Bescheid über die Erschließungskosten

Gestern haben wir Post von der Stadt bekommen. Da die Erschließungsarbeiten in unserem Neubaugebiet schon begonnen wurden, dürfen wir uns auf eine Rechnung diesen Juni freuen, in dem wir eine Vorauszahlung für die (auf unser Grundstück umgelegte) Erschließungskosten leisten dürfen.

Konkret heißt das: knapp 15 T€ für fast alle geplanten Maßnahmen (Straße, Leitungen, Straßenlaternen, Kinderspielplatz, Fuß-&Radwege, Parkplätze, Gemeinschaftsflächen, …) außer die Schallschutzwand – die wird dann später noch umgelegt.

Wir hätten nicht gedacht, dass die Rechnung so schnell kommt. Im Bekanntenkreis hat das durchaus mal ein paar Jahre gedauert… aber wenn schon der Bauantrag nicht so schnell bearbeitet wird, dann wenigstens die Rechnungen 😉

Da wir laut Kaufvertrag ein vollständig erschlossenes Grundstück gekauft haben, gehen diese Kosten zu Lasten des Verkäufers.

Also hier nochmal der Tipp an alle Kauf- als auch Bauwilligen: achtet darauf, dass im Vertrag eindeutig geregelt ist, wer für die Erschließungskosten aufkommen muss, auch nach Eigentumswechsel / Eintragung im Grundbuch. Ansonsten können schnell mal fünfstellige Beträge zusammenkommen, die man dann als Eigentümer bezahlen muss.

Die vollständige Erschließung bedeutet, dass alle Anschlüsse an der Grundstücksgrenze bereit stehen („Hinterkante Bordstein“), d.h. hier kommen auch noch zusätzliche Kosten auf unseren Verkäufer zu (knapp Fünfstellig!), da z.B. die Leitungen für Wasser/Abwasser

  • in der Mitte der Straße
  • in ca. 4m Tiefe liegen,
  • der vorgesehene Anschluss-Stutzen nicht benutzt werden kann, da die Stadt einen Baum davor geplant hat und die Leitungen mind 3.5m Abstand vom Baum haben müssen, und deswegen auch
  • keine Kunststoff-Rohre verwendet werden dürfen (die natürlich billiger wären)

In Summe werden die Erschließungskosten für unser Grundstück also bei ca. 30 T€ liegen.

Wir bezahlen davon aber nur die Arbeiten, die auf unserem Grundstück anfallen werden (3-5 T€).

Will man hier sparen, sollte man sich bemühen, einen Mehrsparten-Hausanschluss zu bekommen, d.h. es wird in der Regel nur einmal aufgegraben und alle Leitungen werden in einem Leerrohr/Durchbruch ins Haus bzw. Keller eingeführt.

Ansonsten warten wir immer noch auf den ersten Anruf unserers Bauleiters / das Baustellengespräch.

Unseren Erdbauer hatten wir jetzt auch mal vorgewarnt, dass es bald losgehen könnte. Der sitzt schon seit Mitte Januar in den Startlöchern – denn das war zumindest der voraussichtliche Beginn der Erdbauarbeiten laut Ausschreibung…

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Bemusterung – Finale

Es ist vollbracht – das Bemusterungsprotokoll konnten wir nach der vierten Runde mit unserem Ausstattungsberater freigeben und haben die Finanzierungsbestätigung/Abtretung für den Restpreis an die Bank zur Unterschrift weitergeleitet.

Es fühlt sich jedenfalls sehr gut an, dass wir jetzt nichts mehr an den Plänen ändern können – das Bemusterungsprotokoll passt, der Preis passt, wir sind glücklich.

