DIY: Nachträglich Fliesen im Heizraum verlegt

Knapp zwei Jahre nach Einzug ist inzwischen die letzte Baustelle im Haus durch!

Fliesen fertig verfugt noch ohne Silikonfuge

Wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir das Thema Fliesen im Heizraum überhaupt noch angehen wollen, aber als ich gesehen habe, dass meine Kellerfliesen wohl nicht mehr hergestellt werden und nur ein Hagebaumarkt in der Pfalz noch einen Restbestand hat, habe ich spontan die Fliesen reserviert und dann im Drive-In mit dem Auto abgeholt. So schnell habe ich noch nie im Baumarkt eingekauft! Einfach alles in den Kofferraum packen und dann an der Ausfahrt bezahlen.

Hagebau DriveIn

Daheim angekommen ging’s auch direkt los mit dem Grundieren (Tiefengrund), Detail-Verlegeplan und Anzeichnen der Fliesen-Hauptachsen.

Meine Befürchtung, dass der Estrich im Heizraum nicht ganz so eben ist wie in den anderen Kellerräumen, hat sich leider bestätigt. Da es aber „nur“ der Heizraum ist, habe ich auf die Ausgleichsmasse verzichtet und auf eine gröbere Zahnung (8mm) und guten PCI Nanolight Flexkleber gesetzt. Hat prima funktioniert!

Eine Herausforderung waren aber dann die Übergänge zwischen Estrich und den Betonsockeln, auf denen die Wärmepumpe und der Warmwasser-Speicher stehen. Da der Estrich nicht von Schwörer eingebracht wurde, hat Schwörer die beiden Geräte auf Waschbeton-Platten gestellt – direkt auf die unebene Bodenplatte. Ergo gab’s Höhenunterschiede an der Fuge von +/- 5mm.

Um die Fliesen an diesen Stellen zu entkoppeln und die Höhenunterschiede auszugleichen, habe ich mit Fliesenkleber großflächig eine Rampe gespachtelt und ein Dehnungsfugenprofil rund um die beiden Sockel eingebaut. Um auch bei den Dehnungsprofilen ein durchgängiges Fliesenmuster zu bekommen, habe ich etwas mehr Zuschneide-Arbeit in Kauf genommen. Direkt unter der Wärmepumpe habe ich aber nicht mehr gefliest, soviel Aufwand wollte ich dann doch nicht im Heizraum treiben 😉

Der Estrichbauer hatte außerdem eine Bewegungsfuge zwischen den beiden Sockeln und den Wänden angelegt, natürlich weder parallel zu den Wänden noch gerade, sondern schief und quer durch den Raum. Da Temperatur und Luftfeuchte im Heizraum bisher sehr konstant waren, habe ich diese Fuge nicht in die Fliesenschicht übernommen, sondern vertraue auf den Flexkleber. Mal schauen, was die Langzeiterfahrung hier bringen wird. Noch bin ich aber zuversichtlich…

Da es für die Fliesen leider keinen fertigen Fliesensockel mehr gab, habe ich diesen aus normalen Fliesen selbst geschnitten – mal wieder mit der Flex + Absaughaube + Führungsschiene. Da die Fliesen komplett durchgefärbt sind und die Schnitte sehr gleichmäßig und sauber sind, fällt das überhaupt nicht auf und sieht auf jeden Fall besser als ohne Sockel aus. Zudem war die zusätzliche Zeit im Keller recht angenehm, da es draußen mit über 38°C mir einfach zu heiß für Gartenarbeit oder Freibad war 🙂

Bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hätte nicht gedacht, dass der Fliesenboden trotz hügeligem Estrich so eben geworden ist. Aber bin auch ein bisschen wehmütig, dass der Innenausbau jetzt komplett fertig ist. Jetzt geht’s also wieder im Garten weiter…

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Garten und kleines Rasenpflege HowTo

Exakt ein Jahr ist es her, als wir mit der Anlage des Gartens inkl. Rasen angefangen haben. Daher möchte ich euch mit dem 100. Post hier auf dem Blog mal ein kleines Update zeigen.

Da ich auch immer mal wieder per Mail angefragt wurde, wie ich den Rasen denn so pflege und welche Geräte ich empfehle, möchte ich euch hier auch mal meine Erfahrung und Tipps weitergeben.

Aber zuerst mal ein kleiner Vergleich von Juni 2016 zu Juni 2017:

Und jetzt zum Rasen: für mich hat sich die Kombination Akku-Rasenmäher, kabelgebundener Vertikutierer und Akku-Rasenkantentrimmer sehr bewährt.

Der Akku-Rasenmäher Einhell GE-CM 43 Li im Kit* hatte für mich damals das beste Preis/Leistungs-Verhältnis, speziell im Vergleich zu den Bosch-Akkumähern.

Mit den beiden Akkus à 4 Ah kann ich meine ~150m² Rasen ca. 3 bis 4 mal mähen, bevor ich die Akkus wieder mit den 2 Ladegeräten (sehr praktisch!) laden muss – je nach Schnitthöhe.

