Bauantrag

Was lange währt… ob’s gut wird, wird sich noch zeigen 😉

Nach 102 Unterschriften auf allen Ausfertigungen des Bauantrags inkl. aller Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Entwässerungsantrag, Erhebungsbogen des Statistischen Landesamts etc. können wir das gefühlte Kilogramm Papier endlich beim Bauamt einreichen!

So sieht also der Stapel für die „Bauvorlagen im vereinfachten Genehmigungsverfahren“ aus:

Bauantrag

Zudem haben wir auch Scans der Anmerkungen der Planprüfung von Schwörer vom Architekt bekommen. Zu sehen, wie akribisch alles geprüft wurde, hat uns sehr beeindruckt und damit natürlich auch ein bisschen beruhigt.

Jetzt stehen also die ersten beiden größeren Rechnungen an (neben dem Grundstück natürlich): 10% Anzahlung des voraussichtlichen Haus&Keller-Preises an Schwörer und die komplette Rechnung des Architekten – der ja unabhängig von Schwörer von uns beauftragt wurde. Hier reden wir von 2% der Bausumme zzgl. MwSt.

Der gesamte Planungsablauf hat sich bei uns doch deutlich länger hingezogen als wir anfänglich dachten: vor 3 Monaten sollte eigentlich schon der Bauantrag eingereicht werden.

Los ging’s mit der Planung im März und Mitte Juni waren alle Pläne soweit fertig und auch technisch geprüft. Also fertig für den Bauantrag.

Doch dann der Schock – eine Mail vom Architekten mit dem Betreff „Schlechte Nachrichten“: wir müssen die Hausbreite um ca. 50cm reduzieren!

Das hört sich im ersten Augenblick gar nicht so viel an. Rechnet man aber die Grundfäche aus, die einem dabei über Keller und 2 Stockwerke verloren geht, sieht das schon anders aus: 3 * 10m * 0.5m sind immerhin 15m²! Zudem haben wir dank Garage im Keller und einer schon auf Minimum geplanten Flurbreite keine Reserven mehr gehabt, um mal eben 50cm irgendwo abzuknappsen: die Küche wäre damit einfach zu schmal geworden.

Kommt so eine Nachricht auch noch auf’s Wochenende und man erreicht kurzfristig niemanden mehr, kann das schon sehr für Frust sorgen. Wir haben also das ganze Wochenende über der Landesbauordnung gebrütet und nach Schlupflöchern gesucht, wie wir das Problem doch noch irgendwie gelöst bekommen.

Und ja, es gibt eine Lösung: ein Erker!
Der wird unter bestimmten Bedingungen als ein „untergeordnetes Bauteil“ gewertet und dann gelten andere Regelungen für die Abstände zum Nachbargrundstück.

Den gleichen Vorschlag hat uns dann auch der Architekt gemacht und die Planung ging wieder von vorne los.

Jetzt warten wir auf die Rückmeldung vom Bauamt. Mal schauen, was hier noch so auf uns zukommen wird, bis wir die Baugenehmigung bekommen haben.

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Finanzierung

Ein großer Pluspunkt für das Bauen eines Fertighauses ist die vergleichsweise hohe finanzielle Planungssicherheit.

Zu diesem Thema findet man sehr viel Informationen im Netz und in den diversen Hausbau-Zeitschriften. Nachdem wir uns also unsere Budget-Grenze gesetzt hatten, steht man vor dem Problem, die Nebenkosten abschätzen zu müssen.

Wenn man noch kein Grundstück besitzt, ist das nur äußerst grob möglich.
Zum einen, weil man kaum überblicken kann, was alles an Kosten/Gebühren auf einen zukommt, zum anderen, weil noch viele Variablen einfach offen sind:

  • Bodenklasse/Beschaffenheit
  • wieviel Erde muss bewegt und entsorgt werden
  • muss gefkoffert werden
  • Grundwasserstand/wird eine Drainage benötigt
  • was für ein Fundament ist nötigt
  • welcher Beton wird verwendet
  • Kosten für Hausanschlüsse/Entwässerung (Strom, Wasser, Kabel, evtl. Gas, Telekom, …)
  • uvm.

Speziell wenn man mit Keller bauen möchte können diese berühmten „Nebenkosten“ schnell mal um einige Zehntausend Euro nach oben gehen.

Nachdem wir die große Unbekannte (Grundstück) also abgehakt hatten, das Bodengutachten vorlag und wir von Schwörer die Erfahrungswerte für die Nebenkosten bekommen haben, konnten wir deutlich besser abschätzen, wie viel wir für das Haus und die Ausstattung noch übrig haben.

Den Werkvertrag mit Schwörer haben wir bereits im Frühjahr 2014 unterschrieben, hier wird der voraussichtliche Keller- und Hauspreis festgehalten.

Hierfür ist es extrem sinnvoll, vor Unterschrift eine Vorbemusterung zu machen.
Der Tag in Hohenstein/Oberstetten war außerdem sehr interessant!

Nur so kann man sich ein Bild machen, wo man den im Leistungsumfang enthaltenen Standard verlassen möchte. Das ist bei uns speziell im Bereich Technik der Fall. Hier konnten wir wohl spätere Überraschungen vermeiden und kennen jetzt schon die Aufpreise, die uns erwarten.

