Bemusterung – Erster Teil

Die Zusammenfassung könnte lauten: es war ein langer Tag – anstrengend, aber glücklich und mit einem prima Gefühl im Bauch beendet. Wer keine Vorbemusterung gemacht hat, kaum Eigenleistung plant oder generell nicht äußerst entscheidungsfreudig ist, dem empfehlen wir unbedingt, für die Bemusterung zwei Tage einzuplanen.

Hier nun die Langfassung 🙂

Da wir bereits am Vortag angereist sind, konnten wir uns nochmal in aller Ruhe alle Musterhäuser in Oberstetten anschauen (besonders das SchönerWohnen Haus).

Für das Abendessen und die Übernachtung waren wir Schwörer-typisch in Trochtelfingen (10min von Hohenstein entfernt, danke für die Einladung!). Den Abend haben wir ganz unspektakulär genutzt, um unsere Excel-Tabellen und Checklisten nochmal durchzugehen und nochmal das Budget festgesetzt.

Am nächsten Morgen ging’s dann pünktlich um 8:30 Uhr los. Wir hatten außerdem das Glück, dass neben dem Ausstattungsberater auch unser Bauberater vor Ort war, somit hatten wir gleich zwei Experten zur Hand.

Nachdem wir als Einstieg das Mittagessen geordert und die Grundrisse zusammen durchgegangen sind, ging’s dann auch schon los in die Bemusterung. Hier mal die groben Stationen:

  • Fassade (Farbe, Putztechnik, Holzverkleidungen, …)
  • Dach (Überstand, Ziegelfarbe/Material, Dachrinne, Schornstein, Dachfenster, …)
  • Eingang (Tür, Griff, Sicherheitstechnik, Überdachung, Sprechanlage, Einbruchschutz, …)
  • Fenster (Holz, Holz/Alu, Kunstoff, Schiebetüren, Rollläden/Jalousien, Fensterbretter, Griffe, …)

Dann geht man durch’s

  • Küchenstudio (für uns nicht relevant)

Um dann bei

  • Beleuchtung (für uns auch nicht relevant), und
  • Keller / Haustechnik (Heizung, Lüftungsanlage und Zu/Abluftelemente, Sanitär/Installation, Weichwasseranlagen, Filter, Außen-Schornstein, Zuluft, Druckwächter, Kellerdecke, Schalter/Steckdosen-Serie, …)

den Vormittag abzuschließen. Wir waren – dank Vorbemusterung – hier recht schnell durch, so dass wir noch mit der Sanitärabteilung weiter machen konnten.

Hier ging’s im Grunde genau so schnell weiter. Mit dem Schwörer-Standard sind wir fast überall ausgekommen (WC, Drücker, Amaturen, Badewanne, Zubehör, …). Nur bei der Dusche haben wir uns dann doch für die edlere und größere Variante entschieden (Fliesendusche, 110×90):

Fliesendusche

Wir konnten dann noch einen kurzen Blick auf die Fliesen werfen, dann ging’s aber erst zum Mittagessen (Auch hier: danke für die Einladung!).

Danach kamen unsere „long runner“: die Fliesen und die Treppe. Bei den Bodenfliesen haben wir den Standard recht deutlich verlassen. Zumindest, wenn es bei der Auswahl bleibt:

Fliesen

Momentan sind wir uns hier aber nicht mehr sicher, können aber auch noch ggfs. den Fliesentyp/Farbe/Größe ändern. Der Verlegeplan für die Fliesen steht ja auch noch aus, das wird sowieso nicht direkt bei der Bemusterung festgelegt.