Und mit 43cm Breite und dem großen Fangkorb geht das Mähen sehr, sehr schnell. Kein störendes Kabel im Weg und die Akkus lassen sich vielseitig auch in der kompletten Einhell Geräteserie nutzen.

So habe ich mir auch für die Rasenkante den passenden Akku-Trimmer Einhell GE-CT 18 Li* besorgt und werde mir später für die Hecke wohl auch die passende Akku-Heckenschere Einhell GE-CH 1846 Li* gönnen.

Beim Vertikutierer bin ich dann auch bei Einhell geblieben und habe lange überlegt, ob es das Modell mit Akku oder der Kabelgebundene werden soll.

Habe mich letztendlich gegen das Akku-Modell entschieden, da:

  • der Stromverbrauch beim Vertikutieren sehr viel höher ist als beim Mähen, d.h. ich befürchtet habe, dass ich mit einer Akku-Ladung nicht die ganze Fläche auf einen Rutsch schaffe, und
  • ich direkt nach dem Vertikutieren bzw. Lüften dann mähen will, ich aber wohl dazwischen erst eine 4h-Zwangspause mit Laden hätte, und schließlich auch weil
  • ich vielleicht 4-5 mal pro Jahr den Vertikutierer benutze: Vertikutieren im Frühjahr und Herbst und dazwischen 2-3mal Lüften.

Habe die Entscheidung nicht bereut, zumal für den etwas günstigeren Preis gegenüber dem Akku-Modell auch noch das nötige Zubehör beim Einhell GE-SA 1435* dabei ist (Fangkorb und Lüfterwalze).

Direkt nach dem Vertikutieren/Lüften benutze ich den Akku-Mäher, um den „zerzausten“ Rasen wieder glatt zu bekommen und auch den rausgezogenen Rasenfilz komfortabel mit dem Rasenmäher aufzunehmen.

Als Schnitthöhe nehme ich die meiste Zeit 35mm, nur bei sehr heißen Temperaturen schneide ich den Rasen auf 45mm, dann trocknet er nicht so schnell aus.

Alle 6-8 Wochen bekommt der Rasen dann auch noch eine Portion Dünger, so 3kg von dem günstigen Hornbach Rasendünger. Anfangs hatte ich den teuren Langzeit-Dünger von Wolf* benutzt, konnte aber keinen wesentlichen Unterschied feststellen.

Den Dünger verteile ich mit Hilfe des elektrischen Wolf Handstreuers* schön gleichmäßig und auch sehr schnell. Den Streuer hatte ich auch schon zum Einsäen benutzt (Premium-Rasen Schatten & Sonne*).

Anschließend wird sehr ausgiebig bewässert (so 500l auf 150m²) bzw. ich bringe den Dünger kurz vor angekündigtem Regen aus.

Größere Unkräuter wie Löwenzahn habe ich mit einem Unkrautstecher* entfernt und die Löcher anschließend mit Rasenerde aufgefüllt und Turbo-Nachsaat von Wolf*reingestreut. So schließt sich das Loch sehr schnell mit Rasen. Wenn man das nicht tut, hat man nach ein paar Tagen wieder das nächste Unkraut an der gleichen Stelle, ich spreche aus Erfahrung 😉

Das alles hat sich bisher sehr bewährt und ich bin positiv überrascht, wie schön der Rasen nach einem Jahr aussieht. Und das, obwohl ich im ersten Jahr mehr Unkräuter als Rasen hatte.

Ich habe komplett auf jegliche Form von chemischer Unkrautbekämpfung verzichtet. Wenn man regelmäßig mäht, vertikutiert und düngt, verschwinden die allermeisten Unkräuter von selbst. Das Geld für Unkrautvernichter kann man sich also getrost sparen und schont dabei auch noch die Umwelt (Bienen, Bodenlebewesen, Insekten, …).

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DIY: Eingangspodest mit integriertem Schuhabstreifer

Die letzen Tage konnte ich mich endlich unserem Hauseingang widmen und habe in guter alter DIY Manier eine Trittstufe vor der Haustür erstellt. Wie man hier schön am Vorher/Nachher-Vergleich sehen kann, wurde das auch allerhöchste Zeit 🙂

Wir wollten unbedingt einen integrierten Schuhabstreifer mit herausnehmbarer, gummierter Einlage haben. Die Optik ist uns sehr wichtig und daher war die Lösung von ACO praktisch alternativlos. Nicht ganz günstig, aber Preis/Leistung sind dank sehr guter Verarbeitung angemessen.

Wir haben uns für die schwere Wanne mit Stahlzarge in 75×50* entschieden und dazu die passende schwarze Gummi-Matte* bestellt.

Für die Einfassung hatte ich mir bei Hornbach die doppelt gefasten Bordsteine besorgt, wir waren dann aber mit der Optik nicht zufrieden und haben kurzerhand den Entschluss gefasst, den Rahmen in Sichtbeton selber zu gießen.

Damit später das Pflaster wieder reinpasst und ich nicht zuviele Steine schneiden muss, haben wir entsprechend die Position des „L“ vermessen und dann wurde auch schon die Schalung gebaut.

