Perimeterdämmung

Nachdem Firma Tricosal die Abdichtung der Wände und Bodenplatte fertiggestellt hatte, gab es noch etwas Verwirrung wegen der Abdichtung unserer Lichtschächte:

Für die Wärmepumpe haben wir zwei ca. 80x80cm große Wandöffnungen im Technikraum, vor einem sitzt ein Lichtschacht (135cm breit). Dieser Lichtschacht wird direkt auf die Kellerwand montiert und sollte von Fa. Tricosal abgedichtet werden. Da er nicht ganz festgezogen war und noch zwei Aufsätze abmontiert werden mussten, musste spontan unser Erdbauer anrücken und ihn fest an der Wand montieren, damit die Jungs von Tricosal nicht nochmal extra dafür anrücken musste. Vielen Dank an unserern Erdbauer für den spontanen Einsatz!

Hinter dem zweiten Lichtschacht an der Keller-Rückseite befindet sich ein druckwasserdichtes Fenster, daher kann der (etwas kleinere) Lichtschacht auf die Perimeterdämmung montiert werden (dafür gibt’s spezielle Montage-Kits in der Dicke der Dämmung).

Nachdem also die Abdichtung am Freitag fertig geworden ist, konnten wir planmäßig am Samstag zusammen mit unseren Nachbarn und zum Glück zwei sehr tüchtigen Helfern die Perimeterdämmung angehen.

Das Material für unsere beiden Keller haben wir online via bausep.de bezogen (sehr empfehlenswert) und auch einen kleinen Bonus bekommen, dass wir hier darüber berichten und verlinken 🙂

Neben der Wand selbst sollte auch der Überstand der Bodenplatte gedämmt werden. Dazu haben wir eine zweite Lage Dämmplatten mit 10 cm Überlappung angeklebt:

Der erste Eimer Kleber wurde angerührt und anschließend mit 3l Wasser verdünnt. So konnten wir dann mit Farbwalzen die erste Kleber-Grundierung auf die Kellerwände auftragen.

Nach ca. 1h Trocknungszeit haben wir mit dem Kleben der Platten angefangen.

Da wir den Lastfall rückstauendes Sickerwasser haben, mussten wir die Platten vollflächig verkleben und die Fugen mit Kleber verschließen (damit kein Wasser hinter die Platten laufen kann).

Gut, dass wir beim Kleben mindestens zu dritt waren, so konnten wir sehr effizient arbeiten: eine Person hat mit Kelle Kleber für eine Plattenhöhe auf die Kellerwand aufgezogen, eine Person kämmt mit der Zahnkelle (10x10mm) durch und schmierte Kleber auf die Unterseite/Seite der letzen Platte und die dritte Person sorgte für Plattennachschub und schob die Platten bündig ein und drückte sie fest. Mit der Wasserwaage immer mal wieder kontrollieren kann natürlich auch nicht schaden. Der Rest war mit Kleber anrühren, dem Zuschneiden der Platten und Verspachteln der Fugen beschäftigt. Zum Schneiden haben wir meistens ein heißes Messer benutzt, die Japansäge funktioniert aber auch sehr gut (gibt nur mehr Brösel).

Der Wetterbericht sah für Samstag nicht allzu gut aus, also haben wir schon am morgen die Folie der Kellerdecke über den Arbeitsraum gezogen. Als dann am späten Nachmittag der Regen losging, hat sich die Lösung sehr bewährt.

Leider sind wir nicht ganz fertig geworden, so gab’s also noch eine Frühschicht am Sonntag, bis alle Platten angeklebt waren. Verhältnismäßig lange haben wir für die Dämmung vor der Bodenplatte als auch für das Einpassen der Platten um den Lichtschacht gebraucht. Als schwierig haben sich auch die Unebenheiten herausgestellt, hier haben wir mit viel Kleber arbeiten müssen, um diese ausgleichen zu können. Das gleiche galt auch für die weitere Reihe Dämmplatten vor der Bodenplatte. Der Überstand war meist etwas mehr als 8cm breit.

Die Perimeterdämmung mussten wir übrigens nur im erdberührten Bereich anbringen. Den sichtbaren Bereich lassen wir nach Hausaufstellung vom Fachmann dämmen und auch gleich verputzen (Sockeldämmung).

Hier noch ein paar Bilder von unserem ersten größeren Eigenleistungs-Projekt:

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10 Gedanken zu “Perimeterdämmung

  1. Hallo Ihr Baumeister,

    das sieht ja extrem professionell aus!
    Bei dieser Gelegenheit können andere Bauherren anhand eurer Fotos kritisch einschätzen,
    ob diese Eigenleistung für sie zu stemmen ist.
    Ihr habt Euch gut vorbereitet und ich bin sicher, es wird mindestens genau so gut wie von
    einer Fachfirma ausgeführt.

    Hut ab!

    Viele Grüße aus Thüringen
    Detlef

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    • Hallo Detlef,

      danke für die Blumen!

      Ja, wir haben uns einigermaßen vorbereitet, die Hersteller geben ja aber auch gute Anleitungen raus (BASF & PCI in unserem Fall).
      Unterschätzen sollte man die Arbeit definitiv nicht, einen leichten Muskelkater kann ich gerade nicht leugnen 😀

      Aber nachdem die Fläche jetzt geschafft ist, freue ich mich schon auf’s Fliesenlegen in Küche und WC.
      Die 15m² Bodenfliesen werden wohl der reinste Spaziergang dagegen (natürlich mit Nivelliersystem).

