Sinnvolle Werkzeuge

Viele Anfragen haben mich per Mail zum Thema „welche Werkzeuge würdest Du für […] empfehlen“ erreicht, daher habe ich mir mal die Mühe gemacht, eine Liste mit meinen Must-Haves und Empfehlungen zusammen zu stellen und die Artikel auf Amazon zu verlinken.

Das Ergebnis könnt ihr hier sehen 🙂

Natürlich werde ich die Liste immer mal wieder ergänzen und pflegen und freue mich schon auf eure Kommentare und Erfahrungen.

 

DIY: Gartenhütte

Wie versprochen kommen hier noch ein paar Details und Impressionen unserer selbst geplanten und umgesetzten Gartenhütte.

Schon von Anfang an war bei uns gesetzt, dass wir eine kubische Hütte mit einer schönen Verschalung haben wollten, was die Auswahl in Baumärkten schnell erschöpft. Da wir vom Wohnzimmer und Terrasse aus direkt auf die Hütte schauen werden, war uns die Optik sehr wichtig.

Im Netz gibt es einige Anbieter von sehr schönen Hütten (selbst Schwörer bietet welche an), die aber mit oft deutlich mehr als 5.000€ jenseits unserer Budget-Vorstellung lagen.

Was liegt also näher, als das liebgewonnene SketchUp anzuwerfen und die Konstruktion selbst in die Hand zu nehmen?

Hier das Ergebnis:

konstruktion

Die einzigen Vorgaben waren max 12m³ umbauter Raum (aus dem Bebauungsplan), Kubus mit Flachdach, ein Fenster/Lichtband, eine Schiebetür, um den Raum optimal nutzen zu können, und eine geschlossene Rhombus-Schalung.

Als Grundmaße haben wir uns auf 2.7 * 2.0m und 2.2m Höhe festgelegt und dann ging’s nach ausgiebiger Material-Recherche an die detaillierte Planung.

Da das Flachdach später mit Kies aufgefüllt wird, habe ich mich für die Hauptkonstruktion für Vollholz in 80x80mm, und 60x80mm für die Zwischenträger entschieden.

Für eine optimale Hinterlüftung der geschlossenen Holz-Fassade (Nut-&Feder-Bretter von Ladenburger) habe ich noch 48x24mm Traglatten (imprägnierte Fichte) eingeplant.

Und damit ich die Innenwände gut nutzen und belasten kann (Regal, Haken, …) wird von innen noch mit OSB-Platten (15mm) beplankt.

Habe lange überlegt und auch experimentiert, wie ich das Flachdach mit nötigem Gefälle hinbekomme, damit ich über die tiefste Ecke via Dachgulli das Regenwasser in die Zisterne leiten kann und habe mich hier letztlich für 35 Auflagepunkte aus Terrassenpads entschieden. Zwischen der tiefsten und höchsten Ecke sind damit 50mm Höhenunterschied realisiert worden.

Das Fenster habe ich auch selbst gebaut. Dazu habe ich einfach Regalleisten (keilgezinkt, 44mm) mit einer 6mm breiten Nut innen versehen und eine Acryl-XT-Platte beim Baumarkt zuschneiden lassen. Wichtig hierbei ist, dass man etwas tiefer fräst also nötig, so kann das Ganze noch arbeiten, ohne dass zu viel Spannung entsteht (und sich das Acrylglas z.B. wölbt). Natürlich zur Abdichtung die Silikon-Fuge zwischen Holzrahmen und Acrylglas nicht vergessen.

Das Fundament für die Hütte hatte ich ja schon im Frühjahr zusammen mit den Hunter-Bewässerung angelegt. Da die Hütte die Verteilstation für Regenwasser, Strom, Pumpen- und Ventilsteuerung als auch Sensorik sein soll, habe ich entsprechend viele Kabel und Wasserleitungen durch oder unter die Mauersteine vom Fundament geführt. Zum Einsatz kamen 17.5er Betonschalungssteine:

Das Konstruktionsvollholz habe ich bei Hornbach bestellt. Damit die Lieferung günstig bleibt, habe ich die 5m Balken vorher noch halbieren lassen. Danke Hornbach 🙂

So sind in einem Nachmittag alle 4 Wände in der Garage entstanden. Die Holzbalken habe ich mit Stahlwinkeln stumpf verbunden.

Das Aufstellen der Wände ging ebenfalls sehr schnell. Um das Holz vom Beton zu entkoppeln, habe ich vorher noch Bitumenband auf den Beton geklebt und darauf dann die Wände gestellt. Nach unten hin habe ich die Wände alle 60cm mit einer 10 x 140mm Holzschraube in Dübel (UX12) befestigt. Zusätzlich habe ich vorher noch eine Metall-Rasenkante um die Fundamentsteine gesetzt und mit Drainage-Kies (16-32) aufgefüllt.

Untereinander habe ich alle Wänder mit jeweils 3 Maschinenschrauben und noch zusätzlich langen Spax-Schrauben verbunden und die Schraubköpfe samt Mutter via Förstner-Bohrer in die Balken versenkt und anschließend die Traglattung auf die Balken geschraubt:

Dann ging’s auch schon an die Verschalung mit den Nut-&Federbrettern. Um mir viel Zeit zu ersparen habe ich die vorgeölte Variante (mit schwarzer Kontrastfeder) bestellt. Nicht ganz billig, aber wenn ich denke, wie lange ich für das Ölen der Terrassen-Dielen gebraucht habe, relativiert sich der Preis sehr schnell wieder. Zusätzlich habe ich mir einen Eimer des gleichen Öls von Ladenburger besorgt, um damit die sichtbaren Bereiche der Unterkonstruktion zu ölen (z.B. die Ecken).

