Vorbereitungen für Rasen und Bewässerung

Kaum war die Terrasse fertig, ging es auch schon an’s nächste DIY Projekt: der Garten.

Den Großteil unserer Gartenfläche wollen wir als Rasen anlegen, zusätzlich standen folgende Dinge aber schon vor dem Grundstückskauf auf unsere Prio-Liste:

  • Ein Baum,
  • ausreichend Platz für eine große Hängematte,
  • 2-3 Hochbeete + (kleiner) Nutzgarten für Gemüse und Kräuter,
  • Geräteschuppen für Gartengeräte, Rasenmäher, Grill und die Gartenmöbel (Winter), evtl. auch Brennholz (Kamin)

Also haben wir uns an die Garten-Planung gesetzt und können jetzt auch alles wie gewünscht umsetzen.

Da wir wissen, wieviel Arbeit und Zeit man für händisches Gießen investieren muss, war auch schon von Anfang an klar, dass wir eine automatische Garten-Bewässerung mit Zisterne haben wollen (die ja auch schon vergraben und an die Dachfläche angeschlossen ist).

In der letzten Woche haben wir also ordentlich angepackt und einen Großteil der nötigen Vorarbeiten erledigen können.

Zuerst ging es daran, den Lehmboden zu verbessern:

  • Von Hand die ca. 130m² Lehmboden samt Bewuchs mit einer Gartenkralle ca. 10-15cm umgegraben. Das ging trotz sehr festem Lehm recht gut (insbesondere 1-2 Tage nach Regen) und dabei das Unkraut gleich entfernt.
  • Anschließend mit einer elektrischen Bodenfräse den frisch umgegrabenen und klumpigen Boden zerkleinert.
  • Bei den lokalen Werstoffstationen/Kompostplatz gibt es kostenlosen Humus. Davon haben wir auch einige Fuhren verteilt und mit der Fräse untergemischt (vielleicht so 2-3 Tonnen).
  • Da uns der Boden danach immer noch zu kompakt erschien, haben wir noch 4 Tonnen Sand bestellt und wiederum mit der Fräse untergegraben.

Das hat sich sehr gelohnt, der Boden ist jetzt recht feinkrümelig und ließ sich in diesem Zustand auch leichter verteilen, um den finalen Geländeverlauf modellieren zu können.

Bevor aber der Rasen eingesät werden kann, sollten natürlich alle Erdarbeiten/Grabungen erledigt sein. D.h. alle Leerrohre samt Erdkabel und auch das PE-Rohr der Hauptwasserleitung zwischen Zisterne/Pumpe und Geräteschuppen (Verteilstation) mussten verlegt werden:

Noch ein Tipp: wer ein 25er PE-Rohr zusammen mit einem Erdkabel in einem Leerrohr verlegen möchte, sollte mindestens DN50 verwenden und wenn möglich keine Winkelstücke über 30° einsetzen (für 45° also lieber 15° und 30° hintereinander kombinieren).

Hatte direkt an der Zisterne einen 45°-Winkel (DN50) plus Reduzierstück (DN 50->100) für den Anschluss gesetzt. Natürlich blieb hier das PE Rohr stecken, so dass ich am Ende in die Zisterne steigen musste (die natürlich voll mit Wasser war) und das PE Rohr mühsam mit Zange und schließlich Rohrzange durch den Winkel bugsieren und zerren musste.

Gleichzeitig ist das PE Rohr aber auch ein super „Führungsdraht“. D.h. ich habe das Erdkabel (3×1.5mm²) sowie das Datenkabel (6×0.2mm²) für Sensoren mit Klebeband am PE Rohr festgeklebt und das ganze dann noch dick mit Gleitmittel eingeschmiert. Das ging dann bis zur Zisterne recht gut. Nur für die letzten 5mm der „Rohr-Geburt“ habe ich dann eine knappe Stunde und viel Energie gebraucht.

Aber das Ergebnis macht alle Mühen wieder wett. Die Tauchdruckpumpe* liefert ordentlich Wasser. Fehlen nur noch der Druckschalter* samt Rückschlag-Ventil*, dann ist das Thema Zisterne+Pumpe erledigt und es kann mit den Leitungen für die Regner (Hunter) und Tropfschläuche weitergehen.

Das Datenkabel mit 6 Adern habe ich mal vorsorglich mit verlegt, falls ich mal einen Füllstands-Sensor o.Ä. in die Zisterne bauen möchte.

Nächste Woche bekommen wir unseren Baum geliefert (Kupfer-Felsenbirne) und danach bauen wir die Hauptstränge für die Rasen-Sprenger (DN25, Hunter ProSpray + MP Rotator) sowie die Metall-Rasenkante ein.

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Holzterrasse: Finale

Nach nur wenigen Feierabenden bin ich mit der Terrasse fertig geworden. Hier noch ein paar Impressionen, Erfahrungen zum Wolfcraft-System und Tipps.

