Warten auf die Bemusterung…

Nächste Woche ist es endlich soweit – wir freuen uns beide riesig auf die Bemusterung und fühlen uns wie kleine Kinder im Advent…!

Die Wartezeit haben wir uns mit der Planung aller möglichen Details verkürzt und haben viel Zeit mit der Lichtplanung verbracht. Inzwischen steht auch schon die Einkaufsliste für alle möglichen Möbel und Einrichtung, inkl. Bad und Gäste-WC.

Ein Detail im Haus, das gerne mal als „das machen wir dann bei der Bemusterung“ nach Hinten verschoben wird, ist die Treppe. Bei uns wird es eine Viertel-gewendelte Treppe. Damit man sich die vielen verschiedenen Konstruktionen besser vorstellen kann, haben wir – oh Wunder – mal wieder SketchUp angeworfen und ein paar Varianten konstruiert: verschiedene Geländer, mit oder ohne Handlauf, sichtbare vs. unsichtbare Treppenwange, verschiedene Wangen-Formen, halbhohe Brüstungswand vs. Glas, …

Treppe

Das nächste große Thema sind natürlich die Bodenbeläge. Während wir den Parkett selbst besorgen und verlegen werden, wollen wir die Fliesen über Schwörer beziehen. Bei der Vorbemusterung letztes Jahr haben wir auf Anhieb einige Fliesen gefunden, die uns gefallen haben und sogar schon im Standard von Schwörer angeboten werden.

Für den Parkettboden haben wir uns einige Muster besorgt und sind mittlerweile bei Eiche angekommen. Landhausdiele, weiß geölt, 4-fache Fase, mit Struktur. Ob lebhaft oder eher ruhig werden wir wohl spontan entscheiden. Warum geölt und mit Struktur? Sieht einfach besser aus und fühlt sich toll an (aktuell haben wir gewachst, das spiegelt zu sehr) und mit Hund sieht man die Kratzer auch nicht so schnell… Als wir die Muster zuhause hatten, mussten wir erstmal barfuß darüberlaufen 😉

Hier mal unsere Favoriten (auch zu sehen: die Thermo-Buche für die Terassendielen):

Parkett Muster lebhaft 2 Parkett Muster lebhaft

Lampen sind auch ein großes Thema die letzten Tage. Wir wollen – wenn möglich – komplett auf LED setzen. Dazu haben wir uns einige LED Leuchtmittel besorgt, um die Lichtwirkung und Ausleuchtung zu testen: LED Stripes in warm- und neutralweiß sowie verschiedene herkömmliche Birnen-Formen. Es ist echt erstaunlich, was mit wenigen Watt Leistung bei LEDs möglich ist.

Wie auch schon im Bauherrinnen-Blog geschrieben, haben wir mit Beton experimentiert und es sind ein paar wirklich schöne Lampen-Schirme dabei entstanden:

Betonlampe 2 Betonlampe 1

Bestückt man diese mit einer 5W LED (E14, 400 Lumen, 2900K), bekommt man ein wunderschönes warmes und doch recht helles Licht – perfekt z.B. für das Wohnzimmer.

Außerdem haben wir ein LED Panel in Eigenbau hergestellt – dazu habe ich einfach Alu-Profile auf Gehrung gesägt, fertig zugeschnittenes, opaques Acrylglas und gelochtes Alublech besorgt und mit doppelseitigem Klebe- und Isolierband die LED Stripes aufgeklebt. Das Acrylglas wird auch mit doppelseitigem Klebeband am unteren Rand angebracht, und die Aluplatte mit Schrauben mit den Profilen verbunden. Mittels starken Neodym-Magneten (mit Versenkung) wird die Lampe dann an der Decke befestigt. Trafo und Dimmer kommen in die Deckenabhängung. Dank sehr leistungsstarken LEDs kann man hier einen mittelgroßen Raum problemlos komplett ausleuchten (2.6m LED Stripe, 9.6W/m, ~2500 Lumen, neutralweiß):

LED Panel hell LED Panel 30er

Wir planen aktuell für die meisten Räume jeweils zwei separat schaltbare Beleuchtungen – das Hauptlicht und noch ein indirektes Stimmungs- oder Nachtlicht.
Letzteres hauptsächlich durch indirektes Licht / LED Stripes. Hat auch den Vorteil, dass man nachts nicht die volle Beleuchtung anmachen muss, wenn man sich im Haus bewegt. Die indirekte Beleuchtung wollen wir außerdem per Funk schalten/dimmen. Damit spart man sich nicht nur die fest installierten Schalter, sondern kann auch später noch die Schalter-Szenarien umprogrammieren. Ein Bus-System wäre natürlich noch flexibler, davon haben wir aus Kostengründen aber (erstmal) abgesehen. Wenn nach der „Pflicht“ in der Bemusterung noch Budget für die „Kür“ übrig ist, lassen wir evtl. ein paar Kabelkanäle extra legen, damit die Smarthome-Nachrüstung später nicht ganz so aufwändig wird.

