenköpfe seitlich später alle verdeckt sind, habe ich hier auf Pocket-Holes* oder Exzenter-Verbindungen verzichtet. Unabdingbar für diese Confirmat-Schrauben ist ein spezieller Holzbohrer mit den beiden benötigten Versenker-Stufen*. Für die Multiplex-Platten war der Bohrer-Durchmesser in Ordnung, für Vollholz Eiche musste ich danach aber noch zusätzlich mit einem 4.5mm Bohrer aufbohren, sonst hätte ich die Schrauben dort wahrscheinlich nicht reinbekommen, ohne sie dabei abzubrechen 😉

Zu guter letzt kann ich noch den Tipp geben, sich einen Kombinationswinkel* anzuschaffen. Auch für kleines Geld bekommt man eine gute Qualität und Genauigkeit. Vielleicht hatte ich ja hier auch nur Glück, denn der Umschlagtest mit dünnem Minenbleistift ergibt bei meinem Winkel keine sichtbare Abweichung auf die 30cm. Bevor ich mir also für den 8-fachen Preis die Profi-Liga von Starret* anschaffe, wollte ich der günstigen Variante erst noch eine Chance geben und habe es nicht bereut 🙂 Jedenfalls ist so ein einstellbarer Winkel eine große Arbeitserleichterung wenn es um genaues Anzeichnen an Kanten geht.

Wenn in den nächsten Wochen dann also alle Korpusse fertig aufgestellt und untereinander verschraubt sind, geht’s an die Fronten und Blenden.

Hier konnten wir uns noch nicht entscheiden, welche Griff-Variante wir machen werden bzw. ob wir nicht doch komplett auf Griffe verzichten und lieber Griffleisten seitlich in die Fronten fräsen* werden. Davon hängt dann natürlich auch noch die Material-Wahl ab. Schätzungsweise wird es aber MDF, matt weiß lackiert.

Griffleisten erfordern jedenfalls eine sehr präzise Fräsung und … ihr ahnt es schon … neues Werkzeug. Aber da ich schon seit Anschaffung der Tischkreissäge auch eine Fräse samt von oben verstellbarem Lift in den Auszug der Säge integrieren wollte – natürlich inkl. Absaugung – denke ich, der richtige Zeitpunkt für dieses Projekt ist bald gekommen 😉

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Vorbereitung Einbauschrank: Treppe geschlossen

Es wurde Zeit unser Garderoben-Provisorium aus 3 alten Schränken im Kellerflur / Eingangsbereich anzugehen.

Um unsere komplette Garderobe inkl. Schuhe und allerlei Hunde-Zubehör sauber und geschlossen unterbringen zu können, planen wir aktuell einen Einbauschrank unter unserer Kellertreppe als nächstes DIY Projekt.

Wie man auf den Bildern sehen kann, wollen wir nicht die komplette Tiefe der Treppe ausnutzen. Die Korpusse wollen wir selbst bauen, uns aber an den Ikea-Maßen orientieren, damit wir das Innenleben wie Schubladen, Regalböden, etc. aus der Ikea PAX Serie (wieder)verwenden können.

Da wir eine offene Treppe vom Keller ins Erdgeschoss haben, musste diese als erster Schritt geschlossen werden. Hier ein paar Impressionen, inkl. Ergebnis:

Dieses Projekt war natürlich wieder ein idealer Anlass, den Werkzeug-Fuhrpark zu erweitern, schließlich müssen die Deckbretter ja präzise zugesägt und gebohrt werden! 😉

Und da ich schon immer eine Tischkreissäge haben wollte, wurde nach ausgiebiger Recherche die Makita 2704 TKS* angeschafft. Ein absoluter Heimwerker-Traum! Trotz dem recht günstigen Preis ist die Präzision gigantisch. Der Parallelanschlag läßt sich perfekt ausrichten und ~2/10mm Genauigkeit sind machbar. Später werde ich mir für die Tischkreissäge noch einen Sägeschlitten bauen und ein Inlay für die Fräse samt Lift in die ausziehbare Tischverbreiterung.

Makita 2704 Tischkreissäge auf fahrbarem Unterschrank

Für perfekt gerade Bohrungen und bestmögliche Flexibilität kam dann noch der WABECO Säulen-Bohrständer mit 50cm Ausleger* dazu. Der hat sich schon sehr, sehr bewährt. Sowohl für ultra-filigrane Bohrarbeiten z.B. für meine selbst geätzten Platinen (mit 0.8mm VHM Speerbohrer) als auch für Serienbohrungen, wo es auf die richtige Bohrtiefe ankommt. Die 32 Dübellöcher für den fahrbaren Unterschrank für die Tischkreissäge gingen damit sehr flott!