Dazu kam erstmal das alte Pflaster raus. Um spätere Puzzle-Spiele zu verkürzen, habe ich es einfach 1:1 ein paar Meter weiter wieder aufgebaut.

Für die Schalung hatte ich praktischerweise noch zwei 25er OSB Platten übrig, die ich mit Schrauben und Metallwinkeln verbunden habe. Die sichtbare Seite habe ich innen noch mit weiß lackierter HDF (3mm) verkleidet und für die Fase eine 14mm Dreiecksleiste angeleimt.

Damit es keine Betonwülste gibt, habe ich alles auf Gehrung gesägt und damit fugenlos verbunden (auch den Übergang zwischen Dreiecksleiste und HDF-Platte). Es gibt einfach nichts über eine gute Tauchsäge* samt Führungsschiene*, damit ging der Schalungsbau trotz der vielen 45°-Gehrungsschnitte keine Stunde.

Damit die beiden Schalungsteile auch überall exakt 6cm voneinander entfernt sind und beim Befüllen und Verdichten nicht auseinanderdriften, habe ich noch 6 Klammern aus Holz gebaut. Sehr praktisch, wie sich herausgestellt hat. Beim Verdichten und Glattstreichen lassen sie sich hin- und herschieben.

Wer noch nie mit Beton gearbeitet hat, sollte nicht unterschätzen, welches Gewicht/Kräfte auf die Schalung später wirken. Daher muss die Schalung unbedingt fest stehen, am besten verkeilt, und sehr stabil gebaut werden.

Nach der ersten Volumen-Berechnung kam heraus, dass ca. 3.5 Säcke Zement benötigt werden (ein 25kg Sack ergibt ca. 13l Beton). Zwecks gleichmäßiger Optik sollte die ganze Menge Zement auf einmal angerührt werden. Von Hand, also mittels Schaufel, ist das praktisch nicht zu bewerkstelligen. Hier hat sich also wieder einmal die Anschaffung eines Rührwerks* sehr gelohnt.

Beim ersten Betonieren hatte ich auf eine Armierung verzichtet, das hat sich später dann als Fehler rausgestellt. Beim Ausschalen ist der Beton leider am Eck komplett durchgerissen.

Also mit dem Vorschlaghammer alles wieder platt gemacht und dann beim zweiten Versuch eine Armierung eingebaut:

Beim Beton habe ich den GaLa-Beton von Hornbach genommen, da er eine feinere Körnung als normaler Trockenbeton hat. Sehr wichtig ist das sehr gründliche Verdichten mittels Holzlatten und das anschließende Vibrieren/Hämmern, um Luftblasen zu minimieren. Nach dem gründlichen Glätten der Oberfläche wurde der noch feuchte Beton mit einer Plastikplane abgedeckt und täglich (bei den warmen Temperaturen) mittels Zerstäuber feuch gehalten und nach 5 Tagen ausgeschalt.

Das Ergebnis gefällt uns sehr gut. Zur besseren Haltbarkeit haben wir den Beton anschließend noch mit Verkieselung imprägniert*.

Innen habe ich dann noch eine Betonschürze angebracht und dann kamen auch schon ca. 15cm Betonrecycling/Mineralgemisch (0-32mm) rein, die ich mit dem Handstampfer gründlich verdichtet habe.

Mit etwas Geduld war dann auch schon bald die Schuhabstreifer-Wanne richtig positioniert und für den Ablauf das Mineralgemisch durch Drainagekies ersetzt worden.

Da die Wanne etwas höher als das Pflaster ist, musste ich die Höhe vom Mineralgemisch dort entsprechend niedriger machen und in Pflastersplit (2-5mm) setzen. Nachdem das alles gepasst hat, wurde der Rest Pflastersplit eingebracht und erstmal grob die Höhe eingestellt.

Schuhabsteifer-Wanne eingebaut

Dann ging’s auch schon mit dem Puzzeln und Zuschneiden weiter. Um saubere Schnitte zu bekommen (und nach einem ersten vermurksten Freihand-Schnitt) habe ich wieder die gleiche Technik wie beim Zuschneiden der Feinsteinfliesen verwendet: 125er Flex* mit Absaughaube* + Industriesauger*, Diamant-Scheibe*. Dank der Absaughaube läßt sich die Flex wunderbar z.B. an einer Wasserwaage entlang führen, die ich mit Einhandzwingen* samt Pflaster-Stein fixiert habe. Und dank Staubsauger ist ein (fast) staubfreies Schneiden möglich.

Das einzige Manko an der Lösung ist die Schnitt-Tiefe von maximal ~28mm. So musste ich die Pflastersteine jeweils von beiden Seiten schneiden und dann an dem verbleibenden 5mm Steg brechen. Ging zwar etwas langsamer, aber dafür sind die Schnitte sauber und schön gerade. In 6h war alles erledigt, d.h. der Pflastersplitt auf die richtige Höhe gebracht und mit Wasserwaage+Kelle abgezogen, die Steine verlegt und mit Gummi-Verlegehammer* festgeklopft, sowie die Fugen mit Sand verfüllt.

