Wonzimmer – Tapezieren, Streichen und Netzwerkdosen setzen

Eigentlich wollten wir im ganzen Haus eine glatte Wandoberfläche haben. Der Aufpreis von knapp 7 T€ für Wände und Decken hatte uns aber davon abgehalten.
Um wenigstens die prägnanteste Wand im Wohnzimmer vom Rest der Rauhfaser abzusetzen, haben wir diese Wand nicht tapezieren und streichen, dafür aber eine Q3 Spachtelung machen lassen.

Nach der Hausübergabe haben wir uns also ans Werk gemacht und bei über 30°C versucht, die Wand zu tapezieren. Das ging aber komplett daneben… schon direkt nach dem Tapezieren gab es einige Stellen, wo sich die Tapete von der Wand gelöst hat. Zum einen, weil durch die hohe Temperatur und den zu geringen Auftrag der Kleister extrem schnell getrocknet ist. Zum anderen, weil wir beim Korrigieren (=stellenweise wieder Abziehen) keinen neuen Kleister aufgetragen haben.

Da wir nicht sonderlich Lust hatten, die Tapete wieder komplett zu entfernen, haben wir es erstmal mit Reparieren versucht. Also Flüssigkleister benutzt und alle abgelösten Stellen unterspritzt. Zusätzliche die Stöße gelöst, neu eingekleistert und angedrückt. Nach dem ersten Streichen (und zusätzlichem Verspachteln der Stöße) sah es auch ganz passabel aus, nach dem zweiten Streichen ging das Ablösen aber wieder los und spätestens jetzt war klar, dass die Tapete komplett runter muss.

Gesagt, getan. Beim zweiten Mal konnten wir die Fehler vom ersten Versuch vermeiden und das Ergebnis sieht klasse aus. Beim Tapzieren waren wir so konzentriert dabei, dass wir sogar das Fotografieren vergessen haben 🙂

Hier also unsere persönlichen Tipps, wie es bei uns schließlich geklappt hat:

  • Den richtigen Kleister verwenden. Renoviervlies ist nicht Vliestapete => Metylan Secura (inkl. Grundierung)
  • Tapetenbahnen vorher zuschneiden (oben und unten 10cm dazugeben)
  • Bei der Lichtquelle (Fenster) anfangen, so fallen die Stöße weniger auf
  • Die erste Tapetenbahn mit langer Wasserwaage anzeichnen.
  • Kleister nur Bahn für Bahn aufbringen. Nicht mit Kleister sparen.
  • Tapete oben ansetzen (10cm Tapete Richtung Decke überstehen lassen) und das obere Drittel an der angezeichneten Linie absolut perfekt ausrichten und mit einer Tapetenbürste diagonal anstreichen/leicht andrücken.
  • Dann langsam nach unten arbeiten und immer an der angezeichneten Linie bleiben. Das diagonale Anstreichen/Andrücken verhindert Falten/Blasen
  • Kommt man doch schräg, die Tapete wieder bis fast (oder sogar ganz oben) abziehen und – wichtig – neuen Kleister auftragen
  • Sitzt die Bahn perfekt, mit großer Andrückrolle fest andrücken und mit der kleinen Andrückrolle speziell die Stöße fest andrücken
  • Alle weitern Bahnen Stoß an Stoß verkleben
  • Auslässe für Schalter/Steckdosen während dem Anbringen mit dem Messer grob ausschneiden/einstechen, damit sich daneben/darunter keine Falten bilden
  • Erst am Schluss mit einem dünnen Lineal und einem sehr scharfen Cuttermesser (Klinge oft wechseln) die Überstände oben und unten (nicht ganz in der Ecke) abschneiden und mit der kleinen Andrückrolle wieder fest andrücken

Beim zweiten Tapezieren haben wir deutlich weniger Zeit gebraucht, also alles eine Frage der Übung. Wenn man – so wie wir – noch nie vorher tapeziert hat, fängt man also besser mit einer unauffälligen Wand zum Üben an 😉

Insgesamt haben wir die Wand dann weiß grundiert (normale Dispersionsfarbe) und einmal mit Kreidefarbe gestrichen (deckt sehr gut). Die matte und glatte Optik finden wir klasse (Kreidefarbe von Via, Farbton nennt sich Jungfer im Grünen), ist ein helles grau mit einem leichten Lavendel-Stich.

Anschließend also wieder alle Steckdosen und Schalter angebracht und noch die selbst besorgten Antennen- und Netzwerkdosen montiert.
Hatte ich mich anfangs noch gewundert, warum Schwörer pro LAN-Kabel eine separate Dose gesetzt hat, war dann beim Montieren aber doch recht froh darüber. Zwei CAT-7 Kabel in einer Dose („Doppelauslass“) ist bei der Montage natürlich kniffliger, da der Platz schon bei einem Kabel recht eng ist. Habe die Dosen als auch Abdeckungen von Peha verwendet (wir haben Peha Dialog bei Schwörer aufgemustert). Die sind zwar etwas teurer, aber Preis/Leistung stimmt, die Qualität ist top!

Jetzt fehlt nur noch ein schneller Internet-Anschluss und der Server/Netzwerkschrank im Keller wartet auch schon auf die Installation 🙂

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