Bei der Treppe waren wir mit den normalen Lösungen nicht so glücklick, also hat meine bessere Hälfte kurzerhand zu Stift und Block gegriffen:

Treppenskizzen

Die Varianten wurden dann beim Treppenbauer kurz abgeklärt und wir bekommen unsere Wunsch-Treppe 🙂 Wem Buche keilgezinkt nicht zusagt, sondern eher Richtung Eiche oder Nussbaum gehen möchte, der sollte hier gut Budget einplanen, insbesondere wenn auch die Wange und/oder Setzstufen auch in Vollholz sein sollen. Das können schnell mehrere Tausend Euro für zwei Treppen werden…
Wir haben uns für Trittstufen in Wildeiche und weiße Wangen und Setzstufen entschieden und sind trotz unserer aufwändigeren Geländerkonstruktion in unserem Budget geblieben. Wir bekommen auf jeden Fall noch 3D Ansichten vom Treppenbauer zugeschickt, aber wir sind zuversichtlich, dass das passen wird.

Als letzten Punkt ging’s dann an die Sanitäranschluss- & Elektro-Planung. Hier waren wir sehr gut vorbereitet, hatten ja schon alles in 3D geplant und entsprechend in die Grundrisse der Mehrfertigungspläne eingezeichnet. Da wir neben dem Standard schon deutlich mehr Elektro bei Vertragsabschluss für den Keller eingeplant hatten, gab es hier keine Überraschungen. Dafür umso mehr beim Haus: da ich deutlich mehr Cat7 Kabel geordert habe, als im Standard angeboten wird, haben wir mit jedem Cat7 Kabel auch noch weitere Steckdosen dazu bekommen (das war mir nicht klar…). Am Ende haben wir also an fast jede geplante Dose noch eine weitere danebensetzen können – ohne Aufpreis. Und für den Preis, den das (nicht besonders überzeugende aber anfangs im Vertrag berücksichtigte) Homeway kostet, kann man viele Cat7 Kabel legen lassen…

Außerdem haben wir noch viele gute Tips zum Thema Beleuchtung und Schalterplatzierung  bekommen, so dass wir jetzt, ohne Aufpreis, viel weniger Aufwand bei unseren LED Installationen haben werden (Kabel bereits verlegt, schaltbare Steckdosen für die Trafos, zusätzliche Wand&Decken-Auslässe, …).

Da wir von unserem anfänglichen Plan abgerückt sind, Holz/Alu-Fenster zu bemustern, konnten wir die Gutschrift für einfarbige Holf-Fenster mit Hilfe von elektrischen Rollläden mit Funksteuerung (Somfy) im EG und DG zu nichte machen 😉 Im Obergeschoss haben wir uns auf der Südseite für Jalousien entschieden, die im Fenster, zwischen den Gläsern verbaut sind (Vario Wave). Damit konnten wir auf Rolllädenkästen im DG (aus optischen Gründen verzichten) und haben auch noch den u-Wert dieser Fenster verbessert.

Da wir die Ausstattung des Schlafzimmers mittlerweile auch anders planen, haben wir außerdem ein Dachfenster wieder rausgenommen.

Ein weiterer Punkt, den wir noch nicht final klären konnten, ist der Wandbelag.
Aus Kostengründen haben wir uns gegen einen Innenputz und damit für die Raufaser entschieden. Jetzt haben wir aber – zumindest für das EG und damit auch Treppenhaus – anfragen lassen, welchen Mehrpreis uns der Wechsel auf gestrichenes Malerflies bescheren würde. Schließlich wird ja ein Arbeitsgang mehr nötig, also Q2 Spachtelung herstellen, grundieren, Malerflies tapezieren und streichen. Die Optik vom überstrichenen Malerflies im SchönerWohnen Haus (Oberstetten) gefällt uns nämlich deutlich besser, als die Raufaser…

Es gibt also immer noch Punkte, die nach der Bemusterung für uns zu klären sind. Insgesamt sind wir aber mit allen unseren bisherigen Entscheidungen und dem Ablauf sehr, sehr begeistert! Vor allem die überaus flexible Handhabung der Eigenleistungen und damit prima Möglichen, den Budgetspielraum zu erweitern finden wir extrem fair und hilfreich bei der Planung!