Ein Tip für zukünftige Bauherren: das Bemusterungsprotokoll haben wir jeweils als PDF Dokument bekommen. D.h. mit z.B. Acrobat Acrobat Pro kann man die verschiedenen Versionen sehr gut vergleichen – von Hand ist das extrem schwierig. So sieht man auf einen Blick wo es Änderungen gab und was sich verändert hat, so übersieht man garantiert keine Änderung:

Laut Kundenportal stehen jetzt auf unserer ToDo-Liste im Wesentlichen nur noch das Baustellengespräch und natürlich die Erdbau-, Kanal- und Beton/Fundament-Arbeiten an. Der Rest läuft alles bei Schwörer: Erstellung der Detailpläne für die Konstruktion, Materialbeschaffung, usw.

Das heißt wir rechnen jeden Tag mit dem Anruf unseres Bauleiters zwecks Terminverinbarung für das Baustellengespräch.

Damit es uns bis dahin nicht langweilig wird, werden natürlich die Eigenleistungen im Detail geplant. So z.B. die Parkett-Verlegung. Insbesondere das Verlegemuster ist eine kleine Wissenschaft für sich.

Bis alle Anschlüsse an die Wände und Raumgrenzen passen, die Dehnungsfugen korrekt sitzen, der Verschnitt nicht zu hoch ist, die Stöße nicht zu nah sind, die Gesamtoptik harmonisch, … bei einer Landhausdiele (1860x189mm) ist das jedenfalls nicht gerade trivial. D.h. ein „Wir fangen einfach mal in der Ecke mit einer ganzen Diele an“ à la DIY Videos ist vielleicht nicht immer die beste Idee…

DIY: LED Wandleuchte aus Beton

Auf der Suche nach passenden LED Lampen für das Treppenhaus kam mal wieder die Idee auf, was aus Beton selbst zu machen – außerdem wollte ich mal testen, wie gut man mit Holz und Styropor Gussformen für eckige Hohlkörper herstellen kann.

Hätte nicht gedacht, dass es so einfach geht und dass gleich der erste Versuch zu einem passablen Ergebnis führt:

Für die Verschalung habe ich (sehr günstiges) beschichtetes Holz aus dem Baumarkt besorgt und mit Hilfe der Tauchsäge (neues Lieblings-Spielzeug: Bosch GKT 55 GCE) passgenau zugeschnitten und die Teile verschraubt. Die Fugen habe ich mit Leim verschlossen.

Die Aussparung für das Lampen-Innenleben und die beiden Lichtaustritte habe ich aus Styroporplatten hergestellt.

Mit einem Cutter ist das etwas tricky, besser wäre ein spezieller Styropor-Schneider („heißes Messer“).

Anschließend wurde der Beton gemischt, die Holzform innen mit Trennmittel eingerieben und den Beton 5mm hoch eingegossen. Dann den (exakt!) passenden Styroporblock eingeschoben (Fixieren war nicht nötig, da er auch so sehr fest gehalten hat), den restlichen Beton darüber gegossen, die zwei Holzstücke für die Befestigung reingedrückt, grob geglättet und die Holzstücke mit zwei Leisten am oberen Rand der Form fixiert und beschwert. Da die Oberseite zur Wand zeigt, war mir dort eine glatte Oberfläche nicht so wichtig.

Nach 4 Tagen trocknen habe ich dann die Holzform entfernt und den Styroporkern einfach mit dem Cutter eingeschnitten und mit einem Schraubenzieher rausgeschabt. Geht ziemlich einfach, macht aber eine Menge Dreck – aufgeladene Styroporkügelchen eben.

Die Außenseiten habe ich dann nass mit dem Schleifklotz geschliffen und poliert. Die Kanten sind richtig schön rausgekommen und die Lampe ist trotz gerade mal 5mm Wandstärke sehr stabil (dank Spezialbeton für Möbelbau).

Also gleich noch zum Alu-Lochblech gegriffen, auf die Maße der Lampe zugeschnitten und 3 LED-Stripes à 10cm aufgeklebt (24V, 9.6W/m) und verlötet.

Die beiden 1cm nach innen verschobenen Öffnungen oben und unten an der Lampe habe ich mit Plexiglas (Milchglas-Optik) verschlossen, an den Seiten hatte ich dazu zwei Aussparungen für die Auflage des Glases vorgesehen.