Die Verschalung habe ich on the fly und vor Ort mit der Kappsäge auf Gehrung gesägt und dann nochmals alle Schnittkanten mit dem Ladenburger Öl vor dem Einbau behandelt. So ging es recht langsam aber stetig Lage um Lage nach oben. Die Qualität der Bretter war leider nicht ganz so, wie ich es vom Preis her erwartet hätte (knapp 40€/m²), d.h. es war doch auch Ausschuss dabei und einzelne Bretter recht stark verzogen, so dass ich trotz eingerechnetem Puffer noch 2 Pakete à 6 Bretter nachbestellen musste.

Da sich beim Verschalen viel Regen für die kommenden Tage angekündigt hat, wurde es dann etwas hektischer, da ich das Dach samt Folie vorher unbedingt fertig haben wollte.

Wie oben schon erwähnt habe ich das schiefe Flachdach aus 25er OSB3 Platten hergestellt, die auf insgesamt 7×5 Terrassenpad-Türmchen in aufsteigender Höhe gelagert sind. Zur einfacheren Montage habe ich diese mit Kleber zusammen und auf das Holz geklebt und dann von oben mit 5x120er Spax durchgeschraubt.

Für die saubere Auflage der Ortgangbleche habe ich bei der obersten Bretter-Reihe die Feder abgesägt und den Übergang von OSB3-Platten mit dem Brett eine Holzleiste mit Dreiecksprofil verlegt und anschließend die EPDM Dachfolie mit Spezialkleber vollflächig verlegt, die Ränder abgeschnitten und festgetackert.

Anschließend habe ich mit der Lochsäge ein 50er Loch für den Dachgulli (DN50 Anschluss) in die tiefste Ecke gebohrt und den Dachgulli mit der Folie verklebt und an das Leerrohr in die Zisterne verbunden. Nach der Trocknungszeit habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mit der Gieskanne das Ganze zu testen. Die Dachschräge mit knapp 1.5% Gefälle funktioniert zum Glück. Also das Dach komplett mit Kies bedeckt (nicht nur zur Optik, ist gleichzeitig auch noch ein UV-Schutz für die Folie).

Für das Fenster habe ich dann noch eine Zarge auf Gehrung gebaut und unten eine Art Fensterbrett leicht schräg gestellt. Für den Kontrast habe ich Fenster-Rahmen und Zarge mit dem gleichen Öl behandelt, aber zweimal gestrichen, so dass es deutlich dunkler ist und stärker deckt.

Und mit allem knapp vor dem Regen fertig geworden 🙂

Da ich ja nochmal 2 Pakete Holz nachbestellen musste, konnte ich erst nach etwas Verzögerung die Schiebetür angehen. Habe dafür einen Rahmen inkl. Mittenverbinder aus 48x24er Latten gebaut, die ich zum Verbinden halb ausgeklinkt habe. Darauf kamen dann die gleichen Nut-&Federbretter.

Unten habe ich in den Rahmen eine Nut gefräst und mir einen ganz gewöhnlichen Schiebetür-Beschlag besorgt. Vor dem Montieren der Schiebetür musste aber noch der Boden gebaut werden. Dazu habe ich 60x80er Balken (auch wieder auf Bitumen) quer verlegt. Als Auflieger hatte ich dazu 3 einzelne Mauersteine im Fundament in der richtigen Höhe und Abstand einbetoniert.

Wie beim Fenster auch habe ich noch eine Türzarge gebaut und schon mit einem Ikea-Griff von innen versehen, damit ich die Schiebetür mit dem größeren Ikea-Griff später mit einem Hangschloss sichern kann.

Für den Zugang zu den Ventilen, Kabeln und Filter habe ich im Boden eine Luke vorgesehen, die ich zwecks besserem Handling mit eingefrästen Bodenhebern versehen habe.

Als Bodenbelag habe ich auch 25er OSB3 Platten verwendet und darauf einen 2mm starken PVC vollflächig verklebt.

Für die Trittstufe habe ich ein 1.5mm Stahlblech in Form gebogen (im Werktisch eingespannt und Holzbalken und Hammer rechtwinklig gebogen).

Und schon ist die Gartenhütte wetterfest und ich kann mir mit dem Innenausbau wie Wände, Regale und auch Strom Zeit lassen. Im Frühjahr hält dann wohl der Raspberry Pi Einzug, um die automatische Gartenbewässerung zu steuern.

Insgesamt gesehen war das Projekt nicht ganz günstig. Der mit Abstand größte Posten war das Fassaden-Holz mit knapp 1.500€. Der ganze andere Rest (Konstruktions-Vollholz, Fundament, Dach, alle Eisenwaren, …) kam dann auch nochmal auf etwa über 1.000€. Nicht eingerechnet sind natürlich die vielen Stunden, die das Projekt verschlungen hat. Mir hat der Bau allerdings sehr viel Spaß gemacht und wir sind der Meinung, dass sich der Aufwand gelohnt hat… 🙂

Endspurt Außenanlage

Etwa 2 Monate sind seit dem letzten Update vergangen und wir haben trotz Urlaub und einigen Dienstreisen viele Dinge erledigen können, die wir vor ein paar Monaten erst für nächstes Frühjahr angepeilt hatten.