Schätzunsweise schon nächste Woche bekommen wir dann das Bemusterungsprotokoll zugeschickt. Ob wir wieder Dinge von der Liste streichen müssen hängt jetzt im Wesentlichen davon ab, wie hoch die Gutschriften für die genauen = weniger Massen und abgemusterte Positionen ausfallen… wir werden dann in Teil 2 berichten!

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4 Gedanken zu “Bemusterung – Erster Teil

  1. Hallo Matthias,

    auch wir sind gerade dabei mit Schwörer zu bauen. Im Moment haben wir die Erdarbeiten Ausschreibung hinter uns gebracht, und versuchen uns gerade an der Elektroplanung. Mich interessiert vor allem der Teil mit den CAT 7 Kabeln und zusätzlichen Steckdosen. Könntest du das ein bisschen erläutern? Wir wollten eigentlich ohne Homeway einfach nur viele Steckdosen, Satanschlüsse und Steckdosen verteilen. Macht es Sinn trotzdem auf das Homeway zu setzen? Also kommt man damit dann günstiger weg?

    Viele Grüße Mira

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    • Hallo Mira,

      Homeway wäre bei uns damals deutlich teurer gekommen und hat, wenn man sich das System mal genauer anschaut, doch einige Nachteile (z.B. geringe Bandbreite).
      Ich kenne natürlich nicht die aktuelle Preisliste, aber bei uns hat ein Cat7-Kabel inkl. zwei zusätzlicher Steckdosen um die 80€ gekostet. Das Homeway war mit gleicher Dosen-Anzahl meine ich 2-3mal teurer.
      Zu beachten ist, dass bei den 80€ für Cat7 noch keine Netzwerkdose dabei ist (die habe ich selber besorgt und angeschlossen).

      Die Kabel laufen bei mir dann sternförmig im Keller zusammen (in der Nähe vom Hausanschluss Telekom/Kabel), wo ich dann einen Server-Schrank montiert habe. Dort drin werden die Cat7-Kabel dann über ein Patch-Panel & Switch an den Internet-Router angeschlossen.

      Damit seid ihr maximal flexibel und habt mit Cat7 jede Menge Reserven für die Zukunft (in anderen Worten: Gigabit ist damit kein Problem).

      Viele Grüße und viel Erfolg,
      Matthias

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  2. Hallo Matthias,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort.
    So dachte ich mir das auch, dass Homeway sich nicht wirklich lohnt.

    Sehr interessant ist, dass ma zum CAT7 Kabel zusätzlich noch 2 Steckdosen bekommt.

    Zwei kleie Frage hätte ich noch:
    1) Weißt du noch zufällig was eine einzele Steckdose grob kosten würde?

    2) Stimmt es, dass man nur die Anzahl der Steckdosen zahlt und die Position dabei egal ist?
    (Also eine 3er Dose kostet genau so viel, wie wenn man 3 einzelne Dosen auf 3 Wände verteilt)

    Viele Grüße
    Mira

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    • Hello again,

      wie schon vorhin geschrieben, das kann sich mittlerweile geändert haben (wir haben nach Ausstattungs-&Preisliste von 2013 gebaut). Den Preis einer Steckdose kann ich leider nicht genau sagen, also besser bei eurem Berater/Bemusterer nachfragen. Und ja, die Lage/Gruppierung der Steckdosen war bei uns preislich egal.

      Am Schluss hatten wir (wegen dem Überschuss durch die Cat7 Kabel) 14 Dosen mehr, als geplant. Und die waren so günstig, dass wir sie nicht haben gutschreiben lassen, sondern großzügig im Haus verteilt. Vor allem in der Küche (Arbeitsplatte & Schränke wegen Beleuchtung, oder auch elektrischen Schubladen) und im Flur, TV Wand, Büro, … sollte man nicht an Steckdosen sparen.

      LG,
      Matthias

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