Die Lampe ist mit 15x8x4cm ziemlich kompakt – wenn man sie größer machen würde, könnte man evtl. den Trafo direkt integrieren.

Für eine bessere Lichtausbeute werde ich die Innenseite evtl. noch mit Alufolie auskleiden / einen Reflektor nach oben und unten einbauen.

Die Lichtmenge ist für ein Treppenhauslicht IMHO völlig ausreichend. Und die Kombi Milchglas & Beton sieht sehr edel und schlicht aus. Ich werde jedenfalls immer mehr zum Beton-Fan… weitere Projekte folgen also bestimmt 🙂

Bemusterung – Zweiter Teil

Zwei Wochen sind jetzt seit der Bemusterung vergangen und wir sind auch schon in der dritten Runde beim Bemusterungsprotokoll.

Wie versprochen haben wir die erste Version schon nach einer Woche von Schwörer erhalten: 60 Seiten mit allen Details der Bemusterung, Hinweise, und natürlich auch die Gutschriften/Aufpreisen zum Original-Vertrag. Entsprechend braucht man natürlich Zeit, alles Punkt für Punkt durchzugehen und zu prüfen. Natürlich gibt es hier und da etwas zu korrigieren, außerdem hatten wir auch mehr bemustert, um uns später noch entscheiden zu können. Wir haben großen Respekt vor unserem Ausstattungsberater, der unsere Änderungswünsche geduldig entgegen genommen und wirklich alle Punkte in der nächsten Version vollständig berücksichtigt hat! Was nicht zu 100% klar war, wurde per Anruf geklärt – besser kann es nicht laufen!

Nachdem inzwischen auch unsere DHH-Nachbarn ihren Bemusterungstermin hinter sich gebracht haben (auch SchwörerHaus), konnten wir uns auch recht schnell auf einheitliche Dachziegel und Fassadenfarbe/Putztechnik einigen – auch wenn das natürlich wieder einen (überschaubaren) Aufpreis bedeutet hat, z.B. für engobierte Dachziegel in Weinrot oder einen feineren Reibeputz (den wir wohl aber sowieso genommen hätten).

Das Fliesen-Thema hat uns nach der Bemusterung immer noch nicht logsglassen, also haben wir uns nochmal ausführlich im lokalen Fliesenstudio umgeschaut, haben neue Muster besorgt und daraufhin ein paar Änderungen in der Bemusterung vornehmen lassen: die Bodenfliesen in der Küche beschaffen und verlegen wir jetzt doch selbst, da der Aufpreis sonst zu hoch geworden wäre (teure Fliese in großem Format bedeutet auch einen höheren Verlegepreis). Im Bad sind wir auf andere Boden- und Wandfliesen umgeschwenkt, lassen aber alles von Schwörer ausführen (außer Waschtisch+Armatur und Zubehör).

Beim Thema Ofen gab’s jetzt auch eine letzte Änderung: die Zuluft holen wir jetzt doch nicht über die Kellerdecke/Kelleraußenwand, sondern über die Wohnzimmerwand. Das wird dann auch von Schwörer eingebaut und wir sind mit dem Aufstellen des Ofens flexibler, da wir kein Loch mehr in der Kellerdecke haben.

Nachdem das auch vom Schornsteinfeger abgesegnet wurde, haben wir den Ofen gleich bestellt und freuen uns, wieder einen Punkt abgehakt zu haben. Zudem gab’s einen überzeugenden Messe-Rabatt und zwei Freikarten für die Inventa – so gab’s den Ofen inklusive doppelwandigem Ofenrohr, Lieferung, Montage und Zubehör für einen Preis, den wir bisher nur für den Ofen selbst kalkuliert haben. So darf’s gerne weitergehen 🙂

Vielen Dank an den Outletstore Kaminöfen in Karlsruhe!

Von der Treppe haben wir mittlerweile auch die Detailpläne und 3D Ansichten bekommen, so dass wir sie millimetergenau in SketchUp nachbauen und in unser Hausmodell einsetzen konnten (Trittstufen in Wildeiche, Setzstufen lassen wir weg und machen sie bei der KG/EG Treppe später selbst).