Die beiden Fugen seitlich zum Betonteil und hinten zur Hauswand muss ich noch verschließen. Schätzungsweise mache ich das mit einem Kern aus Styropor und grauem Bau-Silikon.

Hier noch ein paar Impressionen vom heutigen Ergebnis.

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Auf den Hund gekommen: Zaun und Hecke

Seit letzten Dezember hat unsere Alarmanlage ein Upgrade bekommen: eine total pfiffige und verspielte Labrador-Podenco-Mischlingshündin aus dem Tierschutz (www.hundepfoten-in-not.de).

Und damit wir sie bei den tollen Temperaturen der letzten Wochen entspannt in den Garten lassen können, war als erstes Outdoor-Projekt dieses Jahr der Zaun samt Hecke dran.

Der Zaun sollte maximal 120cm hoch und möglichst stabil aber trotzdem unauffällig und haltbar sein. Mit den Kriterien gibt es eigentlich kaum eine Alternative zum guten alten Doppelstab-Mattenzaun. Die nur feuerverzinkte Variante ist am Günstigsten, fällt bei Bepflanzung wegen hohem Kontrast aber zu stark auf. Das dafür ideale Grün gefällt uns aber auch nicht so gut, daher blieb nur Anthrazit übrig.

Die Recherche ergab, dass es zwei verschiedene Matten-Konstruktionen gibt: verschweißte, verzinkte Drähte mit Pulverbeschichtung oder verschweißte Drähte, die anschließend tauchbadverzinkt und dann pulverbeschichtet werden. Letztere sollen haltbarer sein, also haben wir diese Variante samt Pfosten, Tor und Zubehör bei mycamas online bestellt.

Davor hatten wir ein Höhenprofil von unseren Grundstücksgrenzen erstellt. Dazu haben wir eine Maurerschnur (stark) gespannt und mit der Schnurwasserwaage ins Wasser gesetzt. Anschließend haben wir von der Schnur Meter für Meter nach unten auf den Boden gemessen und dann mit Adobe Illustrator den Zaunverlauf modelliert. Nach 1-2h war dann auch schon die ideale Verteilung und Höhenverlauf der Matten gefunden und wir haben zusammen mit den Nachbarn das Material für 50m Zaun bestellt.

Zaunverlauf

Da auch noch die ideale Zeit für eine Heckenbepflanzung ist und es im Frühjahr günstige Wurzelware gibt, haben wir auch gleich noch 30 Heckenpflanzen (oval-blättriger Liguster, halb winterhart, 150cm mit jeweils 8 Trieben) online bei Terra Pflanzenhandel bestellt.

Der Liguster kam schon zwei Tage später im Paket bei uns zuhause an, gleichzeitig mit der Speditionslieferung für den Zaun. Eigentlich wollte ich zuerst den Zaun bauen und erst dann die Hecke angehen. Damit die Pflanzen/Wurzeln aber nicht austrocknen, habe ich sie doch vorgezogen und noch am gleichen Tag bei leichtem Regen eingepflanzt.

Der Regen während dem Einpflanzen war zwar für mich nicht das ideale Wetter, aber für die Pflanzen natürlich umso besser. Während die erste Charge Pflanzen in Eimern vorgewässert wurde, habe ich einen 10m langen Pflanzgraben (30cm breit, 40cm tief) entlang der Grundstücksgrenze (Maurerschnur) ausgehoben und schnell noch ein paar Sack Pflanzerde vom Hornbach besorgt.

Den Pflanzgraben habe ich dann im Drittelmix mit Pflanzerde, Humus vom Kompostplatz und mit Aushub gefüllt und mit der Gartenkralle* gut zerkleinert und vermischt.

Die Liguster-Pflanzen habe ich im Abstand von 30cm gesetzt, d.h. pro Pflanze den Abstand zum Vorgänger gemessen, von Hand ein Pflanzloch in die gelockerte Erde gegraben, die Pflanze eingesetzt, mit Erde aufgefüllt, kräftig am Stamm gerüttelt (um Hohlräume an den Wurzeln zu vermeiden) und die Erde um die Pflanze mit Gefühl angedrückt und anschließend vorsichtig mit den Füßen verdichtet.

Die Oberkante des Pflanzgraben habe ich ein bisschen tiefer als das umliegende Niveau gemacht, so kann man sich den Gießrand sparen. Anschließend wurde natürlich kräftig mit Zisternenwasser gegossen (eher geflutet), damit die Erde um die Wurzeln gut eingeschlämmt wird.

Einen Tag später habe ich dann einen kräftigen Rückschnitt auf ca. 80cm Höhe gemacht und auch die unteren Seitentriebe stark eingekürzt. Das tut im ersten Moment zwar weh, aber schon nach 2 Wochen sind die Pflanzen gut angewachsen und fangen an, kräftig Neutriebe und Blätter zu bilden.

