Baugenehmigung

Nach langer Wartezeit – endlich ist die Baugenehmigung da!

Bis auf eine Anmerkung zum geplanten Geländeverlauf ist unser Bauantrag ohne Weiteres genehmigt worden, inkl. der Abweichungen/Befreiungen (Erker und Aufschüttung). Natürlich haben wir alles gleich weiter an die Planprüfung zu SchwörerHaus geschickt und hoffen natürlich, dass wir noch vor Weihnachten Rückmeldung bekommen.

Die Erdbau/Kanal/Beton-Arbeiten haben wir diese Woche zusammen mit unseren Doppelhausnachbarn vergeben und werden wohl auch das Baustellengespräch und die Bemusterung bei SchwörerHaus zusammen machen.

Parallel läuft jetzt gerade die Kellerbemusterung bei SchwörerHaus und dann kann’s hoffentlich bald losgehen!

Zwischenstand

Leider warten wir immer noch auf unsere Baugenehmigung. Die gesetzlich geregelte Rückmeldungsfrist (bei uns der 10. November) scheint wohl nicht allzu bindend zu sein. Nachdem wir diese Woche also immer noch nichts vom Bauamt gehört hatten, haben wir persönlich mal nachgefragt. Dank Personalmangel wurde unser Bauantrag noch nicht angeschaut und es sind wohl noch einige Anträge vor uns auf dem Stapel – wir müssten uns schon noch ein paar Wochen gedulden. Sehr frustrierend für uns, natürlich.

Jetzt haben wir also eine grobe Vorstellung, was der Seufzer unseres Architekten beim Erstgespräch zu bedeuten hatte, als er erfahren hat, wo wir bauen wollen…

Immerhin haben wir noch weitere Angebote für die Erdbauarbeiten erhalten und Schwörer hat für uns noch eine weitere Anfrage an die Firmen gestartet, da wir diese Arbeiten zusammen mit unseren DHH-Nachbarn vergeben und durchführen lassen wollen. Eigentlich hätten wir uns schon Ende Oktober entscheiden sollen, da die Baugenehmigung aber wohl noch auf sich warten läßt, ist das jetzt hoffentlich kein Problem.

Ursprünglich war der Baubeginn auf Anfang Januar geplant – aber mangels Baugenehmigung haben wir natürlich die Befürchtung, dass sich das alles nochmal verschiebt.

Außerdem gab’s nochmal Probleme mit der Finanzierungsbestätigung. Unsere Bank hat uns – natürlich nach Ende der zweiwöchigen Einspruchsfrist für den Kreditvertrag (!) – mitgeteilt, dass sie die Formulare von Schwörer so nicht akzeptieren können! Obwohl das Formular schon Wochen / Monate vorher vorlag!

Zusammengefasst also unsere Tipps an alle zukünftigen (Schwörer-)Bauherren in und um Karlsruhe:

  • Die Festpreis-Garantie von 12 Monaten gilt ab Vertragsabschluss. Bei uns also nur noch bis Ende März 2015. Das wird jetzt sehr knapp für uns und könnte uns einen deutlichen Mehrpreis bescheren. Wäre bei uns alles „normal“ gelaufen, hätten wir wohl im Juli schon die Baugenehmigung haben können. Die Probleme mit der Finanzierungsbestätigung, der Neuplanung wegen falscher Abstandsflächen zum Nachbarn und die Verzögerung beim Bauantrag kosten uns wohl mehr als 6 Monate. Also besser erst mit dem Architekten planen und dann den Werkvertrag auf Basis der Architektenplanung unterschreiben.
  • Beim Kreditantrag unbedingt darauf achten, dass die „bereitstellungsfreie Zeit“ lang genug ist. Ruft man den Kredit bis zum Ende dieser Frist nicht vollständig ab, zahlt man auf den Restbetrag zusätzlich (!) zum eigentlichen Zinssatz noch einen Strafzins für jeden weiteren Monat. Uns droht das ab Juni 2015. Sollte das Haus bis dahin also nicht abgenommen sein, ist der Hauptteil bei uns natürlich noch nicht an Schwörer überwiesen…
  • Klärt vor (!) der Unterschrift für den Kreditvertrag schriftlich ab, ob das Schwörer-Formular für die Finanzierungsbestätigung so von der Bank akzeptiert wird. Schwörer verlangt hier eine höhere Verbindlichkeit als normalerweise wohl üblich ist – also nicht einfach nur eine einfache Finanzierungsbestätigung.
    Ein Muster kann im Bauherren-Portal bei Schwörer heruntergeladen werden – man bekommt es aber natürlich auch über den Bauberater.