Damit das Holz nicht zu stark arbeitet und die Deckbretter mit möglichst unauffälligen Fugen angebracht werden können, habe ich mich für MDF 18mm entschieden. Werde für die Korpusse das gleiche Material verwenden. Habe also eine 6m² große Platte beim örtlichen Holzgroßhandel (Kuhmann & Dill) für einen super Preis bekommen, inkl. Transportzuschnitt. Hätte nicht gedacht, dass das günstiger als Hornbach & Co wird, und zudem bekommt man auch noch einen super Service. Die sehen mich bestimmt bald wieder 😉

Der feine Zuschnitt inkl. der Gehrungen für die Treppenbretter ging auch sehr flott. Da die Treppenstufen abgerundet sind, habe ich noch in jedes Deckbrett eine passende Aussparung gesägt, damit es später keine sichtbare Fuge zwischen Deckbrett und Treppenstufe gibt. Bei den ersten Tauchschnitten mit der Tischkreissäge (also ohne Spaltkeil) waren die Knie schon etwas weich 😉 Bei sowas ist allergrößte Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten. Aber das Ergebnis überzeugt! Zudem geht sowas mit Tauchschnitt mit deutlich weniger Staub (und viel schneller!) als mit der Oberfräse.

Für die perfekte Einstellung des Sägeblatts sowohl für 90° als auch alle anderen Zwischenwinkel kann ich eine digitale & feststellbare Schmiege* sehr empfehlen. Damit konnte ich den Winkel zwischen Wange und Treppenstufe super einfach direkt auf das Sägeblatt der Tischkreissäge übertragen.

Für die Bohrungen habe ich mir eine Schablone zum Anzeichnen gebaut und dann mit dem neuen Bohrständer* gebohrt und die Löcher für die Schrauben angesenkt, damit die Schraubköpfe später bündig mit der Oberfläche sind und mit weißen Abdeckkappen speziell für Torx-Schrauben* sehr unauffällig versteckt werden können.

Habe mir dazu auch noch einen Satz hochwertige Kegel-Senker* besorgt. Die Löcher sind absolut perfekt geworden, keinerlei Ausfransungen (mit minimaler Drehzahl arbeiten!).

Schließlich wurden noch die Kanten der Bretter gebrochen. Das ging mit meinem neuen Taschenhobel* super einfach. Absolute Kaufempfehlung, am besten die Variante mit Griff nehmen, liegt super in der Hand und ist rasiermesserscharf. Geht viel besser und sauberer als mit Schleifpapier.

Damit später kein Luftstau unter der Treppe ist, habe ich in das unterste = unauffälligste & normalerweise unsichtbare Deckbrett ein Lüftungsgitter* eingebaut.

Als nächster Schritt war dann also die Lackierung dran.

Habe mich für den seidenmatten Acryl-Lack auf Wasserbasis von Hornbach entschieden, da ich auf normalem Leimholz damit auch schon sehr gute Ergebniss hinbekommen habe. Da MDF etwas anspruchsvoller beim Lackieren ist, habe ich die Bretter sehr fein mit meinem Makita Schwingschleifer* vorgeschliffen (80, 120 und 240er Körnung), natürlich mit angeschlossenem Industriesauger (der feine MDF Staub sollte nicht eingeatmet werden).

Dann kamen zwei Schichten Grundierung und dann zwei Schichten Lack drauf, immer dazwischen mit 240er nach der Trocknung geschliffen und mit einem Microfasertuch den Staub entfernt.

Habe mit dieser Vorbereitung und einer Lackierwalze von Hornbach hervorragende Ergebnisse erzielt. Wichtig ist, die Schichten möglichst dünn hinzubekommen. Die Deckung nach der ersten Lackschicht ist schon sehr gut, habe aber zwecks Robustheit noch eine zweite Lackschicht aufgebracht. Wichtig ist, schnell zu arbeiten, den Lack gleichmäßig aufzubringen und die Fläche einheitlich zu verschlichten (nach dem Lackauftrag nochmal mit der Rolle über die ganze Breite mit wenig Druck in einem Zug fahren, immer in die gleiche Richtung, die Bahnen leicht überlappen).

Vor jedem Verschließen der Lackdose unbedingt den Dosenrand außen und Innen mit Zewa sauber wischen, dann gibt’s später beim erneuten Öffnen keine Bröckchen im Lack.

Habe die Lackierwanne und die Rolle immer gleich nach Gebrauch mit Klarsichtsfolie luftdicht abgedeckt/eingewickelt, dann muss man nicht bei jeder Lackschicht alles wieder auswaschen (spart Zeit und Lack).

Der letzte Schritt, die Montage, war dann innerhalb weniger Minuten erledigt, inkl. Vorbohren und 4 Schrauben pro Deckbrett.