Um später noch bequem zwischen der Gartenhütte und Hecke vorbeizukommen (Hütte hat ca. 1.3m Grenzabstand), habe ich die Heckenpflanzen mit einem Abstand von nur 30cm zum geplanten Zaunverlauf gesetzt. Ob das eine gute Idee war, wird sich in den kommenden Jahren dann zeigen. Der empfohlene Abstand ist eher 50cm aufwärts.

Beim Zaun sollte man mit dem Tor anfangen. Hier ist Präzision gefragt, entsprechend viel Zeit sollte man sich beim Ausrichten nehmen. Ich habe erst das Tor zusammengebaut und beide Torpfosten inkl. Tor gleichzeitig aufgestellt und ausgerichtet.

Dazu musste ich erst die Löcher für die Pfosten graben, was wegen der Schicht verdichtetem Betonrecycling um die Wasserschüttbausteine (schwarzwälder Granit) an der Stelle keine leichte Aufgabe war. Aber nach 2-3h war dann alles bereit für’s Betonieren. Gerade bei dem Pfosten, der das Tor trägt, sollte man nicht an Beton sparen.

Für’s Fixieren und Ausrichten ist die Kombination Holzlatten und Pfostenwasserwaage* eine sehr große Hilfe. Die Holzlatten werden zuerst durch die Matten über Kreuz geführt, dann in den Boden gedrückt und anschließend mit der Matte verkeilt. Bei mir ließen sich die Latten dank passender Breite perfekt mit der Matte verkeilen. Ansonsten kann man einfach mit Draht oder Kabelbindern nachhelfen.

Ein Tip für’s Tor: die Schrauben in der Mittelposition fixieren, so hat man zu beiden Seiten noch Spiel, um das Tor später für den Schließmechanismus noch anpassen zu können.

Und falls man das Tor so wie wir an einem leichten Gefälle montieren muss, unbedingt darauf achten, dass man es hoch genug setzt, um es später vollständig öffnen zu können.

Damit ich beim Zaunbau schnell vorankomme, habe ich mir den deutlich teureren Fix-GaLa-Beton gegönnt. Der ist nicht nur anmischfrei (d.h. man kann den Beton direkt im Erdloch mit Wasser anmachen), sondern fängt bereits nach 10min mit dem Abbinden an. Leicht belastbar ist er schon nach 1h, ausgehärtet nach einem Tag.

Die Pfostenlöcher sollten so tief sein, dass der Pfosten auf einer ca. 10cm starken Kiesschicht steht. Um den Pfosten herum sollten mindestens 15cm Beton sein, und die Beton-Höhe sollte mindestens 30cm betragen. Der Beton wird in 10cm Schichten in das Loch gefüllt, mit etwas Wasser begossen („erdfeucht“), mit der Kelle vermischt und mit einer Holzlatte verdichtet. Den Beton oben glattstreichen, bevor er mit dem Abbinden anfängt.

Für eine möglichst leichte Optik habe ich keinen speziellen Eckpfosten verwendet, sondern wollte die Matten biegen. Das ging erstaunlich unkompliziert: zuerst werden an der Biegestelle 3-4cm der zweite Drahtlage innen mit der Flex entfernt. Zum Biegen habe ich zwei Latten mit Zwingen verbunden und die Matte zu zweit gebogen. Dabei steht idealerweise einer auf der Matte, während der Zweite biegt.

Anschließend müssen natürlich die Schnitt- und Biegeflächen (der Lack platzt dort beim Biegen auf) mit Sprühlack wieder versiegelt werden.

Das Einhängen und Ausrichten der folgenden Matten samt Pfosten war dann ein Kinderspiel. Zuerst wird im richtigen Abstand (2.50m) das nächste Loch gegraben. Das geht extrem einfach und schnell mit einem (manuellen) Erdlochbohrer*.

Selbst durch extrem verdichteten Lehm geht der Bohrer wie durch Butter und man braucht keine 5min, um ein 60cm tiefes Loch zu graben. Habe das Loch aber noch mit einer kleinen Schaufel rechteckig ausgestochen und wiederum mit dem Erdlochbohrer die Erde nach oben transportiert.

Anschließend wird der Pfosten provisorisch mit der Matte verbunden und an dem vorigen Pfosten eingehängt. Dank sehr stabiler Fixierung der vorigen Matten mittels Holzlatten und der schnellen Abbindung des Fix-Betons muss man keine Zwangspausen einlegen. Am ersten Arbeitstag waren trotz Tor schon knapp 8m Zaun fertig. Am zweiten Tag kamen dann nochmal weitere 10m inkl. zweiter gebogenen Ecke dazu.

Für einen harmonischen Zaunverlauf am Hang (d.h. möglichst wenige und gleichmäßige Stufen) haben wir unten mit 1.20m Matten begonnen und sind dann in 1.00m Matten übergegangen.

Und damit der Rasen später einfach gemäht werden kann, sprich nicht in den Zaun wächst, habe ich auch hier wieder vorher 30cm breit den Rasen entfernt. Der Graben wird später mit Erde und anschließend mit Rindenmulch gefüllt und mit einer Metallrasenkante oder Rasenmähkante (Steine) zum Rasen hin begrenzt.