      Viele Grüße aus Karlsruhe,
      Matthias

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  2. Hallo Herr Bauherr,

    Für uns steht auch demnächst die Abdichtung und Isolierung des Kellers an. Nachdem ich nun zahlreiche Informationen gesammelt habe, muss ich sagen, dass mir das Vorgehen hier nicht wirklich 100%ig fachgerecht erscheint.

    Zum einen sehe ich auf den Bildern keine Hohlkehle oder gefaste Kanten, zum anderen müsste bei Ihrem Lastfall die Dickbeschichtung in 2 Schichten mit Armierungsgewebe aufgebracht werden. Des Weiteren ist eine Verklebung zwischen den Platten falsch. Die Stöße müssen von der Außenseite abgedichtet werden, nicht dazwischen.

    Über Antwort würde ich mich freuen
    Beste Grüße

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    • Ah, ich sehe gerade, dass Sie die Sika Folie zur Absichtung verwendet haben, damit sind meine Hinweise zur Abdichtung natürlich hinfällig.
      Bleibt nur noch der Hinweis auf die Verklebung der Stöße.

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      • Hallo Adrian,

        eine kleine Hohlkehle ist vorhanden (siehe voriger Beitrag zur Tricosal-Abdichtung), die sieht man auf den Bildern hier nur nicht so gut.
        Aber wie Du richtig erkannt hast, haben wir eine Tricosal-Abdichtung, die einen Schwarzstrich (und auch sonstige Abdichtungen) hinfällig macht.
        Der Kleber ist ja im Wesentlichen nur zum Fixieren der Platten, bis angeschüttet wird. Die Stöße haben wir verspachtelt, damit kein (bzw. nicht so viel) Wasser hinter die Platten laufen kann.

        Andere benutzen einfach Fliesenkleber (punktuell) und lassen die Fugen komplett offen. Bisher waren wir die Einzigen im Gebiet, die so viel Aufwand bei der Perimeterdämmung getrieben haben…

        Die Stöße haben wir prinzipiell nicht verklebt. Nur bei der ersten Reihe, da wir dort Unebenheiten hatten und auch der Überstand der Bodenplatte unregelmäßig war (auf der einen Seite zu kurz, auf der anderen zu breit).
        Ab der zweiten Reihe (siehe Fotos) ging es dann „normal“ weiter.

        Größere Fugen bei der ersten Reihe/Sockel haben wir mit Brunnenschaum verschlossen (wie auch beim Lichtschacht).

        Ein Tag nach dem Anbringen der Platten wurde bei uns auch schon verfüllt. Haben dafür Beton-Recycling benutzt, damit Wasser besser ablaufen kann…

        Viele Grüße,
        Matthias

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      • Super, dann habt ihr es richtig gemacht. Durch das Verkleben der Stöße ergeben sich nämlich Kältebrücken (nicht durch das Verspachteln der Stöße – das wiederum ist wichtig je nach Lastfall).

        Ich lese Euren Blog sehr gern. Interessanterweise haben wir bei vielen Dingen das gleiche Vorgehen und auch den gleichen Geschmack. Auch wir bauen zurzeit ein Fertighaus (nicht mit Schwörer), bekommen ebenfalls Creaton Futura in weinrot engobiert, haben ähnliche Fliesen, wollen auch das Nivelliersystem benutzen, werden auch eine Flex mitsamt Absaugung zum Schneiden einsetzen, haben in etwa gleiche Eigenleistungen, uvm.

        Die Parallelen sind groß. 🙂 Hoffentlich klappt alles auch so gut wie bei Euch. Zurzeit wird der Keller gebaut, dann geht es auch für uns an die Abdichtung und die Dämmung.

        Viele Grüße
        Adrian

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      • Danke 🙂

        Wünsche euch viel Erfolg bei euren Eigenleistungen und Projekt!

        Im Nachhinein würde ich wieder genau die gleichen Eigenleistungen so wieder machen – auch vom Umfang her (vielleicht noch ein bisschen mehr Tapezieren/Streichen).
        Fliesen legen (speziell die Großen) ist IMHO aber der zeitintensivste und anstrengendste Part. Aber mittlerweile habe ich viel Übung (haben gerade noch die Wandfliesen im WC gemacht, Keller/Garage folgt auch noch) – berichte bald darüber 😉

        Viele Grüße,
        Matthias

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  3. Die Eigenleistung Kellerabdichtung mag professionell aussehen, allerdings seid ihr damit auch jegliche Gewährleistung des Bauträgers in diesem so wichtigen Punkt los, das wird irgendwo im Kleingedruckten stehen .
    Ob es professionell war mit der Eigenleistung, wird sich also erst in den nächsten 5-10 Jahren herausstellen, wenn keine gewaltigen Kosten einer Sanierung wg. Undichtigkeiten im Keller anfallen. Toi toi toi

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    • Hello Herr Besserwisser 😉

      Die Perimeterdämmung dient lediglich der Wärmedämmung.
      Der Keller an sich ist als weiße Wanne durch Firma Schwörer & Tricosal ausgeführt (natürlich inkl. Gewährleistung).

      Die Abdichtung in Eigenleistung (z.B. als Schwarzstrich) beim Lastfall rückstauendes Sickerwasser kann ich definitiv nicht empfehlen 😉

      VG aus Karlsruhe,
      Matthias

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    • Naja, nach der Logik, dass es sich in „den nächsten 5-10 Jahren“ herausstellt, ob es dicht ist, ließe sich auch argumentieren, dass nach 5-10 Jahren sowieso keine Gewährleistung mehr greift…

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