Während dem Verlegen empfiehlt es sich, immer mal wieder die restliche Länge am Anfang und Ende der Diele zu messen, damit man nicht aus dem rechten Winkel läuft. Kleine Abweichungen kann man durch eine leicht schiefe Fuge ausgleichen (1mm Unterschied auf 3m Dielenlänge fällt nicht auf).

Beim Verschrauben der Profile mit der Unterkonstruktion kommt es ab und zu mal vor, dass die kurzen Schrauben aus dem Wolfcraft-Set nicht richtig greifen. In diesem Fall, oder auch wenn ich eine Diele mit etwas Spannung verschrauben musste, habe ich in das zweite Loch eine 5x50er Spax gesetzt. Der Kopf ist einen Tick zu groß für die Aussparung im Profil, aber dafür ist die Verbindung sehr stabil.

Sollte beim Verspannen und Verschrauben der Diele außerdem mal ein Abstandhalter festsitzen (was gerne mal passiert), lassen sich diese durch das schlaue Design recht einfach mit einem zweiten Abstandhalter heraushebeln, siehe Foto. Gut gemacht, Wolfcraft! Die vielen cleveren Details machen das Verlegesystem absolut praxistauglich => so macht Terrassenbau Spaß! Uneingeschränkte Empfehlung meinerseits 🙂

Die ersten 5m waren so in wenigen Stunden alleine verlegt.

Die erste Diele am Lichtschacht musste ich ausklinken. Habe mich entschieden, das schmale Stück der Diele mit einer Terrassenschraube von oben zu verschrauben. Dazu habe ich wieder Terrassenpads als Unterlage benutzt und die Diele vor dem Verschrauben vorgebohrt.

Die Planung war, mit ziemlich genau einer vollen Dielenbreite am Ende anzukommen. Hatte aber erst recht spät beim Verlegen bemerkt, dass die Dielen nicht wie angegeben 145mm, sondern nur um die 144mm breit sind. Bei 50 Dielen macht ein Millimeter aber nunmal 5cm auf die volle Länge aus… Damit war eine (stabile) Befestigung der schmalen End-Diele eigentlich nur von oben möglich. Also nochmal Terrassenpads zugeschnitten und diese mit jeweils einer Schraube auf der Unterkonstruktion fixiert, damit mir die Pads beim Vorbohren/Verschrauben nicht runterfallen (bei der letzten Diele kommt man dann natürlich nicht mehr ran).

Die (sichtbare) Verschraubung von oben hat später auch den Vorteil, dass die Dielen einfacher abgebaut werden könnten, ohne die oberste Mauerreihe abreißen zu müssen. Bei der letzten Diele fallen die Schrauben außerdem kaum auf.

Alle sichtbaren Schrauben habe ich sicherheitshalber nochmal mit Öl betupft, da dort natürlich Wasser in das Holz eindringen kann.

Um einen sauberen Abschluss zum Garten hin zu erreichen, habe ich die Stirnseite der Dielen mit der Tauchsäge und Führungsschiene sauber um +/- 1cm abgesägt und geölt. Dazu am besten eine Schnur über die gesamte Länge spannen und alle paar Dielen anzeichnen.

Außerdem habe ich für den vertikalen Abschluss unter der Stirnseite Dielen zurechtgesägt und an der Unterkonstruktion befestigt (also von vorne verschraubt, nicht von oben). Mangels gutem Wetter gibt’s hiervon aber leider noch kein Foto.

Damit wir die Terrasse gleich einweihen konnten, haben wir uns spontan noch ein paar Stühle, zwei Bänke und einen Tisch besorgt (Ikea Falster Serie).

Schon lange davor haben wir uns mit dem Thema Verschattung beschäftigt und sind sehr begeistert von der cleveren Schirmständer-Lösung von Sonnenanker.

Erster Praxis-Test mit einem 3m Schirm ist schon bestanden. Der Ständer ist sehr stabil, flach und man kann sehr einfach und schnell den Standort ändern. Die technische Umsetzung in der Terrassenfuge ist absolut genial!

Hier noch die letzten Fotos bei gutem Wetter. Sobald wir mal wieder Sonne haben, gibt’s noch ein paar Impressionen der fertigen Terrasse mit Sonnenschirm und Schirmständer.

Holzterrasse: Unterkonstruktion, Spritzschutz und erste Dielen

Auch diese Woche ging es wieder ein gutes Stück weiter mit der Terrasse, auch wenn immer noch ein paar Stunden pro Tag nach dem Feierabend gearbeitet wurde.

Das Ölen der Unterkonstruktion und der Terrassendielen hat dabei die meiste Zeit in Anspruch genommen. Wegen dem eher nassen Wetter habe ich dies immer in der Garage gemacht und dort auch die Dielen zum Trocknen gelagert. Das Holz sollte 36h nach dem Ölen nicht nass werden, so gab’s also immer eine Just-In-Time Produktion und 3 verschiedene Holz-Stapel.