So sieht jetzt nicht nur der Rasen schon sehr gut aus, sondern wir haben auch den Rest der Außenanlage fast fertig gestellt.

Neben dem Rohbau der Gartenhütte (dazu später in einem eigenen Artikel mehr) ist jetzt auch der Bereich vor und neben dem Haus fertig angelegt.

Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1.000 Worte:

Zuerst haben wir etwa 4 Tonnen Wasserschütt-Bausteine (Schwarzwälder Granit) in der Größe 30-50cm benutzt, um den Gartenweg grob einzufassen und das Gefälle neben dem Haus mit 3 Stufen zu entschärfen. Dazu mussten wir die extrem verdichtete Lehm/Kies-Mischung mit dem Pickel aufbrechen, Stein für Stein mit der Wasserwaage setzen und anschließend in Unkrautvlies gesetzt und die Steine der Treppenstufen mit Beton verstärkt.

Dann kam eine ca. 7-10cm starke Schicht aus Beton-Recycling als Untergrund für den Weg drauf und als Oberschicht dann etwa 5cm stark passenden Splitt vom Eingangsbereich unten über den Weg bis hoch vor die Terrasse (auch schwarzwälder Granit in 8-16mm) verteilt. Als Trittstufen vor der Terrasse haben wir flache Wasserbausteine benutzt und natürlich (fast) überall unter dem Splitt Unkrautvlies verlegt.

 

Fortsetzung – Rasen

Wie versprochen mal wieder ein Zwischenstand des Rasens nach weiteren 3 Wochen.

Habe nochmal eine Packung Starter-Dünger von Wolf verteilt und viele Eimer Unkraut gezupft und die Disteln mit einem Unkrautstecher entfernt.

Damit das restliche Unkraut dem Rasen nicht zu viel Licht und Nährstoffe nimmt, habe ich 1-2 mal pro Woche gemäht.

Die kahlen Stellen habe ich immer wieder mal vorsichtig die Oberfläche mit einer Hacke gelockert, direkt nach dem Lockern (1-2 Tage später) sind auch dort dann Grashalme gesprossen.

Im Beet nebenan haben wir Phacelia ausgesät, damit sich da kein Unkraut breit macht und der Boden verbessert wird.

Insgesamt sieht es mittlerweile deutlich besser aus, als befürchtet 🙂

Rasen anlegen – 1. Versuch

Wie auch bei vielen anderen Dingen rund um das Thema Eigenleistung hat sich auch beim Rasen herausgestellt, dass deutlich mehr Zeit für die Vorbereitung investiert werden muss, als ursprünglich gedacht.

Wie schon früher erwähnt, mussten wir erstmal unseren schweren Lehmboden auflockern, um für Durchlüftung zu sorgen und Staunässe zu vermeiden, beides wichtige Voraussetzungen für einen schönen Rasen.

Dazu haben wir in zwei Durchgängen insgesamt auf unsere +/- 100m² Rasenfläche 10t Sand und ca. 5 m³ Humus verteilt und in die ersten 10-15cm Lehmboden untergegraben.

Speziell beim zweiten Durchlauf habe ich nochmal die gesamte Fläche mit dem Spaten umgegraben, und dann die umgegrabenen Lehmbrocken erst mit der Gartenkralle grob und anschließend nochmal mit der Bodenfräse fein zerkleinert.

Dabei wollte mich der Wettergott wohl auf die Probe stellen, denn an den 3-4 Tagen, die ich insgesamt daran gearbeitet habe, war von sengender Hitze mit 34°C und heftigen Regenschauern alles dabei. Nach einem Regenguss kommt man selbst mit Gummistiefeln nur noch sehr schwer durch den aufgeweichten und aufgegrabenen Lehmboden durch. Zum Glück hat auch mal ein Nachbar mit angepackt, das hat der Arbeitsmoral sehr geholfen.

Nach diesem enormen Kraftakt kann ich nur empfehlen, so etwas mit mehreren Helfern zu machen, oder sich gleich eine starke und schwere Benzin-Bodenfräse auszuleihen…

Das Nivellieren und Ebnen geht am besten mit einem großen Rechen und einer Rasenwalze, die mit Wasser oder Sand befüllt wird. Je öfter man das Walzen und Rechen wiederholt, desto ebener wird die Fläche.

Da das Gelände vom ersten Durchgang schon relativ gut modelliert war, haben insgesamt 3 Durchgänge gereicht, um ein ziemlich gutes Ergebnis zu erreichen.

Nachdem ich also dachte, dass ich mit Walzen fertig bin, kam auch schon der nächste Platzregen. Und dieses Mal so stark, dass es Auswaschungen gab und die vorher schön ebene Fläche eher wieder einer Hügellandschaft glich.

