Innentüren eingebaut – Holz- und Betonwände

Eine Innentür einzubauen ist eigentlich keine große Sache, zumindest wenn die Wandöffnung der DIN entspricht und man die Zarge einfach mit Montageschaum einbauen kann.

Bei den Holzwänden in EG und DG war das ganze aber etwas aufwändiger, als ursprünglich angenommen. Im Schwörer-Portal und Blog gibt’s ein paar gute Hinweise, wie die Türen eingebaut werden, und vom Bauleiter haben wir auch noch eine umfangfreichere Anleitung bekommen.

Trotzdem habe ich für die erste Tür in etwa 4-5 Stunden gebraucht. Das Ausstemmen der Bandtaschen war jedenfalls schnell erledigt. Zuerst habe ich dazu die beiden Stellen von der Zarge auf die Wand übertragen und mit dem Stechbeitel ca. 2.5cm tief den Holzbalken ausgestemmt. Anschließend noch mit der Stichsäge die Holzwerkstoffplatte eingeschnitten.

Dabei hat sich dann rausgestellt, dass die Türöffnung (Höhe) zu klein für die Zarge ist. Der Balken (siehe Foto) hatte immer die richtige Höhe, die Holzwerkstoffplatte und Rigipsplatte standen aber teilweise ca. 4-5cm über, so dass hier die Stichsäge ran musste (bei jeder Tür). Teilweise musste ich bis zu 3cm wegschneiden und hatte dann auch noch ziemlich viele Klammern im Weg (Rigips auf Holzplatte), so dass ich bei 6 Türen das ein oder andere Sägeblatt verheizt habe…

Bei der ersten Tür (Badezimmer) war außerdem der Abstand Tür->Wand zu klein und die Fliesen nicht im Wasser verlegt (der Fliesenleger musste eine 2cm Fuge am Rand überbrücken und hat die unteren 2 Fliesenreihen leicht gekippt eingebaut). So musste ich die Zarge im unteren Bereich zusägen (auch siehe Foto).

Absolute Kaufempfehlung kann ich für das Montageset von Wolfcraft aussprechen. Es hat gerade noch zwischen Türöffnung und Zarge gepasst (1cm Spiel) und ich konnte damit die zusammengebaute Zarge perfekt ausrichten und fixieren. So kann man vor dem Verschrauben/Schäumen das Türblatt einhängen und prüfen, ob alles passt.

Und auch beim Verleimen und Transportieren der Zarge sind die Spanner auch schon vor dem Einbau eine große Hilfe.

Als die Zarge also fertig ausgerichtet war, habe ich die seitlichen Dichtungen gelöst (geht am besten mit einem dünnen Spachtel). Habe links und rechts jeweils 4 SPAX (4.5×60) diagonal unter die Dichtung eingeschossen. Dabei muss man sehr aufpassen, dass der Winkel der Schraube nicht zu flach oder zu steil ist.

Zu flach -> die Schraube ist nicht tief genug im Holzbalken. Zu steil -> es gibt durch den Schraubenkopf eine sichtbare Delle in der Zarge.

Die Drückergarnitur zu montieren war recht einfach. Es ist wichtig, sehr genau beim Bohren/Anzeichnen zu arbeiten. Unbedingt vorsichtig von beiden Seiten bohren, sonst gibt es garantiert Probleme mit dem Drücker/Schloss.

Nach der zweiten Tür ging’s dann recht routiniert weiter, so dass ich pro Zarge & Tür nur noch ca. 2h gebraucht habe (inkl. Ausstemmen/Sägen).

Deutlich einfacher war dann das Einbauen der Kellertüren – dank Betonwände. Hier hatte ich für die 4 Türen knappe 6h gebraucht – wenn man die Trockenzeit des Zargenschaums nicht mitrechnet. Vor dem Schäumen habe ich die Wand und die Zarge innen leicht mit einem Zerstäuber mit Wasser befeuchtet, damit quillt der Schaum besser auf.

Den Karton der Zarge kann man außerdem prima benutzen, um die Zarge vor dem aufquellenden Schaum zu schützen. Der ausgetretene Schaum kann nach dem Trocknen einfach mit einem Cutter abgeschnitten werden, bevor die Zargenbekleidung aufgesteckt wird.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Innentüren eingebaut – Holz- und Betonwände

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s