Ein Loch im Garten

oder: was als „ich vermesse mal kurz die Position für die Zisterne“ begann…

Motiviert vom herrlichen Wetter wollte ich dieses Wochenende die Position für die Zisterne und die Leitungen festlegen.

Nachdem das dann ziemlich schnell erledigt war, dachte ich mir, ich könnte ja mal versuchen, die ersten Zentimeter von Hand auszugraben, da ich sowieso Erde zum Auffüllen unseres seitlichen Grabens brauchte. Den Rest kann ja dann der GaLa-Bauer mit dem Bagger machen…

Also Spaten und Spitzhacke geholt und los ging der Grabungsrausch. Knapp 3h später war ich dann auch schon fast auf Solltiefe angelangt 😀

Damit kann ich bestätigen, dass man es auch selbst schaffen kann, an einem guten Nachmittag die Grube für einen 1.500l Flachtank auszuheben (2.5m lang, 1.7m breit und 1.4m tief). Bisher sogar ohne nennenswerten Muskelkater, das Fitness-Studio kann man sich mit viel Eigenleistung beim Hausbau also sparen…

Die ersten 80-90cm gingen relativ einfach, der Lehmboden ließ sich gut mit dem Spaten abstechen. Beim letzten Drittel musste ich dann aber mit der Spitzhacke nachhelfen, da der Boden sehr fest (und auch schwer) wurde.

Von den insgesamt 6m³ Aushub habe ich also schon knapp 4-5m³ geschafft, und damit wohl so um die 10 Tonnen Erde bewegt, wenn man mal so 2t pro m³ Lehm/Schluff ansetzt.

Damit konnte ich dann auch schon ganz gut unsere Natursteinmauer seitlich am Haus anfüllen. Die Erde muss ich nur noch ein bisschen besser verteilen und etwas verdichten, dann kann der GaLa-Bauer kommen und die letzten Reihen Natursteine setzen, damit wir den Lichtschacht der Wärmepumpe komplett anfüllen können.

Mit etwas Glück wird die Zisterne und auch die 7 Tonnen Kies nächste Woche geliefert, dann kann der Tank nach Ostern an die Fallrohre angeschlossen werden. Das ist dann zusammen mit ein paar Leerrohren für die automatische Gartenbewässerung die letzte Aktion vor der Terrasse.

 

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Holzterrasse mit Wolfcraft

Das nächste große DIY Projekt wird unser Garten werden. Und damit wir den Frühling auch in unserem Garten genießen können, wollen wir als nächstes die Holzterrasse angehen.

Nach einigem Recherchieren hat mich das System für unsichtbare/verdeckte Verschraubung von Wolfcraft am meisten überzeugt und habe mich spontan als Produkt-Tester beworben.

Hatte mir keine allzugroßen Chancen ausgerechnet, umso mehr hat es mich also gefreut, als ich schon eine Woche später das Material für die 24m² samt Werkzeug zur Verfügung gestellt bekommen habe!

Wolfcraft Material und Werkzeug für verdecktes Verschrauben.jpg

Neben dem Starter-Set samt Erweiterungen sind noch die Abstandhalter, zwei Zwingen mit speziellen Backen und die Profile für die erste und letzte Diele enthalten.

Kann es also kaum noch abwarten, endlich mit der Terrasse loslegen zu können (und werde natürlich ausführlich berichten).

Doch bevor man blind loslegt, will natürlich auch so eine Terrasse gut geplant sein und erfordert auch einiges an Vorarbeit. So habe ich schon unseren Lichtschacht nochmal ausgegraben und in der Höhe verstellt, so dass er mit der Terrassediele bündig abschließt.

Um möglichst eben aus der Schiebetür auf die Terrasse zu kommen, haben wir eine Stufe von 17cm geplant. Damit hier die Gewährleistung von Schwörer nicht gefährdet wird, braucht man einen sehr guten Spritzschutz zwischen Terrasse und Fassade, weshalb ich hier die Terrassenrinne von ACO mit einem 30/10er Maschenrost verbauen werde.

Zwecks besserer Haltbarkeit / Wasserablauf werde ich die Dielen mit 1% Gefälle orthogonal zur Fassade verlegen. Hat auch den Vorteil, dass ich die Dielen dann mit voller Länge (3m) ohne Zuschnitt verlegen kann.