Da hat mich dann spätestens die Motivation verlassen, so dass ich nur noch einmal mit dem Rechen und der Walze drüber bin und mich mit dem Gedanken angefreundet habe, dass ein Rasen ja nicht um jeden Preis eben sein muss…

Bevor wir den Rasen säen können, mussten wir auch noch die Metall-Rasenkante setzen, was wir dann zu zweit im Lehm-Matsch überraschend schnell und gut hinbekommen haben: erst angezeichnet, mit dem Spaten einen schmalen Graben ausgehoben und dann die Rasenkante erst daneben zusammengebaut (Klammern) und dann auf einmal eingesetzt und mit Holzlatte und Hammer die restlichen Zentimeter in den Boden getrieben. Rundungen gehen am einfachsten, gerade Abschnitte haben wir mit einer langen Richtlatte ausgerichtet beim Einhämmern. Bisher macht die Rasenkante einen sehr guten Eindruck. Bin mal gespannt, wie das nach einem Jahr (Winter/Frost) aussieht.

Und dann war es endlich soweit: mit dem elektrischen Hand-Steuer habe ich erst den Starter-Dünger ausgebracht und dann direkt danach den (Premium-)Rasensamen. Die ganze Fläche wurde dann noch ein letztes Mal feierlich gewalzt und so oft wie möglich/nötig über die Hunter-Bewässerung feucht gehalten.

Doch es sollte alles nicht so einfach werden… denn schon 3 Tage nach der Aussaat gab es so heftige Niederschläge, dass es fast den gesamten Rasensamen und die Düngerperlen den leicht schrägen Hang runtergeschwemmt und auch wieder für eine Hügellandschaft gesorgt hat. Das ist sehr frustrierend, wenn man so viel Handarbeit vorher investiert hat.

Wir haben uns dann entschieden, erstmal nicht gleich mit neuem Samen nachzusäen, sondern wollten erst mal abwarten, ob überhaupt etwas keimt. Aber schon nach knapp einer Woche waren im unteren Bereich schon sehr viele einzelne Grashalme zu sehen, also haben wir die gleiche Menge Dünger und Rasen nachgekauft und nochmal auf die gesamte Fläche verteilt.

Das Ergebnis heute nach knapp 3 Wochen sieht lustig aus: wir haben 2m² schön dichten und grünen Rasen, eben dort, wo es den ganzen Dünger und Samen hingeschwemmt hat. Aber auf dem Rest der Fläche wächst aktuell mehr Unkraut als Rasen.

Wir üben uns also erstmal weiter in Geduld, immerhin sieht man auf der restlichen Fläche auch schon die später nachgesäten Halme sprießen, vielleicht wird der Rasen dort ja auch noch ein bisschen dichter…

In ein paar Wochen gibt’s also wieder ein Update, ob wir tatsächlich so etwas wie einen Rasen oder eher eine Unkraut-Wiese angelegt haben 😉

 

Der Garten nimmt Formen an

Gerade mal 4 Wochen sind seit dem letzten Post vergangen und doch hat sich in unserem Garten sehr viel getan. Leider hat das Wetter selten mitgemacht, so dass die meisten Arbeiten bei Regen stattgefunden haben.

Aber jetzt der Reihe nach… um ein Gefühl für unsere Garteneinteilung zu bekommen, haben wir uns Kreidespray besorgt und die Rasenkante eingezeichnet und die genau Position für den Baum bestimmt.

Dann ging’s auch schon zur örtlichen Baumschule, wo wir spontan fündig geworden sind: eine Kupfer-Felsenbirne, nicht ganz 4m hoch. Eigentlich ist die Felsenbirne ein Strauch, man kann sie aber auch als Hochstamm in Form bringen. Jedenfalls passt sie sehr gut zu unserem Klima und Boden, blüht schön weiß und wechselt im Herbst zu einem sehr intensiven Rot. Also reserviert und eine Woche später liefern lassen.

Kurze Zeit später war er dann auch schon eingegraben und zur Stabilisierung haben wir noch ein Gestell aus Pfählen gebaut und den Baum mit Kokos-Schnur festgebunden.

Über unseren GaLa-Bauer haben wir außerdem nochmal 3t Natursteine liefern und einbauen lassen (schwarzwälder Granit). Da wir für die Hangabsicherung doch nicht so viele Steine benötigt haben, konnten wir den Rest um die Felsenbirne herum anordnen.

Als nächstes kam das Fundament für die Gartenhütte dran, das wir aus Beton-Schalungssteinen (25cm hoch, 17,5cm breit) hergestellt haben. Dafür habe ich ca. 30cm ausgehoben und 10cm mit Betonrecycling gekoffert/verdichtet, so dass das Fundament ca. 3-5cm höher als der Rasen sein wird.

Hierbei mussten natürlich zahlreiche Wasserleitungen und Kabel durch Leerrohre nach draußen geführt werden, da die Gartenhütte die Verteilstation für die Gartenbewässerung als auch Elektrik (Pumpe, Beleuchtung, Sensoren für Bewässerung, …) sein wird.

Zwischendrin habe ich außerdem immer mal wieder die Wildnis im hinteren Bereich des Gartens bekämpft. Also (fast immer bei Regen) Schubkarrenweise Unkraut, Gebüsch und Wurzeln ausgegraben und den Boden gelockert. Bei Regen und Lehmboden absolut keine angenehme Aufgabe. Also besser immer mal wieder nur ein bisschen, oder auch mal was Schönes machen, wie z.B. ein Blumen-Beet anlegen 😉

Sobald das fertig war, ging’s dann endlich an die automatische Bewässerung.