Da wir später evtl. noch eine Schiebetür für die Treppe einbauen möchten, ist uns dann auch gleich noch aufgefallen, dass die Treppe zu weit in den Raum ragt und somit die Deckenöffnung korrigiert werden muss. Sobald das geändert ist, sind dann auch die Dehnungsfuge im Parkett und das Anschlussprofil zur Treppe auf gleicher Höhe.

Inzwischen ist das Bemusterungsprotokoll also so gut wie bereit für die Unterschrift. Und damit steht dann auch unser Gesamtpreis für Haus und Keller fest und wir können die Finanzierungsbestätigung für den Restpreis (Hauspreis minus Kellerpreis minus Anzahlung) an unsere Bank zur Unterschrift weiterreichen.

Der Aufpreis zum Werkvertrag, der in unserem Fall bei ziemlich genau 10% liegt, kam jetzt im Wesentlichen durch den Keller (weiße Wanne) und die Fenster zustande: mehr Fensterfläche insgesamt und die Rahmen in Holz statt Kunststoff. Zudem haben wir jetzt doch für alle Rollläden den Elektroantrieb inkl. Funksteuerung (einzeln und in Gruppen, von Somfy) aufgemustert.

Der größte Posten bei den Fenstern waren jedoch die innenliegenden Rollläden für die Fenster im DG. Da wir einen etwas ungünstige Kniestock-Höhe dank Bebauungsplan haben und trotzdem stehend aus den Fenstern schauen möchten, verzichten wir damit auf die Rollläden-Kästen und haben uns für einen im Fensterglas integrierten Rollladen entschieden (Vario Wave von Consafis). Hierbei gehen einem zwar etwa 5cm Fensterglas am oberen Rand verloren, aber verglichen mit einem normalen Rollladenkasten kann man das Fenster deutlich höher setzen:

Der Rest der Mehrkosten verteilt sich auf viele kleinere Posten, die aber in Summe natürlich schnell im höheren vierstelligen Bereich liegen. Das sind z.B. schönere Griffe an den Fenstern und Hauseingangstür, eine Regenwasserklappe in der Regenrinne, eine Verstärkung in der Decke für die Dunstabzugshaube, ein zusätzlicher Balken in der Außenwand für die nachträgliche Befestigung einer Markise, dezentere Auslässe für die Lüftungsanlage, optisch in das Steckdosen/Schalterprogramm integrierte Thermostate, ein moderneres Bedienteil für die Lüftung mit LCD Display, Wasserfilter und Druckminderer, usw.

Letzten Endes haben wir jetzt aber etwas mehr als unsere Wunsch-Ausstattung bemustert. Das war mit unserem vorher gesetzten Limit aber nur möglich, indem wir mehr in Eigenleistung machen werden. In den letzten Tagen haben wir also viele Stunden über unseren Excel-Tabellen für die Zeit- und Materialplanung gesessen. Nur so kann man die Kosten in etwa im Blick behalten und abschätzen, wie viel Zeit man für den Innenausbau so rechnen muss.

Zusammenfassend beschreibt dieses Foto unseren Gemütszustand nach der Bemusterung jedenfalls am besten (im Musterhaus in Hohenstein, inkl. Zitat):

Diese Woche haben wir außerdem die Terminplanung bei Schwörer kontaktiert: am Plan hat sich bisher nichts geändert, d.h. Schwörer rechnet damit, dass das Baustellengespräch gegen Ende Februar stattfindet, der Keller soll gegen Ende März und das Haus dann Ende April / Anfang Mai kommen. Und wir können es kaum noch erwarten, die Vorfreude auf den Baubeginn ist riesig!

