Parkett im EG – Unebenheiten die Dritte

Nachdem alle LED Spots* sauber verkabelt und eingebaut waren, ging’s dann endlich los mit dem Parkett im Erdgeschoss, sprich Wohnzimmer/Essbereich, Flur und Büro (knapp 60m²). Hier ist eine gute Vorplanung unbedingt empfehlenswert. In unserem Fall haben wir an der Fensterseite viele verschiedene Wände/Tiefen (Bodentiefes Fenster, Schiebetür) und um das ganze nochmal etwas zu steigern, noch die Fliesen um den Ofen. Um hier ein schönes Verlegebild zu bekommen, und an keiner Raumwand mit einer zu schmalen Diele zu enden (weniger als 5cm sind IMHO nicht zu empfehlen), muss alles sehr genau gemessen werden.

Zum Glück hatte ich viele kurze Parkett-Reststücke aus dem OG, die ich für eine Trocken-Übung benutzen konnte, um die Breite der erste Dielenreihe zu bestimmen und einen optischen Eindruck zu bekommen. Für das Berechnen und Zusägen der ersten Dielenreihe habe ich in etwa gleich lang gebraucht wie für die restlichen ~35m² bis zum Flur und Büro. Die große Fläche ist mit den großen Landhausdielen sehr schnell verlegt. Hat richtig Spaß gemacht.

Und mit jeder Reihe habe ich mich mehr und mehr über die Optik des Bodens gefreut. Nach unserem Geschmack absolut die richtige Entscheidung. Auf den Fotos kommt leider nicht der genaue Farbton rüber. Das Parkett sieht sehr warm aus und fühlt sich toll an (gehobelt und umlaufend gefast). Nutze jede Gelegenheit, barfuss zu laufen 🙂

Die Beton-Fliesen in Küche und unter dem Ofen passen auch hervorragend dazu. Für den Übergang habe ich mich auch hier für das Übergangsprofil von Prinz entschieden. Zu den bodentiefen Fenstern und der Schiebetür verwende ich das entsprechende Abschlussprofil, um die nötige Dehnungsfuge (12-14mm) einhalten zu können.

Da ich auch noch ein Basisprofil mit niedrigerer Höhe übrig hatte, habe ich das verwendet und einfach noch einen Streifen Trittschalldämmung unterlegt und mit sehr kurzen Schrauben verschraubt – so perforiere ich die Leitungen der Fußbodenheizung nicht und das Profil hält bombenfest. Die Stirnseite der Dielen habe ich entsprechend abgeflacht.

Während ich im OG die Basisprofile mit dem Beton verklebt hatte (spezieller 1K Montagekleber), konnte ich sie im EG dank Trockenestrich prima verschrauben. Das habe ich mich bei den Beton-Platten im OG nicht getraut, da ich nicht weiß, auf welcher Tiefe die Heizungsrohre eingegossen sind. Beim Trockenestrich hatte ich den Aufbau sehr gut dokumentiert und mir auch noch ein kleines Reststück der Gipsbauplatte beim Innenausbau gesichert.

Nach zwei Tagen Verlegen (mit anderen Arbeiten dazwischen und im Büro war ich auch immer mal wieder) bin ich dann im Flur angekommen. Hatte dort schon vorher eine leichte Unebenheit gefunden, aber mich dazu entschieden, erstmal die Dielen zu verlegen. Und auch hier wieder das gleiche Problem – der Boden gibt nach, die Delle ist auf die ~1.2m Flurbreite zu tief.

Also die paar Dielen wieder raus und dieses Mal mit einer gewissen Routine grundiert, abgeklebt und den Rest der Ausgleichsmasse angerührt, verteilt und entlüftet. Letzteres dieses Mal mit Nagelschuhen (sehr empfehlenswert), da ich nach dem Gießen den hinteren Flur ja sonst nicht mehr erreichen konnte. Das Abkleben hier ist sehr hiflreich. Zum einen verhindert es, dass die Ausgleichsmasse in die Wandfuge läuft, zum anderen ist es ein prima Spritzschutz beim Entlüften.

Die Masse hat gerade so gereicht, der Boden ist auch hier jetzt eben geworden. Da außerdem die Dielen im Flur sehr einfach wieder auszubauen sind, habe ich es gewagt, auf eine Dehnungsfuge zwischen Wohnzimmer und Flur zu verzichten. Bisher, also nach knapp 4 Wochen und heftigen Temperatur-Schwankungen (18-33°C), gab es keine Probleme, die Dehnungsfuge an den Wänden (~12mm) reichte bisher aus. Im Winter wird sich dank Fußbodenheizung noch zeigen, ob das eine gute Idee war 😉

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