Diese habe ich selbst geplant (von Hunter gibt’s dazu einen sehr detaillierten Planungsleitfaden im Netz) und mich für 4 Bewässerungs-Zonen entschieden:

  1. der vordere Rasen,
  2. der hintere Rasen um die Gartenhütte herum
  3. Tropfschlauch für Hecken und Beete
  4. Microbewässerung für Hochbeete und Topfpflanzen

Sowie noch eine Leitung für eine Wassersteckdose, falls man im hinteren Bereich des Gartens doch mal händisch Wasser braucht (vorne ist schon eine Wasser-Steckdose im Zisternendeckel integriert).

Der vordere Rasen wird mit den klassischen MP Rotatoren „Kopf-über-Kopf“ abgedeckt, am Rand habe ich mich für die speziellen Side-Strips entschieden (rechteckige Regnerfläche). Um ein optimales Ergebnis/Radius zu erreichen, habe ich die Pro Spray 04 mit integrierter Druckbegrenzung auf 2.8 Bar verbaut.

Die gesamten Hunter-Teile inkl. Verteilschiene und Magnetventile habe ich in den USA gekauft, dort kosten Hunter-Produkte teilweise nur 20% von den hier üblichen Preisen. Wegen hohem Porto, Zoll/MwSt lohnt sich das aber nur bei einer Großbestellung.

Nachdem die Lieferung dann nach 3 Wochen endlich da war (davon fast 2 im Zoll), ging es wieder an’s Graben für ingesamt 75m PE Rohr (1 Zoll). Das Verlegen an sich ist ein Kinderspiel und macht mit einer Rohrschere richtig Spaß. Habe über ebay die ganzen Verbinder, Winkel, T-Stücke, … recht günstig erstanden, habe aber trotzdem erstklassige Ware bekommen. Man braucht etwas Kraft, aber dann ist alles 100% dicht.

Die Versenkregner (1/2 Zoll Innengewinde) habe ich über die Hunter Swing-Joints (sehr empfehlenswert!) entweder an spezielle T-Stücke oder an Endstücke angeschlossen. Mit dem Swing läßt sich die Höhe und Position super einfach einstellen.

Nachdem die beiden Hauptkreisläufe fertig und einzeln gestetet waren, wurde also wieder alles zugeschüttet.

Beim Ausheben der Rohrleitungsgräben ist mir die (stellenweise zu) dünne Sand/Humus-Schicht aufgefallen. Also nochmal 6t Sand bestellt und etliche Fahrten zur Kompostierungsanlage unternommen, um nochmal 5cm Sand/Humusgemisch im Garten zu bekommen.

Dann endlich heute bei etwas besserem Wetter das Finale: habe die einzelnen Kreisläufe über die Magnetventile & Verteiler angeschlossen und noch die automatische Pumpensteuerung (Druckschalter) eingebaut, angeschlossen und siehe da: alles funktioniert tadellos 🙂

Das war jetzt die letzte große Aktion vor dem Rasen-Einsäen…

Vorbereitungen für Rasen und Bewässerung

Kaum war die Terrasse fertig, ging es auch schon an’s nächste DIY Projekt: der Garten.

Den Großteil unserer Gartenfläche wollen wir als Rasen anlegen, zusätzlich standen folgende Dinge aber schon vor dem Grundstückskauf auf unsere Prio-Liste:

  • Ein Baum,
  • ausreichend Platz für eine große Hängematte,
  • 2-3 Hochbeete + (kleiner) Nutzgarten für Gemüse und Kräuter,
  • Geräteschuppen für Gartengeräte, Rasenmäher, Grill und die Gartenmöbel (Winter), evtl. auch Brennholz (Kamin)

Also haben wir uns an die Garten-Planung gesetzt und können jetzt auch alles wie gewünscht umsetzen.

Da wir wissen, wieviel Arbeit und Zeit man für händisches Gießen investieren muss, war auch schon von Anfang an klar, dass wir eine automatische Garten-Bewässerung mit Zisterne haben wollen (die ja auch schon vergraben und an die Dachfläche angeschlossen ist).

In der letzten Woche haben wir also ordentlich angepackt und einen Großteil der nötigen Vorarbeiten erledigen können.

Zuerst ging es daran, den Lehmboden zu verbessern:

  • Von Hand die ca. 130m² Lehmboden samt Bewuchs mit einer Gartenkralle ca. 10-15cm umgegraben. Das ging trotz sehr festem Lehm recht gut (insbesondere 1-2 Tage nach Regen) und dabei das Unkraut gleich entfernt.
  • Anschließend mit einer elektrischen Bodenfräse den frisch umgegrabenen und klumpigen Boden zerkleinert.
  • Bei den lokalen Werstoffstationen/Kompostplatz gibt es kostenlosen Humus. Davon haben wir auch einige Fuhren verteilt und mit der Fräse untergemischt (vielleicht so 2-3 Tonnen).
  • Da uns der Boden danach immer noch zu kompakt erschien, haben wir noch 4 Tonnen Sand bestellt und wiederum mit der Fräse untergegraben.