Bemusterung – Erster Teil

Die Zusammenfassung könnte lauten: es war ein langer Tag – anstrengend, aber glücklich und mit einem prima Gefühl im Bauch beendet. Wer keine Vorbemusterung gemacht hat, kaum Eigenleistung plant oder generell nicht äußerst entscheidungsfreudig ist, dem empfehlen wir unbedingt, für die Bemusterung zwei Tage einzuplanen.

Hier nun die Langfassung 🙂

Da wir bereits am Vortag angereist sind, konnten wir uns nochmal in aller Ruhe alle Musterhäuser in Oberstetten anschauen (besonders das SchönerWohnen Haus).

Für das Abendessen und die Übernachtung waren wir Schwörer-typisch in Trochtelfingen (10min von Hohenstein entfernt, danke für die Einladung!). Den Abend haben wir ganz unspektakulär genutzt, um unsere Excel-Tabellen und Checklisten nochmal durchzugehen und nochmal das Budget festgesetzt.

Am nächsten Morgen ging’s dann pünktlich um 8:30 Uhr los. Wir hatten außerdem das Glück, dass neben dem Ausstattungsberater auch unser Bauberater vor Ort war, somit hatten wir gleich zwei Experten zur Hand.

Nachdem wir als Einstieg das Mittagessen geordert und die Grundrisse zusammen durchgegangen sind, ging’s dann auch schon los in die Bemusterung. Hier mal die groben Stationen:

  • Fassade (Farbe, Putztechnik, Holzverkleidungen, …)
  • Dach (Überstand, Ziegelfarbe/Material, Dachrinne, Schornstein, Dachfenster, …)
  • Eingang (Tür, Griff, Sicherheitstechnik, Überdachung, Sprechanlage, Einbruchschutz, …)
  • Fenster (Holz, Holz/Alu, Kunstoff, Schiebetüren, Rollläden/Jalousien, Fensterbretter, Griffe, …)

Dann geht man durch’s

  • Küchenstudio (für uns nicht relevant)

Um dann bei

  • Beleuchtung (für uns auch nicht relevant), und
  • Keller / Haustechnik (Heizung, Lüftungsanlage und Zu/Abluftelemente, Sanitär/Installation, Weichwasseranlagen, Filter, Außen-Schornstein, Zuluft, Druckwächter, Kellerdecke, Schalter/Steckdosen-Serie, …)

den Vormittag abzuschließen. Wir waren – dank Vorbemusterung – hier recht schnell durch, so dass wir noch mit der Sanitärabteilung weiter machen konnten.

Hier ging’s im Grunde genau so schnell weiter. Mit dem Schwörer-Standard sind wir fast überall ausgekommen (WC, Drücker, Amaturen, Badewanne, Zubehör, …). Nur bei der Dusche haben wir uns dann doch für die edlere und größere Variante entschieden (Fliesendusche, 110×90):

Fliesendusche

Wir konnten dann noch einen kurzen Blick auf die Fliesen werfen, dann ging’s aber erst zum Mittagessen (Auch hier: danke für die Einladung!).

Danach kamen unsere „long runner“: die Fliesen und die Treppe. Bei den Bodenfliesen haben wir den Standard recht deutlich verlassen. Zumindest, wenn es bei der Auswahl bleibt:

Fliesen

Momentan sind wir uns hier aber nicht mehr sicher, können aber auch noch ggfs. den Fliesentyp/Farbe/Größe ändern. Der Verlegeplan für die Fliesen steht ja auch noch aus, das wird sowieso nicht direkt bei der Bemusterung festgelegt.

Bei der Treppe waren wir mit den normalen Lösungen nicht so glücklick, also hat meine bessere Hälfte kurzerhand zu Stift und Block gegriffen:

Treppenskizzen

Die Varianten wurden dann beim Treppenbauer kurz abgeklärt und wir bekommen unsere Wunsch-Treppe 🙂 Wem Buche keilgezinkt nicht zusagt, sondern eher Richtung Eiche oder Nussbaum gehen möchte, der sollte hier gut Budget einplanen, insbesondere wenn auch die Wange und/oder Setzstufen auch in Vollholz sein sollen. Das können schnell mehrere Tausend Euro für zwei Treppen werden…
Wir haben uns für Trittstufen in Wildeiche und weiße Wangen und Setzstufen entschieden und sind trotz unserer aufwändigeren Geländerkonstruktion in unserem Budget geblieben. Wir bekommen auf jeden Fall noch 3D Ansichten vom Treppenbauer zugeschickt, aber wir sind zuversichtlich, dass das passen wird.