Nach insgesamt 3 Tagen waren wir dann mit dem Zaun soweit durch. Das Ergebnis gefällt uns sehr gut. Der Zaun ist unauffälliger geworden, als wir gedacht hatten.

Hier noch ein paar Impressionen vom Zaun und Garten, inkl. Blüte der Kupfer-Felsenbirne:

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Projekt Werkstatt, oder: Ikea Küche die Zweite

Auch wenn es hier lange Zeit keinen neuen Artikel gab, will das natürlich nicht heißen, dass wir mit allem fertig sind, nur fehlt mir leider meistens die Zeit, mich um die Berichterstattung zu kümmern 😉

Endlich habe ich mir meine Werkstatt gegönnt und etwas Ordnung in meine Werkstatt-Gerümpel-Kammer im Keller gebracht. Es hat sich sehr gelohnt!

Werkstatt

Zielvorgaben waren:

  • Aufhängung für die wichtigsten (=am häufigsten genutzten) Werkzeuge
  • Viel Stauraum für große Werkzeuge/Boxen als auch Kleinteile/Schrauben bei guter Übersicht
  • Der Stauraum sollte möglichst geschlossen sein (wegen Holzstaub durch Sägen/Schleifen)
  • Mindestens 3m Arbeitsplatte für Holzarbeiten mit unempfindlicher Oberfläche
  • Tisch/Sitzmöglichkeit an der Arbeitsplatte mit Licht von Oben (Löten, Feinarbeiten, …)
  • Möglichst viele Steckdosen

Da ich nach wie vor von Ikea Metod sehr angetan bin (und inzwischen auch noch eine Ikea Metod Küche in der Verwandtschaft aufgebaut habe), war der Punkt relativ schnell geklärt.

Die L-Form mit 60er + 80er Unterschränken (Türen + Schubladen) als auch die Oberschränke erfüllen ihren Zweck und waren innerhalb weniger Stunden aufgebaut und aufgehängt.

Da ich noch ein paar OSB3 Platten (25er) übrig hatte, habe ich diese für die Arbeitsplatte genutzt. Die Tiefe (62.5cm) eignet sich perfekt für die Ikea Korpusse. Dank Nut&Feder kann man sie „endlos“ zusammenfügen und auch die Über-Eck-Konstruktion ist durch die Nut recht stabil. Habe aber noch von unten 2 Stahl-Lochbleche zur Unterstützung angeschraubt. Im freien Bereich habe ich noch eine Holzleiste an die Wand als Auflage für die Platte angedübelt.

Die Oberseite der Platten habe ich gründlich geschliffen und anschließend mit 2 lagen PU-Lack (Silbergrau matt) versiegelt. So ist die Platte natürlich unschlagbar günstig aber trotzdem auch ausreichend robust/kratzfest. Der Nachteil dieser Lösung ist allerdings das Sauberhalten. In den Vertiefungen der OSB-Platte sammelt sich Staub. Ist für mich nicht weiter tragisch, da ich sie einfach nach dem Arbeiten absauge.

Als zusätzliches Oberlicht hatte ich noch 2m von einem LED Strip* übrig, die ich in einem Alu Microprofil* an den Oberschränken befestigt habe (mit den passenden Profil-Klammern*). Als Treiber dient ein normales Notebook-Netzteil*, das ich hinter der Steckdosen/Schalter-Leiste versteckt und über einen Lichtschalter angeschlossen habe.

Für die Steckdosen/Schalter-Leiste habe ich eine 5mm tiefe Nut in die Arbeitsplatte gefräst (in der Breite der OSB Platte) und ebenfalls aus OSB3 (16er) ein einfaches „L“ gebaut. Durch die Aufnahme/Fräsung steht der Aufsatz stabil genug auf der Platte (und kann zur Wartung/Erweiterung leicht abgenommen werden). Für die Doppelauslässe der Steckdosen kann ich die passende Lochkreissäge mit Rand-Fräser und Auswurfsfeder* sehr empfehlen.

Die Werkzeug-Aufhängung besteht aus zwei 150x45cm Lochplatten*. Die entsprechenden Haken und Halter muss man natürlich auch noch dazubestellen (gibt’s im großen Set* günstiger). Nicht ganz günstig, da ich aber eine Platte und ein Teil der Haken als Geschenk bekommen habe, wollte ich natürlich auch bei der zweiten Platte beim gleichen System bleiben.

Endlich ein funktionaler Arbeitsplatz für das nächste DIY Projekt – das Geländer der Schlafgalerie im Kinderzimmer 🙂

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Sinnvolle Werkzeuge

Viele Anfragen haben mich per Mail zum Thema „welche Werkzeuge würdest Du für […] empfehlen“ erreicht, daher habe ich mir mal die Mühe gemacht, eine Liste mit meinen Must-Haves und Empfehlungen zusammen zu stellen und die Artikel auf Amazon zu verlinken.

Das Ergebnis könnt ihr hier sehen 🙂

Natürlich werde ich die Liste immer mal wieder ergänzen und pflegen und freue mich schon auf eure Kommentare und Erfahrungen.