Das hat sich sehr gelohnt, der Boden ist jetzt recht feinkrümelig und ließ sich in diesem Zustand auch leichter verteilen, um den finalen Geländeverlauf modellieren zu können.

Bevor aber der Rasen eingesät werden kann, sollten natürlich alle Erdarbeiten/Grabungen erledigt sein. D.h. alle Leerrohre samt Erdkabel und auch das PE-Rohr der Hauptwasserleitung zwischen Zisterne/Pumpe und Geräteschuppen (Verteilstation) mussten verlegt werden:

Noch ein Tipp: wer ein 25er PE-Rohr zusammen mit einem Erdkabel in einem Leerrohr verlegen möchte, sollte mindestens DN50 verwenden und wenn möglich keine Winkelstücke über 30° einsetzen (für 45° also lieber 15° und 30° hintereinander kombinieren).

Hatte direkt an der Zisterne einen 45°-Winkel (DN50) plus Reduzierstück (DN 50->100) für den Anschluss gesetzt. Natürlich blieb hier das PE Rohr stecken, so dass ich am Ende in die Zisterne steigen musste (die natürlich voll mit Wasser war) und das PE Rohr mühsam mit Zange und schließlich Rohrzange durch den Winkel bugsieren und zerren musste.

Gleichzeitig ist das PE Rohr aber auch ein super „Führungsdraht“. D.h. ich habe das Erdkabel (3×1.5mm²) sowie das Datenkabel (6×0.2mm²) für Sensoren mit Klebeband am PE Rohr festgeklebt und das ganze dann noch dick mit Gleitmittel eingeschmiert. Das ging dann bis zur Zisterne recht gut. Nur für die letzten 5mm der „Rohr-Geburt“ habe ich dann eine knappe Stunde und viel Energie gebraucht.

Aber das Ergebnis macht alle Mühen wieder wett. Die Tauchdruckpumpe* liefert ordentlich Wasser. Fehlen nur noch der Druckschalter* samt Rückschlag-Ventil*, dann ist das Thema Zisterne+Pumpe erledigt und es kann mit den Leitungen für die Regner (Hunter) und Tropfschläuche weitergehen.

Das Datenkabel mit 6 Adern habe ich mal vorsorglich mit verlegt, falls ich mal einen Füllstands-Sensor o.Ä. in die Zisterne bauen möchte.

Nächste Woche bekommen wir unseren Baum geliefert (Kupfer-Felsenbirne) und danach bauen wir die Hauptstränge für die Rasen-Sprenger (DN25, Hunter ProSpray + MP Rotator) sowie die Metall-Rasenkante ein.

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Holzterrasse: Finale

Nach nur wenigen Feierabenden bin ich mit der Terrasse fertig geworden. Hier noch ein paar Impressionen, Erfahrungen zum Wolfcraft-System und Tipps.

Während dem Verlegen empfiehlt es sich, immer mal wieder die restliche Länge am Anfang und Ende der Diele zu messen, damit man nicht aus dem rechten Winkel läuft. Kleine Abweichungen kann man durch eine leicht schiefe Fuge ausgleichen (1mm Unterschied auf 3m Dielenlänge fällt nicht auf).

Beim Verschrauben der Profile mit der Unterkonstruktion kommt es ab und zu mal vor, dass die kurzen Schrauben aus dem Wolfcraft-Set nicht richtig greifen. In diesem Fall, oder auch wenn ich eine Diele mit etwas Spannung verschrauben musste, habe ich in das zweite Loch eine 5x50er Spax gesetzt. Der Kopf ist einen Tick zu groß für die Aussparung im Profil, aber dafür ist die Verbindung sehr stabil.

Sollte beim Verspannen und Verschrauben der Diele außerdem mal ein Abstandhalter festsitzen (was gerne mal passiert), lassen sich diese durch das schlaue Design recht einfach mit einem zweiten Abstandhalter heraushebeln, siehe Foto. Gut gemacht, Wolfcraft! Die vielen cleveren Details machen das Verlegesystem absolut praxistauglich => so macht Terrassenbau Spaß! Uneingeschränkte Empfehlung meinerseits 🙂

Die ersten 5m waren so in wenigen Stunden alleine verlegt.

Die erste Diele am Lichtschacht musste ich ausklinken. Habe mich entschieden, das schmale Stück der Diele mit einer Terrassenschraube von oben zu verschrauben. Dazu habe ich wieder Terrassenpads als Unterlage benutzt und die Diele vor dem Verschrauben vorgebohrt.

Die Planung war, mit ziemlich genau einer vollen Dielenbreite am Ende anzukommen. Hatte aber erst recht spät beim Verlegen bemerkt, dass die Dielen nicht wie angegeben 145mm, sondern nur um die 144mm breit sind. Bei 50 Dielen macht ein Millimeter aber nunmal 5cm auf die volle Länge aus… Damit war eine (stabile) Befestigung der schmalen End-Diele eigentlich nur von oben möglich. Also nochmal Terrassenpads zugeschnitten und diese mit jeweils einer Schraube auf der Unterkonstruktion fixiert, damit mir die Pads beim Vorbohren/Verschrauben nicht runterfallen (bei der letzten Diele kommt man dann natürlich nicht mehr ran).