Für die Unterkonstrukion werde ich Fundamentsteine verwenden. Aktuell bin ich noch nicht sicher, ob ich die fehlende Höhe durch eine weitere Kies-Schicht herstellen oder einfach eine zweite Lage Konstruktionsholz verbauen soll. Das mache ich wohl davon abhängig, wie viel Kies ich nach Einbau der Zisterne noch übrig haben werde.

Bei der Holzart haben wir uns schon für Lärche entschieden – passend zur Mülltonnenbox im Vorgarten.

Und bevor es mit der Unterkonstruktion der Terrasse losgehen kann, muss noch die Zisterne/Flachtank verbuddelt und angeschlossen werden.

Startschuss für die Außenanlage: DIY Mülltonnenbox

Mit den steigenden Temperaturen ist bei uns auch kräftig der Drang gestiegen, die Außenanlage anzugehen.

Als erstes Projekt ging es also an die DIY Mülltonnenbox. Als große Holzfans haben wir uns recht schnell auf einen einfachen Kubus mit Rhombus-Verschalung festgelegt.

Wie es der Zufall so will haben wir dann bei Hornbach eine schöne Rhombus-Leiste aus Lärche gefunden und uns, um die Optik etwas länger zu konservieren, für ein Holzöl mit UV-Schutz als Behandlung entschieden.

Also, wie immer, SketchUp angeworfen und die Rahmenkonstruktion entworfen. Haben lange überlegt, ob wir die Box vorne mit Türen versehen oder oben mit einer Klappe, haben uns dann aber dagegen entschieden. Für die 2-3mal, die wir pro Woche an die Tonne müssen, wollen wir lieber eine geradlinige Konstruktion. Da die Müllabfuhr bei uns auch die Tonnen selbst holt, auch ohne Türen.

So sollte sie dann also aussehen:

Mülltonnenbox

Da der gesamte Bereich in unserer Einfahrt bereits ausgekoffert und mit Betonrecycling aufgefüllt und verdichtet wurde, musste ich kein spezielles Fundament anlegen, sondern habe lediglich die Abmessung der Mülltonnenbox mit Bordsteinen eingefasst.

Damit das Holz keine direkte Erdverbindung hat, habe ich mich für eine schwebende Befestigung entschieden und dazu Flachstahl-Winkel mit den Randsteinen vor dem Einbetonieren verschraubt.

Randsteine zu setzen ist recht einfach, hatte dabei nur die Menge an Beton unterschätzt. Also nochmal zum Baumarkt und neben ein paar Säcken Beton auch gleich noch ein Eibenbach Rührwerk besorgt, das erleichtert das Anrühren enorm. So lassen sich in kurzer Zeit 8 Sack GaLa-Beton verarbeiten.

Musste die Randsteine direkt an das bereits verlegte Pflaster setzen. Leider habe ich hier wohl nicht genug unterfüttert, so dass die Pflastersteine leicht abgesackt sind. Das werde ich später noch richten, wenn ich auch noch in die Mülltonnenbox Pflastersteine lege.

Dann ging’s auch schon an die Rahmenkonstruktion (44x44mm), die ich natürlich auch mit dem selben Öl vorbehandelt habe. Die Rahmenhölzer wurden mit Winkeln verschraubt (Edelstahl).

Damit das Holz arbeiten kann, habe ich bei den Gehrungsschnitten jeweils 2-3mm Luft gelassen. Und so sieht dann das Ergebnis aus (noch ohne Deckel):

Mit dem gleichen Holz und Öl wollen wir dann später noch die Eingangsüberdachung verschalen.

Nachtrag:

Die Konstruktion vom Deckel war dann noch etwas tricky. Damit Wasser nicht auf den Leisten stehen bleibt, habe ich diese leicht gekippt am Rahmen befestigt. Und damit sie den Winkel halten, jede Leiste pro Seite mit einer Schraube und einem Holzdübel fixiert. Das Erscheinungsbild von oben ist leider nicht 100% regelmäßig, da die Leisten natürlich nicht 100% gerade sind, sondern leicht in sicht verdreht oder bauchig. Finde ich aber nicht so schlimm, ist ja schließlich ein Naturprodukt 😉