Erste Rückmeldungen zum Bauantrag

Heute haben wir die Bestätigung vom Bauordnungs-Amt Karlsruhe (BOA) erhalten, dass unsere Unterlagen seit letzter Woche vollständig sind und dass über unseren Antrag bis Mitte November entschieden wird – also auch nach der 4-wöchigen Frist, in der unsere zukünftigen Nachbarn Einspruch gegen unser Vorhaben erheben können.

Bereits gestern haben wir auch noch Post vom Amt für Abfallentsorgung (AfA) bekommen, dass wir ihnen bitte unsere Pläne für die Abfallbehälterstellplätze zusammen mit ein paar anderen Unterlagen einreichen sollen, damit sichergestellt ist, dass unser Müll in Zukunft abgeholt werden kann. Wen’s interessiert: die Mülleimer dürfen u.a. nicht mehr als 15m entfernt zur Straße untergebracht sein und die Neigung des befestigten Weges darf nicht mehr als 5° betragen… es wird nichts dem Zufall überlassen!

Bauantrag

Was lange währt… ob’s gut wird, wird sich noch zeigen 😉

Nach 102 Unterschriften auf allen Ausfertigungen des Bauantrags inkl. aller Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Entwässerungsantrag, Erhebungsbogen des Statistischen Landesamts etc. können wir das gefühlte Kilogramm Papier endlich beim Bauamt einreichen!

So sieht also der Stapel für die „Bauvorlagen im vereinfachten Genehmigungsverfahren“ aus:

Bauantrag

Zudem haben wir auch Scans der Anmerkungen der Planprüfung von Schwörer vom Architekt bekommen. Zu sehen, wie akribisch alles geprüft wurde, hat uns sehr beeindruckt und damit natürlich auch ein bisschen beruhigt.

Jetzt stehen also die ersten beiden größeren Rechnungen an (neben dem Grundstück natürlich): 10% Anzahlung des voraussichtlichen Haus&Keller-Preises an Schwörer und die komplette Rechnung des Architekten – der ja unabhängig von Schwörer von uns beauftragt wurde. Hier reden wir von 2% der Bausumme zzgl. MwSt.

Der gesamte Planungsablauf hat sich bei uns doch deutlich länger hingezogen als wir anfänglich dachten: vor 3 Monaten sollte eigentlich schon der Bauantrag eingereicht werden.

Los ging’s mit der Planung im März und Mitte Juni waren alle Pläne soweit fertig und auch technisch geprüft. Also fertig für den Bauantrag.

Doch dann der Schock – eine Mail vom Architekten mit dem Betreff „Schlechte Nachrichten“: wir müssen die Hausbreite um ca. 50cm reduzieren!

Das hört sich im ersten Augenblick gar nicht so viel an. Rechnet man aber die Grundfäche aus, die einem dabei über Keller und 2 Stockwerke verloren geht, sieht das schon anders aus: 3 * 10m * 0.5m sind immerhin 15m²! Zudem haben wir dank Garage im Keller und einer schon auf Minimum geplanten Flurbreite keine Reserven mehr gehabt, um mal eben 50cm irgendwo abzuknappsen: die Küche wäre damit einfach zu schmal geworden.

Kommt so eine Nachricht auch noch auf’s Wochenende und man erreicht kurzfristig niemanden mehr, kann das schon sehr für Frust sorgen. Wir haben also das ganze Wochenende über der Landesbauordnung gebrütet und nach Schlupflöchern gesucht, wie wir das Problem doch noch irgendwie gelöst bekommen.

Und ja, es gibt eine Lösung: ein Erker!
Der wird unter bestimmten Bedingungen als ein „untergeordnetes Bauteil“ gewertet und dann gelten andere Regelungen für die Abstände zum Nachbargrundstück.

Den gleichen Vorschlag hat uns dann auch der Architekt gemacht und die Planung ging wieder von vorne los.

Jetzt warten wir auf die Rückmeldung vom Bauamt. Mal schauen, was hier noch so auf uns zukommen wird, bis wir die Baugenehmigung bekommen haben.