Die (sichtbare) Verschraubung von oben hat später auch den Vorteil, dass die Dielen einfacher abgebaut werden könnten, ohne die oberste Mauerreihe abreißen zu müssen. Bei der letzten Diele fallen die Schrauben außerdem kaum auf.

Alle sichtbaren Schrauben habe ich sicherheitshalber nochmal mit Öl betupft, da dort natürlich Wasser in das Holz eindringen kann.

Um einen sauberen Abschluss zum Garten hin zu erreichen, habe ich die Stirnseite der Dielen mit der Tauchsäge und Führungsschiene sauber um +/- 1cm abgesägt und geölt. Dazu am besten eine Schnur über die gesamte Länge spannen und alle paar Dielen anzeichnen.

Außerdem habe ich für den vertikalen Abschluss unter der Stirnseite Dielen zurechtgesägt und an der Unterkonstruktion befestigt (also von vorne verschraubt, nicht von oben). Mangels gutem Wetter gibt’s hiervon aber leider noch kein Foto.

Damit wir die Terrasse gleich einweihen konnten, haben wir uns spontan noch ein paar Stühle, zwei Bänke und einen Tisch besorgt (Ikea Falster Serie).

Schon lange davor haben wir uns mit dem Thema Verschattung beschäftigt und sind sehr begeistert von der cleveren Schirmständer-Lösung von Sonnenanker.

Erster Praxis-Test mit einem 3m Schirm ist schon bestanden. Der Ständer ist sehr stabil, flach und man kann sehr einfach und schnell den Standort ändern. Die technische Umsetzung in der Terrassenfuge ist absolut genial!

Hier noch die letzten Fotos bei gutem Wetter. Sobald wir mal wieder Sonne haben, gibt’s noch ein paar Impressionen der fertigen Terrasse mit Sonnenschirm und Schirmständer.

Holzterrasse: Unterkonstruktion, Spritzschutz und erste Dielen

Auch diese Woche ging es wieder ein gutes Stück weiter mit der Terrasse, auch wenn immer noch ein paar Stunden pro Tag nach dem Feierabend gearbeitet wurde.

Das Ölen der Unterkonstruktion und der Terrassendielen hat dabei die meiste Zeit in Anspruch genommen. Wegen dem eher nassen Wetter habe ich dies immer in der Garage gemacht und dort auch die Dielen zum Trocknen gelagert. Das Holz sollte 36h nach dem Ölen nicht nass werden, so gab’s also immer eine Just-In-Time Produktion und 3 verschiedene Holz-Stapel.

Die erste Schicht Unterkonstruktion habe ich auf 6mm Mossgummi-Pads in die Fundamentsteine gedübelt (6x120er Spax in Fischer S8 Dübel). Hier ist es praktisch, wenn man neben der Bohrmaschine und Bohrhammer noch einen Akkuschrauber hat, dann muss man weder Bohrer noch Bits wechseln. Da die Pads zu groß für die Fundamentsteine waren, habe ich diese mit einer alten Küchenschere zurechtgeschnitten. Ging relativ gut, auch wenn man natürlich viel Kraft braucht.

Die zweite Lage Unterkonstruktion kam dann auf 12mm Moosgummi. Den geforderten Maximal-Abstand von 50cm habe ich mit 39cm gut unterboten. Lieber eine Reihe mehr als nötig einplanen.

Bin immer wieder von meinem Festool Schrauber positiv überrascht, der hat nicht nur tierisch Kraft, sondern hält auch lange durch. Hatte überlegt, ob ich mir für die Terrasse einen zweiten Akku zulegen soll (damit es keine Zwangs-Ladepausen gibt). Ist aber nicht nötig, bisher habe immer ich früher schlapp gemacht 😉

Als Fassaden-Spritzschutz habe ich vor den Holzdielen noch eine Terrassenrinne von ACO eingebaut. Nicht ganz billig, dafür aber eine gute Optik und die Konstruktion & Verarbeitung überzeugen mich voll und ganz. Die Aussparung für den Blitzableiter (Edelstahlkamin) und das Ablängen von Profil und Gitterrost gingen mit der Flex schnell von der Hand.

 

Dann ging’s auch schon an die erste Diele. Die sollte natürlich perfekt sitzen (rechter Winkel), also habe ich mir mit dem Messen und Überprüfen viel Zeit gelassen.

Wie schon früher geschrieben, haben wir von der Firma Wolfcraft das Material für die verdeckte Verschraubung zur Verfügung gestellt bekommen, und ich muss sagen, ich bin restlos begeistert, das System überzeugt mich sehr.

Die erste und letzte Diele werden mit speziellen End-Profilen verschraubt. Um die richtige Position für die Verschraubung zu finden, habe ich die Profile bündig auf die Unterkonstruktion gelegt, die Terrassendiele perfekt rechtwinklig ausgerichtet und dann mit Bleistift die Kante auf den Profilen markiert. Danach die Diele angehoben und auf den Rücken gedreht, und die Profile mit der Unterseite der Diele verschraubt. Anschließend zurück gedreht und mit der Stirnseite der Unterkonstruktion verschraubt.

Dazu habe ich die letzte Steinreihe der seitlichen Mauern noch weggelassen, damit ich da überhaupt noch dran komme. Sollte man nicht vergessen 😉

Die nachfolgende Diele wird dann entsprechend mit den normalen Profilen auch auf der Unterseite (versetzt) verschraubt und anschließend gedreht und unter die vorige Diele geschoben.