 

DIY: Gartenhütte

Wie versprochen kommen hier noch ein paar Details und Impressionen unserer selbst geplanten und umgesetzten Gartenhütte.

Schon von Anfang an war bei uns gesetzt, dass wir eine kubische Hütte mit einer schönen Verschalung haben wollten, was die Auswahl in Baumärkten schnell erschöpft. Da wir vom Wohnzimmer und Terrasse aus direkt auf die Hütte schauen werden, war uns die Optik sehr wichtig.

Im Netz gibt es einige Anbieter von sehr schönen Hütten (selbst Schwörer bietet welche an), die aber mit oft deutlich mehr als 5.000€ jenseits unserer Budget-Vorstellung lagen.

Was liegt also näher, als das liebgewonnene SketchUp anzuwerfen und die Konstruktion selbst in die Hand zu nehmen?

Hier das Ergebnis:

konstruktion

Die einzigen Vorgaben waren max 12m³ umbauter Raum (aus dem Bebauungsplan), Kubus mit Flachdach, ein Fenster/Lichtband, eine Schiebetür, um den Raum optimal nutzen zu können, und eine geschlossene Rhombus-Schalung.

Als Grundmaße haben wir uns auf 2.7 * 2.0m und 2.2m Höhe festgelegt und dann ging’s nach ausgiebiger Material-Recherche an die detaillierte Planung.

Da das Flachdach später mit Kies aufgefüllt wird, habe ich mich für die Hauptkonstruktion für Vollholz in 80x80mm, und 60x80mm für die Zwischenträger entschieden.

Für eine optimale Hinterlüftung der geschlossenen Holz-Fassade (Nut-&Feder-Bretter von Ladenburger) habe ich noch 48x24mm Traglatten (imprägnierte Fichte) eingeplant.

Und damit ich die Innenwände gut nutzen und belasten kann (Regal, Haken, …) wird von innen noch mit OSB-Platten (15mm) beplankt.

Habe lange überlegt und auch experimentiert, wie ich das Flachdach mit nötigem Gefälle hinbekomme, damit ich über die tiefste Ecke via Dachgulli das Regenwasser in die Zisterne leiten kann und habe mich hier letztlich für 35 Auflagepunkte aus Terrassenpads entschieden. Zwischen der tiefsten und höchsten Ecke sind damit 50mm Höhenunterschied realisiert worden.

Das Fenster habe ich auch selbst gebaut. Dazu habe ich einfach Regalleisten (keilgezinkt, 44mm) mit einer 6mm breiten Nut innen versehen und eine Acryl-XT-Platte beim Baumarkt zuschneiden lassen. Wichtig hierbei ist, dass man etwas tiefer fräst also nötig, so kann das Ganze noch arbeiten, ohne dass zu viel Spannung entsteht (und sich das Acrylglas z.B. wölbt). Natürlich zur Abdichtung die Silikon-Fuge zwischen Holzrahmen und Acrylglas nicht vergessen.

Das Fundament für die Hütte hatte ich ja schon im Frühjahr zusammen mit den Hunter-Bewässerung angelegt. Da die Hütte die Verteilstation für Regenwasser, Strom, Pumpen- und Ventilsteuerung als auch Sensorik sein soll, habe ich entsprechend viele Kabel und Wasserleitungen durch oder unter die Mauersteine vom Fundament geführt. Zum Einsatz kamen 17.5er Betonschalungssteine:

Das Konstruktionsvollholz habe ich bei Hornbach bestellt. Damit die Lieferung günstig bleibt, habe ich die 5m Balken vorher noch halbieren lassen. Danke Hornbach 🙂

So sind in einem Nachmittag alle 4 Wände in der Garage entstanden. Die Holzbalken habe ich mit Stahlwinkeln stumpf verbunden.

Das Aufstellen der Wände ging ebenfalls sehr schnell. Um das Holz vom Beton zu entkoppeln, habe ich vorher noch Bitumenband auf den Beton geklebt und darauf dann die Wände gestellt. Nach unten hin habe ich die Wände alle 60cm mit einer 10 x 140mm Holzschraube in Dübel (UX12) befestigt. Zusätzlich habe ich vorher noch eine Metall-Rasenkante um die Fundamentsteine gesetzt und mit Drainage-Kies (16-32) aufgefüllt.

Untereinander habe ich alle Wänder mit jeweils 3 Maschinenschrauben und noch zusätzlich langen Spax-Schrauben verbunden und die Schraubköpfe samt Mutter via Förstner-Bohrer in die Balken versenkt und anschließend die Traglattung auf die Balken geschraubt:

Dann ging’s auch schon an die Verschalung mit den Nut-&Federbrettern. Um mir viel Zeit zu ersparen habe ich die vorgeölte Variante (mit schwarzer Kontrastfeder) bestellt. Nicht ganz billig, aber wenn ich denke, wie lange ich für das Ölen der Terrassen-Dielen gebraucht habe, relativiert sich der Preis sehr schnell wieder. Zusätzlich habe ich mir einen Eimer des gleichen Öls von Ladenburger besorgt, um damit die sichtbaren Bereiche der Unterkonstruktion zu ölen (z.B. die Ecken).