Prinzipiell kann man bei der Beleuchtung viel Geld sparen, wenn man handwerklich nicht ganz ungeschickt ist. So planen wir auch, einen großen LED Bad-Spiegel selbst zu bauen – mit knapp 250 € Material-Einsatz bekommt man damit nicht nur einen Maßspiegel, sondern (IMHO) auch noch die bessere Beleuchtung.

Als wir in unserem Weihnachts-Urlaub eine Bäder-Ausstellung besucht hatten und über die astronomischen Preise für beleuchtete Spiegel als auch die Schränke/Konsolen gestaunt haben, kam der Gedanke auf: das können wir besser (und günstiger). Nach kurzer Recherche sind wir auf einen anderen Karlsruher Baublog aufmerksam geworden: die selbe Idee, und auch schon in die Tat umgesetzt: bw-baublog.de

Dort haben wir dann auch noch genau unsere geplanten Bad-Schränke gesehen: 2x Ikea Godmorgon (bei uns aber in Eiche weiß, 1m breit). Die Konsole planen wir aktuell aus Beton, mit Holz-Kern zwecks Gewichtsreduzierung.

Sobald wir also mit der Bemusterung durch sind, werden wir natürlich wieder berichten. Die nächsten Wochen steht jetzt Einiges auf dem Programm, z.B. hoffentlich bald das Baustellengespräch…

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6 Gedanken zu “Warten auf die Bemusterung…

  1. Hey ihr zwei,

    wir bauen auch mit Schwörer-Haus und sind so auf euren Blog gestoßen – erstmal vielen Dank in die tiefen Einblicke der Planung, bei der wir doch die ein oder anderen Parallelen bemerkt haben 😉

    So auch in Sachen Türeinbau in Eigenleistung.
    Habt ihr euch da schon etwas informiert?
    Im Service-Portal steht, dass die Öffnungsmaße nicht denen der Vorgaben der DIN 18100 entsprechen.

    Macht das den Einbau komplizierter?
    Ich habe es bisher nicht geschafft, mich weiter damit auseinanderzusetzen.
    Falls ihr da schon etwas habt, wäre es toll, wenn ihr das weitergeben würdet.

    Unser Termin zur Bemusterung ist am 05.03. und wir sind bereits sehr aufgeregt.
    Ich freue mich, von euch und diesem Erlebnis zu lesen 🙂

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    • Hallo Christian,

      die geringeren Öffnungsmaße machen den Türbau nicht unbedingt komplizierter, man muss es eben nur anders machen. D.h. die Türen kann man trotzdem im Standard-Maß kaufen, der Rahmen wird dann allerdings geklebt und nicht geschäumt.

      Im Eigenleistungs-Beitrag im Schwörer Blog bekommt man super Infos, auch zum Einbau der Innentüren: http://blog.schwoererhaus.de/index.php/bauherren-eigenleistungen/
      Da lohnt es sich, die über 60 Kommentare mal durchzugehen…

      Viele Grüße und viel Spaß beim Planen und Bemustern 🙂
      Matthias

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      • Ist ja interessant, ich wusste gar nicht, dass es diesen Eigenleistungs-Beitrag gibt. Gut, dass du es weißt, Matthias! 🙂

        Dann werd ich mal fleißig lesen!

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  2. Eine Frage noch:
    Ist die Ausleuchtung deiner DIY-LED-Panel absolut homogen oder sind die Stripes durch das Acrylglas zu sehen?

    Kompliment, sehen wirklich toll aus!

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    • Danke 🙂

      Ich habe bei dem Panel einen neutralweißen Stripe mit 9.6W/m (24V) und 120 LEDs/m verwendet.

      Wenn man ganz genau hinschaut, vor allem wenn sie stark gedimmt sind, kann man schon die einzelnen LEDs durch sehen. Das hängt aber natürlich auch stark davon ab, wie transparent das Glas ist und wie weit die LEDs vom Glas entfernt sind. Bei der höchsten Helligkeitsstufe sind die LEDs jedenfalls so hell, dass man kaum in die Lampe schauen kann, also stört es nicht wirklich. Das Licht ist jedenfalls super geeignet für Küche oder Werkstatt, wenn man es eben sehr hell und dabei ein möglichst neutrales Weiß haben möchte.

      Solche Panels gibt es auch schon für kleines Geld online, aber meist bekommt man dort nur knapp ein Drittel der Lichtleistung bei der Fläche (30x30cm)

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      • Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

        Wir versuchen gerade, uns ein paar Impressionen zur Einrichtung, speziell zur Beleuchtung, zu holen.
        Daher ist die Idee des DIY-Projektes doch sehr interessant!

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