Für ein perfektes Fugenbild werden Abstandhalter eingesetzt, die Diele mit den Spezialzwingen an der vorigen verspannt und mit der Unterkonstruktion verschraubt. So geht es dann Diele für Diele weiter, bis am Ende der Terrasse wieder die Spezial-Profile als Abschluss zum Einsatz kommen.

Nach 2-3 Dielen hat man auch den Dreh raus und es geht flott voran. Mit der Anlege-Hilfe ist der richtige Sitz der Profile garantiert – sowohl bei der vertikalen Position (Überlappung) als auch bei der horizontalen Versetzung kann damit eigentlich kein Fehler gemacht werden.

Beim Verschrauben der Dielen hat sich auch gleich gezeigt, dass man besser mit zwei Zwingen arbeitet. Eine links und eine rechts der zu verschraubenden Stelle. Nur so ist der perfekte Sitz gewährleistet.

Man sollte sich nur im Klaren sein, dass diese Lösung natürlich deutlich mehr Schraub-Arbeit bedeutet. In meinem Fall verbaue ich pro 3m Diele 7 Profile à 6 Schrauben. D.h. auf die komplette Fläche der Terrasse (60 Dielen) sind über 2.500 Schrauben nötig (die beim System natürlich dabei sind).

Ich bin aber der Meinung, dass sich das absolut lohnt. Es sieht IMHO nicht nur besser ohne sichtbare Schrauben aus, sondern man verhindert damit auch Risse durch die Verschraubung am Dielenende und man hat kein eindringendes Wasser von oben.

Die Qualität der Dielen an sich ist auch spitze. Habe diese samt Unterkonstruktion von Osto Holz online bezogen und mich darüber gefreut, dass es kaum Ausschuss gab und die Dielen weder vor noch nach dem Ölen nennenswert verzogen waren. Da habe ich beim örtlichen Holzhandel als auch Baumärkten deutlich schlechtere Qualität gesehen (zumindest in der selben Preisklasse, also Lärche oder Douglasie).

Das geölte Holz sieht im Moment noch sehr orange aus. Bei meiner Mülltonnenbox (selbes Öl und auch Lärche) hat die Witterung nach ein paar Wochen aber schon für einen deutlich helleren Ton gesorgt.

Inzwischen habe ich etwa ein Drittel aller Dielen verlegt, natürlich gibt’s dann auch noch Fotos vom Endergebnis.

Vorbereitungen für die Holzterrasse

Die letzten Tage haben wir mit den Vorbereitungen für die Holzterrasse verbracht.

Letztes Jahr hatten wir vom Erdbauer schon den kaum tragfähigen Lehmboden durch Betonrecycling austauschen lassen. Dabei sind wir aber von einer geringeren Höhe der Terrasse ausgegangen.

Daher standen wir jetzt vor der Herausforderung, nicht nur weitere 10cm an Höhe gewinnen zu müssen, sondern auch die Seiten der Terrasse ordentlich einzufassen.

Passend zu unserem dunkelgrauen Sockel haben wir die Mauersteine Siola Kombi von Diephaus besorgt und ich habe für die Mauern ein 25cm hohes Fundament aus Beton-Schalungssteinen hergestellt.

Die erste Reihe der Trockenmauer wurde noch in Beton gesetzt, die weiteren Reihen konnten dann einfach mit Montagekleber verklebt werden.

Nachdem das fertig war, habe ich den übrigen Kies von der Zisterne mit Beton-Recycling vermischt, verteilt und mit einem ausgeliehenen Stampfer ordentlich verdichtet.

Hier hatte ich mit ca. 15% Verdichtung gerechnet. Da der Untergrund aber schon sehr fest war, bin ich etwas zu hoch rausgekommen und musste dann mühsam mit einem Rechen etwa 1-2cm wieder abkratzen. Also besser schichtweise vorgehen und öfter mal die Höhe nachmessen 😉

Anschließend wurde das Unkraut-Vlies ausgelegt, die knapp 50 Fundamentsteine für die Holz-Unterkonstruktion verteilt und dann ging’s auch schon ans Betonieren.

Hat man ein regelmäßiges Verlege-Muster, kann man sich mit zurechtgesägten Holzbalken für die Abstände die Arbeit erleichtern. Maurerschnur und Wasserwaage sind natürlich Pflicht, denn jeder Fehler bei der Ausrichtung/Höhe der Steine überträgt sich nachher auf den Terrassenbelag. Oder man muss dies später bei der Unterkonstruktion aufwändig ausgleichen.

Von den insgesamt 4 Reihen Steine habe ich die zweite und dann die vierte Reihe zuerst betoniert, so konnte ich die anderen beiden Reihen recht einfach mit einem Holzbalken in Verlegerichtung feinjustieren. Das spart doch ganz schön Zeit und man kann sich sicher sein, dass die Unterkonstruktion dann später genau passt.

Das Holz haben wir inzwischen auch schon geliefert bekommen (Unterkonstruktion und Terrassendielen aus europäischer Lärche), das wird jetzt schonmal zurechtgesägt, geölt und das Hirnholz mit einer Versiegelung behandelt, bevor es dann eingebaut wird.