Als letzten Punkt ging’s dann an die Sanitäranschluss- & Elektro-Planung. Hier waren wir sehr gut vorbereitet, hatten ja schon alles in 3D geplant und entsprechend in die Grundrisse der Mehrfertigungspläne eingezeichnet. Da wir neben dem Standard schon deutlich mehr Elektro bei Vertragsabschluss für den Keller eingeplant hatten, gab es hier keine Überraschungen. Dafür umso mehr beim Haus: da ich deutlich mehr Cat7 Kabel geordert habe, als im Standard angeboten wird, haben wir mit jedem Cat7 Kabel auch noch weitere Steckdosen dazu bekommen (das war mir nicht klar…). Am Ende haben wir also an fast jede geplante Dose noch eine weitere danebensetzen können – ohne Aufpreis. Und für den Preis, den das (nicht besonders überzeugende aber anfangs im Vertrag berücksichtigte) Homeway kostet, kann man viele Cat7 Kabel legen lassen…

Außerdem haben wir noch viele gute Tips zum Thema Beleuchtung und Schalterplatzierung  bekommen, so dass wir jetzt, ohne Aufpreis, viel weniger Aufwand bei unseren LED Installationen haben werden (Kabel bereits verlegt, schaltbare Steckdosen für die Trafos, zusätzliche Wand&Decken-Auslässe, …).

Da wir von unserem anfänglichen Plan abgerückt sind, Holz/Alu-Fenster zu bemustern, konnten wir die Gutschrift für einfarbige Holf-Fenster mit Hilfe von elektrischen Rollläden mit Funksteuerung (Somfy) im EG und DG zu nichte machen 😉 Im Obergeschoss haben wir uns auf der Südseite für Jalousien entschieden, die im Fenster, zwischen den Gläsern verbaut sind (Vario Wave). Damit konnten wir auf Rolllädenkästen im DG (aus optischen Gründen verzichten) und haben auch noch den u-Wert dieser Fenster verbessert.

Da wir die Ausstattung des Schlafzimmers mittlerweile auch anders planen, haben wir außerdem ein Dachfenster wieder rausgenommen.

Ein weiterer Punkt, den wir noch nicht final klären konnten, ist der Wandbelag.
Aus Kostengründen haben wir uns gegen einen Innenputz und damit für die Raufaser entschieden. Jetzt haben wir aber – zumindest für das EG und damit auch Treppenhaus – anfragen lassen, welchen Mehrpreis uns der Wechsel auf gestrichenes Malerflies bescheren würde. Schließlich wird ja ein Arbeitsgang mehr nötig, also Q2 Spachtelung herstellen, grundieren, Malerflies tapezieren und streichen. Die Optik vom überstrichenen Malerflies im SchönerWohnen Haus (Oberstetten) gefällt uns nämlich deutlich besser, als die Raufaser…

Es gibt also immer noch Punkte, die nach der Bemusterung für uns zu klären sind. Insgesamt sind wir aber mit allen unseren bisherigen Entscheidungen und dem Ablauf sehr, sehr begeistert! Vor allem die überaus flexible Handhabung der Eigenleistungen und damit prima Möglichen, den Budgetspielraum zu erweitern finden wir extrem fair und hilfreich bei der Planung!

Schätzunsweise schon nächste Woche bekommen wir dann das Bemusterungsprotokoll zugeschickt. Ob wir wieder Dinge von der Liste streichen müssen hängt jetzt im Wesentlichen davon ab, wie hoch die Gutschriften für die genauen = weniger Massen und abgemusterte Positionen ausfallen… wir werden dann in Teil 2 berichten!