Holzterrasse: Unterkonstruktion, Spritzschutz und erste Dielen

Auch diese Woche ging es wieder ein gutes Stück weiter mit der Terrasse, auch wenn immer noch ein paar Stunden pro Tag nach dem Feierabend gearbeitet wurde.

Das Ölen der Unterkonstruktion und der Terrassendielen hat dabei die meiste Zeit in Anspruch genommen. Wegen dem eher nassen Wetter habe ich dies immer in der Garage gemacht und dort auch die Dielen zum Trocknen gelagert. Das Holz sollte 36h nach dem Ölen nicht nass werden, so gab’s also immer eine Just-In-Time Produktion und 3 verschiedene Holz-Stapel.

Die erste Schicht Unterkonstruktion habe ich auf 6mm Mossgummi-Pads in die Fundamentsteine gedübelt (6x120er Spax in Fischer S8 Dübel). Hier ist es praktisch, wenn man neben der Bohrmaschine und Bohrhammer noch einen Akkuschrauber hat, dann muss man weder Bohrer noch Bits wechseln. Da die Pads zu groß für die Fundamentsteine waren, habe ich diese mit einer alten Küchenschere zurechtgeschnitten. Ging relativ gut, auch wenn man natürlich viel Kraft braucht.

Die zweite Lage Unterkonstruktion kam dann auf 12mm Moosgummi. Den geforderten Maximal-Abstand von 50cm habe ich mit 39cm gut unterboten. Lieber eine Reihe mehr als nötig einplanen.

Bin immer wieder von meinem Festool Schrauber positiv überrascht, der hat nicht nur tierisch Kraft, sondern hält auch lange durch. Hatte überlegt, ob ich mir für die Terrasse einen zweiten Akku zulegen soll (damit es keine Zwangs-Ladepausen gibt). Ist aber nicht nötig, bisher habe immer ich früher schlapp gemacht 😉

Als Fassaden-Spritzschutz habe ich vor den Holzdielen noch eine Terrassenrinne von ACO eingebaut. Nicht ganz billig, dafür aber eine gute Optik und die Konstruktion & Verarbeitung überzeugen mich voll und ganz. Die Aussparung für den Blitzableiter (Edelstahlkamin) und das Ablängen von Profil und Gitterrost gingen mit der Flex schnell von der Hand.

 

Dann ging’s auch schon an die erste Diele. Die sollte natürlich perfekt sitzen (rechter Winkel), also habe ich mir mit dem Messen und Überprüfen viel Zeit gelassen.

Wie schon früher geschrieben, haben wir von der Firma Wolfcraft das Material für die verdeckte Verschraubung zur Verfügung gestellt bekommen, und ich muss sagen, ich bin restlos begeistert, das System überzeugt mich sehr.

Die erste und letzte Diele werden mit speziellen End-Profilen verschraubt. Um die richtige Position für die Verschraubung zu finden, habe ich die Profile bündig auf die Unterkonstruktion gelegt, die Terrassendiele perfekt rechtwinklig ausgerichtet und dann mit Bleistift die Kante auf den Profilen markiert. Danach die Diele angehoben und auf den Rücken gedreht, und die Profile mit der Unterseite der Diele verschraubt. Anschließend zurück gedreht und mit der Stirnseite der Unterkonstruktion verschraubt.

Dazu habe ich die letzte Steinreihe der seitlichen Mauern noch weggelassen, damit ich da überhaupt noch dran komme. Sollte man nicht vergessen 😉

Die nachfolgende Diele wird dann entsprechend mit den normalen Profilen auch auf der Unterseite (versetzt) verschraubt und anschließend gedreht und unter die vorige Diele geschoben.

Für ein perfektes Fugenbild werden Abstandhalter eingesetzt, die Diele mit den Spezialzwingen an der vorigen verspannt und mit der Unterkonstruktion verschraubt. So geht es dann Diele für Diele weiter, bis am Ende der Terrasse wieder die Spezial-Profile als Abschluss zum Einsatz kommen.

Nach 2-3 Dielen hat man auch den Dreh raus und es geht flott voran. Mit der Anlege-Hilfe ist der richtige Sitz der Profile garantiert – sowohl bei der vertikalen Position (Überlappung) als auch bei der horizontalen Versetzung kann damit eigentlich kein Fehler gemacht werden.

Beim Verschrauben der Dielen hat sich auch gleich gezeigt, dass man besser mit zwei Zwingen arbeitet. Eine links und eine rechts der zu verschraubenden Stelle. Nur so ist der perfekte Sitz gewährleistet.

Man sollte sich nur im Klaren sein, dass diese Lösung natürlich deutlich mehr Schraub-Arbeit bedeutet. In meinem Fall verbaue ich pro 3m Diele 7 Profile à 6 Schrauben. D.h. auf die komplette Fläche der Terrasse (60 Dielen) sind über 2.500 Schrauben nötig (die beim System natürlich dabei sind).

Ich bin aber der Meinung, dass sich das absolut lohnt. Es sieht IMHO nicht nur besser ohne sichtbare Schrauben aus, sondern man verhindert damit auch Risse durch die Verschraubung am Dielenende und man hat kein eindringendes Wasser von oben.

Die Qualität der Dielen an sich ist auch spitze. Habe diese samt Unterkonstruktion von Osto Holz online bezogen und mich darüber gefreut, dass es kaum Ausschuss gab und die Dielen weder vor noch nach dem Ölen nennenswert verzogen waren. Da habe ich beim örtlichen Holzhandel als auch Baumärkten deutlich schlechtere Qualität gesehen (zumindest in der selben Preisklasse, also Lärche oder Douglasie).

Das geölte Holz sieht im Moment noch sehr orange aus. Bei meiner Mülltonnenbox (selbes Öl und auch Lärche) hat die Witterung nach ein paar Wochen aber schon für einen deutlich helleren Ton gesorgt.

Inzwischen habe ich etwa ein Drittel aller Dielen verlegt, natürlich gibt’s dann auch noch Fotos vom Endergebnis.

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