Die Verschalung habe ich on the fly und vor Ort mit der Kappsäge auf Gehrung gesägt und dann nochmals alle Schnittkanten mit dem Ladenburger Öl vor dem Einbau behandelt. So ging es recht langsam aber stetig Lage um Lage nach oben. Die Qualität der Bretter war leider nicht ganz so, wie ich es vom Preis her erwartet hätte (knapp 40€/m²), d.h. es war doch auch Ausschuss dabei und einzelne Bretter recht stark verzogen, so dass ich trotz eingerechnetem Puffer noch 2 Pakete à 6 Bretter nachbestellen musste.

Da sich beim Verschalen viel Regen für die kommenden Tage angekündigt hat, wurde es dann etwas hektischer, da ich das Dach samt Folie vorher unbedingt fertig haben wollte.

Wie oben schon erwähnt habe ich das schiefe Flachdach aus 25er OSB3 Platten hergestellt, die auf insgesamt 7×5 Terrassenpad-Türmchen in aufsteigender Höhe gelagert sind. Zur einfacheren Montage habe ich diese mit Kleber zusammen und auf das Holz geklebt und dann von oben mit 5x120er Spax durchgeschraubt.

Für die saubere Auflage der Ortgangbleche* habe ich bei der obersten Bretter-Reihe die Feder abgesägt und den Übergang von OSB3-Platten mit dem Brett eine Holzleiste mit Dreiecksprofil verlegt und anschließend die EPDM Dachfolie mit Spezialkleber* vollflächig verlegt, die Ränder abgeschnitten und festgetackert.

Anschließend habe ich mit der Lochsäge ein 50er Loch für den Dachgulli* (DN50 Anschluss) in die tiefste Ecke gebohrt und den Dachgulli mit der Folie verklebt und an das Leerrohr in die Zisterne verbunden. Nach der Trocknungszeit habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mit der Gieskanne das Ganze zu testen. Die Dachschräge mit knapp 1.5% Gefälle funktioniert zum Glück. Also das Dach komplett mit Kies bedeckt (nicht nur zur Optik, ist gleichzeitig auch noch ein UV-Schutz für die Folie).

Für das Fenster habe ich dann noch eine Zarge auf Gehrung gebaut und unten eine Art Fensterbrett leicht schräg gestellt. Für den Kontrast habe ich Fenster-Rahmen und Zarge mit dem gleichen Öl behandelt, aber zweimal gestrichen, so dass es deutlich dunkler ist und stärker deckt.

Und mit allem knapp vor dem Regen fertig geworden 🙂

Da ich ja nochmal 2 Pakete Holz nachbestellen musste, konnte ich erst nach etwas Verzögerung die Schiebetür angehen. Habe dafür einen Rahmen inkl. Mittenverbinder aus 48x24er Latten gebaut, die ich zum Verbinden halb ausgeklinkt habe. Darauf kamen dann die gleichen Nut-&Federbretter.

Unten habe ich in den Rahmen eine Nut gefräst und mir einen ganz gewöhnlichen Schiebetür-Beschlag* besorgt. Vor dem Montieren der Schiebetür musste aber noch der Boden gebaut werden. Dazu habe ich 60x80er Balken (auch wieder auf Bitumen) quer verlegt. Als Auflieger hatte ich dazu 3 einzelne Mauersteine im Fundament in der richtigen Höhe und Abstand einbetoniert.

Wie beim Fenster auch habe ich noch eine Türzarge gebaut und schon mit einem Ikea-Griff von innen versehen, damit ich die Schiebetür mit dem größeren Ikea-Griff später mit einem Hangschloss sichern kann.

Für den Zugang zu den Ventilen, Kabeln und Filter habe ich im Boden eine Luke vorgesehen, die ich zwecks besserem Handling mit versenkbaren Bodenhebern* aus Edelstahl versehen habe.

Als Bodenbelag habe ich auch 25er OSB3 Platten verwendet und darauf einen 2mm starken PVC vollflächig verklebt.

Für die Trittstufe habe ich ein 1.5mm Stahlblech in Form gebogen (im Werktisch eingespannt und Holzbalken und Hammer rechtwinklig gebogen).

Und schon ist die Gartenhütte wetterfest und ich kann mir mit dem Innenausbau wie Wände, Regale und auch Strom Zeit lassen. Im Frühjahr hält dann wohl der Raspberry Pi Einzug, um die automatische Gartenbewässerung zu steuern.

Insgesamt gesehen war das Projekt nicht ganz günstig. Der mit Abstand größte Posten war das Fassaden-Holz mit knapp 1.500€. Der ganze andere Rest (Konstruktions-Vollholz, Fundament, Dach, alle Eisenwaren, …) kam dann auch nochmal auf etwa über 1.000€. Nicht eingerechnet sind natürlich die vielen Stunden, die das Projekt verschlungen hat. Mir hat der Bau allerdings sehr viel Spaß gemacht und wir sind der Meinung, dass sich der Aufwand gelohnt hat… 🙂

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