DIY: Einbau und Anschluss der Zisterne

Arbeitsreiche Tage liegen hinter uns, aber endlich ist es vollbracht: die Zisterne ist angeschlossen und vergraben.

Eigentlich wollten wir dieses Thema erst später angehen, aber es war schnell klar, dass wir die Installation nur sinnvoll machen können, solange die Terrasse noch nicht gebaut ist.

Anhand der Niederschlagsmenge, der angeschlossenen Dachfläche und der Nutzung als reine Gartenbewässerung kam bei diversen Online-Rechnern für die Zisterne eine optimale Größe von 1300l raus, also sind wir auf die nächste Größe von 1500l gegangen und haben ein gutes Angebot für den Platin-Flachtank der Firma Graf bekommen. Zusätzlich habe ich noch das Garten-Filterpaket (ohne Pumpe), eine Wassersteckdose und den grünen, begehbaren Schacht+Deckel sowie eine Wasserzapf-Säule für zusammen unter 900€ bei benz24 bestellt.

Im ersten Moment hören sich 1.5m³ nicht viel an, aber von Hand gegraben und später wieder verfüllt bewegt man sehr viele Tonnen Erde und Kies.

Damit die Tankschulter in frostfreier Tiefe liegt und um die Zisterne genügend Arbeitsraum zum Verdichten bleibt, lag das finale Grubenmaß bei 2.5 x 1.55 x 1.6m. Also wollen erstmal 6.2m³ Lehm dafür ausgehoben werden. Am Schluss wird es jedenfalls recht abenteuerlich, in die Grube rein und wieder herauszukommen. Insbesondere, wenn es zwischendurch mal geregnet hat.

Den Grubenboden habe ich dann verdichtet und eine 12cm dicke Schicht Kiesel eingebracht (8-16mm) und so gut es ging mit einem Handstampfer verdichtet und mit der Wasserwaage und Rechen vorbereitet.

Zu Viert haben wir dann die Zisterne an Seilen in die Grube gelassen und dann lagenweise mit dem gleichen Kiesel aufgefüllt und mit einem Vorschlaghammer verdichtet, bis die Anschlüsse für die Rohrleitungen erreicht waren. Dazu muss die Zisterne zu einem Drittel mit Wasser gefüllt sein.

Den Großteil des Aushubs habe ich benutzt, um einen Graben seitlich am Grundstück aufzufüllen. Den Rest des Lehms habe ich zerkleinert und mit dem Rechen auf dem zukünftigen Rasen verteilt und Gründunger/Bodenverbesserer ausgesät (Phacelia*).

Dann ging’s auch schon an die Anschlüsse: zuerst der tiefer liegende Zisternen-Überlauf, dann ein verzweigter Zulauf, der an zwei Regenfallrohre angeschlossen wird, sowie ein Leerrohr, durch das später das Erdkabel für die Pumpe in die Zisterne eingeführt wird (HT DN50 Rohr).

Bei allen Wasserrohren (KG DN110) muss natürlich auf genügend Gefälle geachtet werden (mind. 1%). Habe also die Höhen am Regenfallrohr berechnet und dann während dem Verlegen der Rohre mit der Wasserwaage ein gleichmäßiges Gefälle eingestellt. Die Leitungsgräben habe ich erst mit einer Schicht Betonrecycling verdichtet und die Rohre selbst dann in Sand verlegt.

Das Fallrohr aus Titanzink mündet bei uns (Schwörer) zuerst in einem 90er Kunststoffrohr (schwarz). Für den Anschluss am DN110 Rohr gibt es praktische, zuschneidbare Manschetten aus Gummi, die sehr gut sitzen und abdichten. Beim Verlegen der KG Rohre sollte man immer viel Gleitmittel verwenden, und gekürzte Rohre unbedingt sauber mit ca. 15° anfasen, sonst wird das Zusammenstecken zur Tortur.

Der Anschluss des Zisternen-Überlaufs an das Fallrohr war am schwierigsten, da ich dies wegen dem Gefälle auf -85cm machen musste. Also erst das Fallrohr ausgraben und dann unten durchsägen. Dazu habe ich von meiner Stanley-Metallsäge das Sägeblatt ausgespannt (dünn und flexibel) und dann kopfüber Millimeter um Millimeter das PE-Rohr durchtrennt.

Um zu verhindern, dass z.B. Ratten durch das Abwasserrohr in der Zisterne landen, wird ein rundes Metallgitter vor den Überlauf-Siphon montiert (in einer Überschiebemuffe).

Der Zisternen-Zulauf wurde dann einfach 30cm über dem Ablauf verlegt. Mit etwas Routine ging das dann deutlich schneller.

Anschließend wurde der Rest der Grube weiter lagenweise mit Kies gefüllt und verdichtet, bis ca. 15cm unter Geländeoberkante. Ab da kam dann wieder Lehm drauf, den ich speziell im Bereich des Doms/Deckels gut verdichtet habe.

Die Installation einer Pumpe kommt erst nach der Terrasse dran. Momentan favorisiere ich eine Tauchdruckpumpe von Einhell*, muss aber noch die Leistungsdaten für die automatische Gartenbewässerung genauer berechnen, und schauen, ob das passt.

Von den 7.5t Kies habe ich schätzungsweise gut 5-6t für die Zisterne gebraucht, den Rest benutze ich für die Terrassen-Unterkonstruktion. Hier müssen auch noch etwa 4.5t Betonrecycling (0-32) verteilt und verdichtet werden, um die nötige Höhe zu erreichen.

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Ein Gedanke zu “DIY: Einbau und Anschluss der Zisterne

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