Nachdem aber das zweite Deckbrett angeschraubt war, wollte ich die Sache mal testen und bin drübergelaufen: es knackt und knarzt…

Die Ursache war schnell gefunden: ich hatte zwischen Deckbrett und der darüberliegenden Treppenstufe nur einen 0.5mm Spalt gelassen. Das war viel zu wenig, denn die 4.5cm starken, massiven Treppenstufen aus Eiche bewegen sich in der Mitte tatsächlich bis zu 2mm!

Also nochmal alle Bretter um 1.5mm in der Höhe gekürzt und die (leicht) ausgefranste Schnittkante nachlackiert. Jetzt passt alles, keine Geräusche mehr beim Drüberlaufen.

Alles in allem war das ganze doch recht aufwändig. Speziell mit der mindestens 12-stündigen Wartezeit pro Farbschicht hat sich das ganze Projekt ein paar Wochen hingezogen.

Hätten wir also schon bei der Bemusterung bei SchwörerHaus gewusst, dass die Treppe später geschlossen sein sollte, hätten wir das natürlich auch gleich so bestellen können…

Als nächstes geht’s jetzt also an die Korpusse – Fortsetzung folgt 🙂

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DIY: Nachträglich Fliesen im Heizraum verlegt

Knapp zwei Jahre nach Einzug ist inzwischen die letzte Baustelle im Haus durch!

Fliesen fertig verfugt noch ohne Silikonfuge

Wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir das Thema Fliesen im Heizraum überhaupt noch angehen wollen, aber als ich gesehen habe, dass meine Kellerfliesen wohl nicht mehr hergestellt werden und nur ein Hagebaumarkt in der Pfalz noch einen Restbestand hat, habe ich spontan die Fliesen reserviert und dann im Drive-In mit dem Auto abgeholt. So schnell habe ich noch nie im Baumarkt eingekauft! Einfach alles in den Kofferraum packen und dann an der Ausfahrt bezahlen.

Hagebau DriveIn

Daheim angekommen ging’s auch direkt los mit dem Grundieren (Tiefengrund), Detail-Verlegeplan und Anzeichnen der Fliesen-Hauptachsen.

Meine Befürchtung, dass der Estrich im Heizraum nicht ganz so eben ist wie in den anderen Kellerräumen, hat sich leider bestätigt. Da es aber „nur“ der Heizraum ist, habe ich auf die Ausgleichsmasse verzichtet und auf eine gröbere Zahnung (8mm) und guten PCI Nanolight Flexkleber gesetzt. Hat prima funktioniert!

Eine Herausforderung waren aber dann die Übergänge zwischen Estrich und den Betonsockeln, auf denen die Wärmepumpe und der Warmwasser-Speicher stehen. Da der Estrich nicht von Schwörer eingebracht wurde, hat Schwörer die beiden Geräte auf Waschbeton-Platten gestellt – direkt auf die unebene Bodenplatte. Ergo gab’s Höhenunterschiede an der Fuge von +/- 5mm.

Um die Fliesen an diesen Stellen zu entkoppeln und die Höhenunterschiede auszugleichen, habe ich mit Fliesenkleber großflächig eine Rampe gespachtelt und ein Dehnungsfugenprofil rund um die beiden Sockel eingebaut. Um auch bei den Dehnungsprofilen ein durchgängiges Fliesenmuster zu bekommen, habe ich etwas mehr Zuschneide-Arbeit in Kauf genommen. Direkt unter der Wärmepumpe habe ich aber nicht mehr gefliest, soviel Aufwand wollte ich dann doch nicht im Heizraum treiben 😉

Der Estrichbauer hatte außerdem eine Bewegungsfuge zwischen den beiden Sockeln und den Wänden angelegt, natürlich weder parallel zu den Wänden noch gerade, sondern schief und quer durch den Raum. Da Temperatur und Luftfeuchte im Heizraum bisher sehr konstant waren, habe ich diese Fuge nicht in die Fliesenschicht übernommen, sondern vertraue auf den Flexkleber. Mal schauen, was die Langzeiterfahrung hier bringen wird. Noch bin ich aber zuversichtlich…

Da es für die Fliesen leider keinen fertigen Fliesensockel mehr gab, habe ich diesen aus normalen Fliesen selbst geschnitten – mal wieder mit der Flex + Absaughaube + Führungsschiene. Da die Fliesen komplett durchgefärbt sind und die Schnitte sehr gleichmäßig und sauber sind, fällt das überhaupt nicht auf und sieht auf jeden Fall besser als ohne Sockel aus. Zudem war die zusätzliche Zeit im Keller recht angenehm, da es draußen mit über 38°C mir einfach zu heiß für Gartenarbeit oder Freibad war 🙂

Bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hätte nicht gedacht, dass der Fliesenboden trotz hügeligem Estrich so eben geworden ist. Aber bin auch ein bisschen wehmütig, dass der Innenausbau jetzt komplett fertig ist. Jetzt geht’s also wieder im Garten weiter…