Die erste Schicht Unterkonstruktion habe ich auf 6mm Mossgummi-Pads in die Fundamentsteine gedübelt (6x120er Spax in Fischer S8 Dübel). Hier ist es praktisch, wenn man neben der Bohrmaschine und Bohrhammer noch einen Akkuschrauber hat, dann muss man weder Bohrer noch Bits wechseln. Da die Pads zu groß für die Fundamentsteine waren, habe ich diese mit einer alten Küchenschere zurechtgeschnitten. Ging relativ gut, auch wenn man natürlich viel Kraft braucht.

Die zweite Lage Unterkonstruktion kam dann auf 12mm Moosgummi. Den geforderten Maximal-Abstand von 50cm habe ich mit 39cm gut unterboten. Lieber eine Reihe mehr als nötig einplanen.

Bin immer wieder von meinem Festool Schrauber positiv überrascht, der hat nicht nur tierisch Kraft, sondern hält auch lange durch. Hatte überlegt, ob ich mir für die Terrasse einen zweiten Akku zulegen soll (damit es keine Zwangs-Ladepausen gibt). Ist aber nicht nötig, bisher habe immer ich früher schlapp gemacht 😉

Als Fassaden-Spritzschutz habe ich vor den Holzdielen noch eine Terrassenrinne von ACO eingebaut. Nicht ganz billig, dafür aber eine gute Optik und die Konstruktion & Verarbeitung überzeugen mich voll und ganz. Die Aussparung für den Blitzableiter (Edelstahlkamin) und das Ablängen von Profil und Gitterrost gingen mit der Flex schnell von der Hand.

 

Dann ging’s auch schon an die erste Diele. Die sollte natürlich perfekt sitzen (rechter Winkel), also habe ich mir mit dem Messen und Überprüfen viel Zeit gelassen.

Wie schon früher geschrieben, haben wir von der Firma Wolfcraft das Material für die verdeckte Verschraubung zur Verfügung gestellt bekommen, und ich muss sagen, ich bin restlos begeistert, das System überzeugt mich sehr.

Die erste und letzte Diele werden mit speziellen End-Profilen verschraubt. Um die richtige Position für die Verschraubung zu finden, habe ich die Profile bündig auf die Unterkonstruktion gelegt, die Terrassendiele perfekt rechtwinklig ausgerichtet und dann mit Bleistift die Kante auf den Profilen markiert. Danach die Diele angehoben und auf den Rücken gedreht, und die Profile mit der Unterseite der Diele verschraubt. Anschließend zurück gedreht und mit der Stirnseite der Unterkonstruktion verschraubt.

Dazu habe ich die letzte Steinreihe der seitlichen Mauern noch weggelassen, damit ich da überhaupt noch dran komme. Sollte man nicht vergessen 😉

Die nachfolgende Diele wird dann entsprechend mit den normalen Profilen auch auf der Unterseite (versetzt) verschraubt und anschließend gedreht und unter die vorige Diele geschoben.

Für ein perfektes Fugenbild werden Abstandhalter eingesetzt, die Diele mit den Spezialzwingen an der vorigen verspannt und mit der Unterkonstruktion verschraubt. So geht es dann Diele für Diele weiter, bis am Ende der Terrasse wieder die Spezial-Profile als Abschluss zum Einsatz kommen.

Nach 2-3 Dielen hat man auch den Dreh raus und es geht flott voran. Mit der Anlege-Hilfe ist der richtige Sitz der Profile garantiert – sowohl bei der vertikalen Position (Überlappung) als auch bei der horizontalen Versetzung kann damit eigentlich kein Fehler gemacht werden.

Beim Verschrauben der Dielen hat sich auch gleich gezeigt, dass man besser mit zwei Zwingen arbeitet. Eine links und eine rechts der zu verschraubenden Stelle. Nur so ist der perfekte Sitz gewährleistet.

Man sollte sich nur im Klaren sein, dass diese Lösung natürlich deutlich mehr Schraub-Arbeit bedeutet. In meinem Fall verbaue ich pro 3m Diele 7 Profile à 6 Schrauben. D.h. auf die komplette Fläche der Terrasse (60 Dielen) sind über 2.500 Schrauben nötig (die beim System natürlich dabei sind).

Ich bin aber der Meinung, dass sich das absolut lohnt. Es sieht IMHO nicht nur besser ohne sichtbare Schrauben aus, sondern man verhindert damit auch Risse durch die Verschraubung am Dielenende und man hat kein eindringendes Wasser von oben.

Die Qualität der Dielen an sich ist auch spitze. Habe diese samt Unterkonstruktion von Osto Holz online bezogen und mich darüber gefreut, dass es kaum Ausschuss gab und die Dielen weder vor noch nach dem Ölen nennenswert verzogen waren. Da habe ich beim örtlichen Holzhandel als auch Baumärkten deutlich schlechtere Qualität gesehen (zumindest in der selben Preisklasse, also Lärche oder Douglasie).

Das geölte Holz sieht im Moment noch sehr orange aus. Bei meiner Mülltonnenbox (selbes Öl und auch Lärche) hat die Witterung nach ein paar Wochen aber schon für einen deutlich helleren Ton gesorgt.

Inzwischen habe ich etwa ein Drittel aller Dielen verlegt, natürlich gibt’s dann auch noch Fotos vom Endergebnis.