Rasen anlegen – 1. Versuch

Wie auch bei vielen anderen Dingen rund um das Thema Eigenleistung hat sich auch beim Rasen herausgestellt, dass deutlich mehr Zeit für die Vorbereitung investiert werden muss, als ursprünglich gedacht.

Wie schon früher erwähnt, mussten wir erstmal unseren schweren Lehmboden auflockern, um für Durchlüftung zu sorgen und Staunässe zu vermeiden, beides wichtige Voraussetzungen für einen schönen Rasen.

Dazu haben wir in zwei Durchgängen insgesamt auf unsere +/- 100m² Rasenfläche 10t Sand und ca. 5 m³ Humus verteilt und in die ersten 10-15cm Lehmboden untergegraben.

Speziell beim zweiten Durchlauf habe ich nochmal die gesamte Fläche mit dem Spaten umgegraben, und dann die umgegrabenen Lehmbrocken erst mit der Gartenkralle grob und anschließend nochmal mit der Bodenfräse fein zerkleinert.

Dabei wollte mich der Wettergott wohl auf die Probe stellen, denn an den 3-4 Tagen, die ich insgesamt daran gearbeitet habe, war von sengender Hitze mit 34°C und heftigen Regenschauern alles dabei. Nach einem Regenguss kommt man selbst mit Gummistiefeln nur noch sehr schwer durch den aufgeweichten und aufgegrabenen Lehmboden durch. Zum Glück hat auch mal ein Nachbar mit angepackt, das hat der Arbeitsmoral sehr geholfen.

Nach diesem enormen Kraftakt kann ich nur empfehlen, so etwas mit mehreren Helfern zu machen, oder sich gleich eine starke und schwere Benzin-Bodenfräse auszuleihen…

Das Nivellieren und Ebnen geht am besten mit einem großen Rasen-Rechen* und einer Rasenwalze*, die mit Wasser oder Sand befüllt wird. Je öfter man das Walzen und Rechen wiederholt, desto ebener wird die Fläche.

Da das Gelände vom ersten Durchgang schon relativ gut modelliert war, haben insgesamt 3 Durchgänge gereicht, um ein ziemlich gutes Ergebnis zu erreichen.

Nachdem ich also dachte, dass ich mit Walzen fertig bin, kam auch schon der nächste Platzregen. Und dieses Mal so stark, dass es Auswaschungen gab und die vorher schön ebene Fläche eher wieder einer Hügellandschaft glich.

Da hat mich dann spätestens die Motivation verlassen, so dass ich nur noch einmal mit dem Rechen und der Walze drüber bin und mich mit dem Gedanken angefreundet habe, dass ein Rasen ja nicht um jeden Preis eben sein muss…

Bevor wir den Rasen säen können, mussten wir auch noch die Metall-Rasenkante* setzen, was wir dann zu zweit im Lehm-Matsch überraschend schnell und gut hinbekommen haben: erst angezeichnet, mit dem Spaten einen schmalen Graben ausgehoben und dann die Rasenkante erst daneben zusammengebaut (Klammern) und dann auf einmal eingesetzt und mit Holzlatte und Hammer die restlichen Zentimeter in den Boden getrieben. Rundungen gehen am einfachsten, gerade Abschnitte haben wir mit einer langen Richtlatte ausgerichtet beim Einhämmern. Bisher macht die Rasenkante einen sehr guten Eindruck. Bin mal gespannt, wie das nach einem Jahr (Winter/Frost) aussieht.

Und dann war es endlich soweit: mit dem elektrischen Hand-Streuer* habe ich erst den Starter-Dünger* ausgebracht und dann direkt danach den (Premium-)Rasensamen*. Die ganze Fläche wurde dann noch ein letztes Mal feierlich gewalzt und so oft wie möglich/nötig über die Hunter-Bewässerung feucht gehalten.

Doch es sollte alles nicht so einfach werden… denn schon 3 Tage nach der Aussaat gab es so heftige Niederschläge, dass es fast den gesamten Rasensamen und die Düngerperlen den leicht schrägen Hang runtergeschwemmt und auch wieder für eine Hügellandschaft gesorgt hat. Das ist sehr frustrierend, wenn man so viel Handarbeit vorher investiert hat.

Wir haben uns dann entschieden, erstmal nicht gleich mit neuem Samen nachzusäen, sondern wollten erst mal abwarten, ob überhaupt etwas keimt. Aber schon nach knapp einer Woche waren im unteren Bereich schon sehr viele einzelne Grashalme zu sehen, also haben wir die gleiche Menge Dünger und Rasen nachgekauft und nochmal auf die gesamte Fläche verteilt.

Das Ergebnis heute nach knapp 3 Wochen sieht lustig aus: wir haben 2m² schön dichten und grünen Rasen, eben dort, wo es den ganzen Dünger und Samen hingeschwemmt hat. Aber auf dem Rest der Fläche wächst aktuell mehr Unkraut als Rasen.

Wir üben uns also erstmal weiter in Geduld, immerhin sieht man auf der restlichen Fläche auch schon die später nachgesäten Halme sprießen, vielleicht wird der Rasen dort ja auch noch ein bisschen dichter…

In ein paar Wochen gibt’s also wieder ein Update, ob wir tatsächlich so etwas wie einen Rasen oder eher eine Unkraut-Wiese angelegt haben 😉

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