Der Garten nimmt Formen an

Gerade mal 4 Wochen sind seit dem letzten Post vergangen und doch hat sich in unserem Garten sehr viel getan. Leider hat das Wetter selten mitgemacht, so dass die meisten Arbeiten bei Regen stattgefunden haben.

Aber jetzt der Reihe nach… um ein Gefühl für unsere Garteneinteilung zu bekommen, haben wir uns Kreidespray besorgt und die Rasenkante eingezeichnet und die genau Position für den Baum bestimmt.

Dann ging’s auch schon zur örtlichen Baumschule, wo wir spontan fündig geworden sind: eine Kupfer-Felsenbirne, nicht ganz 4m hoch. Eigentlich ist die Felsenbirne ein Strauch, man kann sie aber auch als Hochstamm in Form bringen. Jedenfalls passt sie sehr gut zu unserem Klima und Boden, blüht schön weiß und wechselt im Herbst zu einem sehr intensiven Rot. Also reserviert und eine Woche später liefern lassen.

Kurze Zeit später war er dann auch schon eingegraben und zur Stabilisierung haben wir noch ein Gestell aus Pfählen gebaut und den Baum mit Kokos-Schnur festgebunden.

Über unseren GaLa-Bauer haben wir außerdem nochmal 3t Natursteine liefern und einbauen lassen (schwarzwälder Granit). Da wir für die Hangabsicherung doch nicht so viele Steine benötigt haben, konnten wir den Rest um die Felsenbirne herum anordnen.

Als nächstes kam das Fundament für die Gartenhütte dran, das wir aus Beton-Schalungssteinen (25cm hoch, 17,5cm breit) hergestellt haben. Dafür habe ich ca. 30cm ausgehoben und 10cm mit Betonrecycling gekoffert/verdichtet, so dass das Fundament ca. 3-5cm höher als der Rasen sein wird.

Hierbei mussten natürlich zahlreiche Wasserleitungen und Kabel durch Leerrohre nach draußen geführt werden, da die Gartenhütte die Verteilstation für die Gartenbewässerung als auch Elektrik (Pumpe, Beleuchtung, Sensoren für Bewässerung, …) sein wird.

Zwischendrin habe ich außerdem immer mal wieder die Wildnis im hinteren Bereich des Gartens bekämpft. Also (fast immer bei Regen) Schubkarrenweise Unkraut, Gebüsch und Wurzeln ausgegraben und den Boden gelockert. Bei Regen und Lehmboden absolut keine angenehme Aufgabe. Also besser immer mal wieder nur ein bisschen, oder auch mal was Schönes machen, wie z.B. ein Blumen-Beet anlegen 😉

Sobald das fertig war, ging’s dann endlich an die automatische Bewässerung.

Diese habe ich selbst geplant (von Hunter gibt’s dazu einen sehr detaillierten Planungsleitfaden im Netz) und mich für 4 Bewässerungs-Zonen entschieden:

  1. der vordere Rasen,
  2. der hintere Rasen um die Gartenhütte herum
  3. Tropfschlauch für Hecken und Beete
  4. Microbewässerung für Hochbeete und Topfpflanzen

Sowie noch eine Leitung für eine Wassersteckdose, falls man im hinteren Bereich des Gartens doch mal händisch Wasser braucht (vorne ist schon eine Wasser-Steckdose im Zisternendeckel integriert).

Der vordere Rasen wird mit den klassischen MP Rotatoren „Kopf-über-Kopf“ abgedeckt, am Rand habe ich mich für die speziellen Side-Strips entschieden (rechteckige Regnerfläche). Um ein optimales Ergebnis/Radius zu erreichen, habe ich die Pro Spray 04 mit integrierter Druckbegrenzung auf 2.8 Bar verbaut.

Die gesamten Hunter-Teile inkl. Verteilschiene und Magnetventile habe ich in den USA gekauft, dort kosten Hunter-Produkte teilweise nur 20% von den hier üblichen Preisen. Wegen hohem Porto, Zoll/MwSt lohnt sich das aber nur bei einer Großbestellung.

Nachdem die Lieferung dann nach 3 Wochen endlich da war (davon fast 2 im Zoll), ging es wieder an’s Graben für ingesamt 75m PE Rohr (1 Zoll). Das Verlegen an sich ist ein Kinderspiel und macht mit einer Rohrschere richtig Spaß. Habe über ebay die ganzen Verbinder, Winkel, T-Stücke, … recht günstig erstanden, habe aber trotzdem erstklassige Ware bekommen. Man braucht etwas Kraft, aber dann ist alles 100% dicht.

Die Versenkregner (1/2 Zoll Innengewinde) habe ich über die Hunter Swing-Joints (sehr empfehlenswert!) entweder an spezielle T-Stücke oder an Endstücke angeschlossen. Mit dem Swing läßt sich die Höhe und Position super einfach einstellen.

Nachdem die beiden Hauptkreisläufe fertig und einzeln gestetet waren, wurde also wieder alles zugeschüttet.

Beim Ausheben der Rohrleitungsgräben ist mir die (stellenweise zu) dünne Sand/Humus-Schicht aufgefallen. Also nochmal 6t Sand bestellt und etliche Fahrten zur Kompostierungsanlage unternommen, um nochmal 5cm Sand/Humusgemisch im Garten zu bekommen.

Dann endlich heute bei etwas besserem Wetter das Finale: habe die einzelnen Kreisläufe über die Magnetventile & Verteiler angeschlossen und noch die automatische Pumpensteuerung (Druckschalter) eingebaut, angeschlossen und siehe da: alles funktioniert tadellos 🙂

Das war jetzt die letzte große Aktion vor dem Rasen-Einsäen…

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