Bevor es aber mit der Fertigung losgehen kann, muss einige Monate vorher schon eine Finanzierungsbestätigung der Bank vorlegen, oder: das „Henne-Ei-Problem“:

Schwörer betrachtet für die Finanzierungsbestätigung den Keller und das Haus separat. Die Bestätigung für den Keller muss dabei deutlich früher als die für das Haus vorliegen.

Die Bank betrachtet aber nur das gesamte Projekt, also Haus und Keller gemeinsam.

Bevor die Bank also die Finanzierungsbestätigung für den Keller unterschreibt, will sie alle Aspekte des Gesamtprojekts berücksichtigt haben und braucht für die Unterschrift alle detaillierte Pläne, die Energieberechnung etc. – vieles davon steht aber erst nach dem Bauantrag fest.

Nach einigem Hin- und her hat das aber alles prima funktioniert und wir haben alle benötigten Unterlagen von Schwörer und unserem Architekten schon deutlich früher erhalten.

Damit dachten wir, wir sind erstmal durch und wollten gerade in den Urlaub starten, als wir erfahren haben, dass für die Unterschrift leider doch noch der komplette Kreditantrag fertig gemacht werden muss.

Und natürlich braucht man dafür wieder eine Absicherung. In unserem Fall also die eingetragene Grunschuld über die gesamte Kredithöhe.

Wie teuer letztendlich das Haus aber genau wird, wissen wir erst nach dem Nachtragsangebot von Schwörer. Also erst nachdem unsere Planungsänderungen berücksichtigt und die endgültige Bemusterung erfolgt ist.

Also haben wir wieder Excel angeworfen und wirklich alle möglichen Aufpreise der Bemusterung/Änderungen mit Puffer eingerechnet.

Also: kurz vor dem Sommerurlaub noch schnell die Grundschuldbestellung angestoßen und direkt nach dem Urlaub wieder zum Notar. Bleibt zu hoffen, dass die Eintragung im Grundbuch zügig geht (4-6 Wochen kann das durchaus dauern) und wir die Finanzierungsbestätigung rechtzeitig unterschrieben bekommen.

An dieser Stelle nochmal ein großes Lob und Dankeschön an unseren Bankberater und Schwörer, die wirklich alles in ihrer Macht stehende unternommen haben, um das kurzfristig und so schnell wie möglich zu regeln!

Kellerplanung

Wir warten immer noch auf die Bauantragsunterlagen, konnten diese Woche die Zeit aber gut nutzen, um den Keller weiter zu optimieren.

Nach Rücksprache mit unserem Bauberater und den Experten im Werk konnte unser Technikraum jetzt nochmal um 2.5m² verkleinert werden.
Davon profitiert meine geplante Werkstatt – sehr gut 🙂

Da wir uns zwischenzeitlich entschieden haben, in allen Kellerräumen gleich einen Estrich von Schwörer einbringen zu lassen, muss das natürlich auch bei den Maueröffnungen für die Türen berücksichtigt werden.

Unser Kellerflur (Hauseingang) z.B. wird mit einer Fußbodenheizung beheizt und wird schon von Schwörer gefliest. Die anderen Räume wollen wir später in Eigenleistung fliesen bzw. die Garage mit einer Epoxidharzfarbe versiegeln.

Durch die fehlende Fußbodenheizung und die verschiedenen Beläge ergeben sich aber unterschiedliche Aufbauhöhen des Fußbodens in den Räumen.

Das Ziel ist natürlich ein ebener Bodenbelag im ganzen Keller, die einzelnen Räume werden also durch eine Ausgleichsschicht dem Flur angepasst.

Ansicht Keller

Hausplanung

Schon bevor wir das Grundstück gekauft haben, konnten wir uns den Bebauungsplan anschauen und uns ein recht gutes Bild davon machen, wie unser Haus in etwa aussehen wird.

Neben dem Baufenster (maximal bebaubarer Bereich) sind in dem Bebauungsplan auch eine feste Wandhöhe und der Hausquerschnitt festgelegt. Zudem muss eine Garage in den Keller integriert werden.

Nach den ersten Versuchen mit den üblichen Hausplanern und eher mäßigem Erfolg (und viel Frust…) haben wir durch Zufall das freie Tool SketchUp von Google entdeckt – absolute Empfehlung für alle, die ihr Haus planen möchten. Nachdem man durch die ersten Tutorials durch ist, kann man extrem schnell und einfach tolle Haus-Modelle erzeugen!

Zudem gibt’s eine riesige Online-Sammlung (speziell Ikea Möbel sind sehr stark vertreten…), so dass man auch gleich noch einrichten kann.

Das hat uns extrem geholfen, die „flachen“ Grundrisse zu verstehen und den ein oder anderen Fehler zu korrigieren, den wir sonst nicht bemerkt hätten! Ein weiteres ganz tolles Feature: man kann den Geostandort des Modells und die Ausrichtung festlegen, so dass man sich den Lichtfall über das ganze Jahr/Uhrzeit simulieren lassen kann. Sehr nützlich für die Fenster- & Türenplanung!

Mal eben ein Fenster verändern, eine Wand verschieben oder auch die Terasse planen… alles kein Problem mehr und in wenigen Minuten erledigt.

Hier mal ein paar Ansichten unseres aktuellsten Modells: